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Hamburger Dom (Volksfest)


Der Hamburger Dom ist ein regelmäßig auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg stattfindendes Volksfest. Jährlich besuchen mehrere Millionen Menschen die Veranstaltung, die dreimal im Jahr stattfindet als:

  • Winterdom (Dom-Markt, Anfang November bis Anfang Dezember)
  • Frühlingsdom (Frühlingsfest, Mitte März bis Mitte April)
  • Sommerdom (Hummelfest, Ende Juli bis Ende August)

Geschichte

Der Hamburger Dom hat seinen Ursprung im 11. Jahrhundert: Händler und Handwerker, aber auch Gaukler und Quacksalber suchten im damaligen Hamburger Mariendom am Speersort Schutz vor Wind und Wetter. Burchard Grelle, als Erzbischof des Erzbistums Bremen auch Hamburger Domherr, störte das und so erteilte er den Schaustellern 1334 Hausverbot. Das allerdings nahmen ihm sogar die Kirchgänger übel. Daraufhin gestattete Erzbischof Burchard 1337 ausdrücklich die Anwesenheit der Händler im Dom, jedoch nur bei „Hamburger Schietwetter“. Und so blieb der Markt im Dom, bis der Bau 1804 abgerissen wurde.

Danach zogen die Händler und Schausteller ohne festen Standort durch die Hamburger Stadtteile und verteilten sich auf die Marktplätze der Stadt: den Gänsemarkt, den Pferdemarkt, den Zeughausmarkt und schließlich den Großneumarkt. Den Marktleuten wurde erst 1893 ein neuer Platz zugeteilt: das Heiligengeistfeld, wo der Hamburger Dom auch heute noch zu finden ist.

Zu dem ursprünglichen Winterdom (Dom-Markt) gesellten sich nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 der Sommerdom (Hummelfest) und 1948 der Frühjahrsdom (Frühlingsfest). Der Hamburger Dom ist mit seinen drei jeweils 4 Wochen dauernden Veranstaltungen (Frühling, Sommer und Winter) das größte Volksfest Norddeutschlands und das längste Volksfest Deutschlands.

Auf dem Sommerdom 2014 gab es erstmals einen internationalen Markt nach dem Motto „In einem Tag um die Welt und der Sommerdom machts möglich“. Neben landestypischen Spezialitäten und Köstlichkeiten wird ein Unterhaltungsprogramm geboten.[1]

Heute

Über 260 Schausteller sowie über 110 Gastronomiebetriebe befinden sich bei jedem Dom auf dem etwa 160.000 m² großen Festgelände. In den letzten Jahren gab es zunehmende Besucherzahlen. Waren es 2007 rund 7,5 Millionen Besucher, steigerte sich die Zahl 2008 auf 9 Millionen und 2009 auf 10,8 Millionen.[2] Die Besucher des Volksfestes erwartet eine bunte Mischung aus Kinderkarussells, Losbuden, Imbiss- und Schankbetrieben, Süßwarenanbietern und modernen, schnellen Fahrgeschäften. Besondere Attraktionen sind die regelmäßigen Feuerwerke, die jeden Freitag stattfinden, und die speziellen Themen-Events auf der ca. 2.500 m² großen Sonderveranstaltungsfläche.

Unfälle

In der Nacht vom 13. auf den 14. August 1981 ereignete sich mit einem Sky Lab ein schwerer Unfall. Bei Arbeiten an seinem Fahrgeschäft Katapult geriet der Teleskopkran des Schaustellers Norbert Witte in den Fahrbereich der Gondeln des Karussells. Es wurden sieben Menschen getötet, 15 Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Unfall gilt bis heute als schwerster Kirmesunfall der Nachkriegszeit. Norbert Witte wurde wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

Am 15. April 1984 ereignete sich bei der Achterbahn „Der Blaue Enzian“ ein weiterer Unfall. Hier brach während der Fahrt beim ersten Wagen, welcher eine Lokomotive darstellte, ein Bolzen. Dies hatte zur Folge, dass der Zug während der rasanten Fahrt entgleiste. Ein Mann kam bei dem Unfall ums Leben, 18 Personen wurden verletzt. [3]

Verkehrsanbindung

Der Hamburger Dom ist verkehrstechnisch günstig angebunden. Neben anderen U- und S-Bahnen hält beispielsweise die Hamburger U-Bahnlinie 3 an der Haltestelle St. Pauli aber auch an der Haltestelle Feldstrasse, die sich beide direkt an einem der Eingänge zu dem Volksfest befinden.[4]

Einzelnachweise

  1. Der Internationale Markt - Sommerdom 2014. Hamburger Dom, abgerufen am 19. August 2014.
  2. Die Welt vom 7. Dezember 2009 „Erfolgreiches Jahr für den Dom“, abgerufen am 16. Dezember 2009
  3. Hamburger Abendblatt Jahrbuch 1984
  4. Anfahrt zum DOM - hamburg.de. In: hamburg.de. Abgerufen am 24. August 2015.

Weblinks

 Commons: Hamburger Dom  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Volksfest in Hamburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger Dom (Volksfest) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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