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Hamburgefonts


Das Wort Hamburgefonts, traditionell eigentlich Hamburgefons oder Hamburgefonstiv ist ein Blindtext, der sich zur Beurteilung der Gestaltung und der Anmutung einer Schrift besonders eignet. Es beinhaltet alle wesentlichen Formen, sodass der Charakter der jeweiligen Schrift schnell zu erkennen ist. Es besteht aus den Buchstaben, die beim Gestalten einer Schrift häufig zuerst entworfen werden.

Sinn und Funktion

Bis weit in die 1980er gehörten Computer, ausgestattet mit einer Vielzahl beliebig skalierbarer Schriften, noch nicht zur Grundausstattung beinahe jedes Haushalts. Druck und Gestaltung konzentrierten sich weitgehend in der Hand von Druckereien und später auch Werbeagenturen. Die benötigten Schriften erhielten sie von Schriftgießereien; und nach Aussterben des Bleisatzes in den 1970ern von Schriftherstellern, Anbietern von Lichtsatz-, Fotosatz- und anderen Geräten. Auch der Gebrauch von Schriften ist Moden unterworfen. Designer entwarfen neue Schriften oder veränderten gebräuchliche Typographie. Dem liegen die verschiedensten Zielsetzungen zu Grunde, wie beispielsweise: besonders gute Lesbarkeit, besonders viele Buchstaben in einer Zeile, besonders weiches oder besonders technisches, leichtes, schweres oder besonders außergewöhnliches Aussehen. Schriftgießereien und Schriftenhersteller gaben Kataloge der bei ihnen erhältlichen Schriften heraus. Anhand derer sollten Druckereien und Gestalter sich einen Eindruck bestehender oder neuer Schriften machen können. „Titelschriften“, „Auszeichnungsschriften“ (= Akzidenzschriften) oder „Satzschriften“ (= Brotschriften) lauten in Druckereien bis heute gängige Unterscheidungstermini. In diesen Schriftkatalogen war dann oftmals nur das Wort „Hamburgefons“ oder „Hamburgefönstiv“ in den verschiedensten Schriften zu dem Schriftnamen zu lesen, seltener auch ganze Alphabete. Im eigentlich sinnlosen Wort „Hamburgefonts“ kommen runde wie eckige Buchstaben gleichermaßen vor, ebenso besonders breite und besonders schmale. „Hamburgefonts“ gibt damit prägnant einen ersten Eindruck einer Schrift im Gebrauch. Ein weiteres Mittel zur verwendungszweckorientierten Beurteilung des Gebrauchs einer Schriftart ist der Blindtext. Dieser gibt einen Eindruck über Raumbedarf des Textes und Lesbarkeit in gängigen Schriftgrößen.

Verwechslungsmöglichkeit

Breite Durchsetzung von Computern in vielen Haushalten und mehr Umgang mit der englischen Sprache heute machte das englische Wort „Font“ für „Schrift“ bzw. „Fonts“ für „Schriften“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Im englischen Sprachraum war mit kleiner Abweichung das Schriftmusterwort „Hamburgefonts“ gängig. Irrtümlich wird deshalb „Hamburgefonts“ bisweilen für eine Schriftart gehalten.

Kurioses

Zum Vergleich der Laufweite einer Schrift diente ein weiteres Phantasiewort: Hier fand das Nonsenswort „HillimillihirtzheftpflasterEntferner“ als Vergleichsmaß seinen Weg in verschiedene Schriftenkataloge. Ursprünglich war es zur Feineinstellung des diatype-Schriftsatzgeräts abgesetzt und vermessen worden.

Weblinks


Kategorien: Grafikdesign | Schrift | Typografie

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