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Hamburg-Heimfeld


Heimfeld
Stadtteil von Hamburg
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Fläche 11,7 km²
Einwohner 21.445 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 1833 Einwohner/km²
Postleitzahl 21073, 21075, 21079
Vorwahl 040
Bezirk Harburg
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Heimfeld ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg. Er liegt im Bezirk Harburg.

Geschichte

Die Siedlung entstand an einem von Otto I. von Harburg 1535 angelegten Vorwerk zum Harburger Schloss, das er Zum Heynfeld nannte. Der Name wandelte sich durch Abschleifung zum heutigen Heimfeld.[1] 1888 wurde die Ortschaft ein Teil der Stadt Harburg, die wiederum 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz nach Hamburg eingemeindet wurde.

Religionen

In Heimfeld gibt es zwei evangelisch-lutherische Kirchengemeinden. Die St. Paulus-Kirchengemeinde im Petersweg und die Petrus-Kirchengemeinde in der Haakestraße.

Die Pauluskirche wurde 1907 gebaut. Ihre Besonderheit ist eine Bibel, die seinerzeit von Kaiserin Auguste Viktoria der Paulusgemeinde überreicht wurde. Altar, Orgel und Sitzbänke sind aus dem Jahre 1907 und gut erhalten.

An der Stader Straße liegt das Christus Centrum Harburg, eine Gemeinde im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden.

Politik

Heimfeld ist bei Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft auf zwei Wahlkreise aufgeteilt. Der Osten des Stadtteils gehört zum Wahlkreis Harburg, während der Westen dem Wahlkreis Süderelbe zugeschlagen wurde. Die Bürgerschaftswahl 2015 brachte in Heimfeld folgendes Ergebnis[2][3]:

  1. SPD 42,9 % (–5,5)
  2. Grüne 13,0 % (+1,5)
  3. CDU 12,5 % (–7,0)
  4. Linke 11,3 % (+2,9)
  5. AfD 8,5 % (+8,5)
  6. FDP 6,2 % (+1,7)
  7. Übrige 5,8 % (–1,8)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Heimfeld landwirtschaftlich geprägt, im westlichen Teil entstanden zu dieser Zeit Villen, im östlichen Teil bildete sich eine dichte städtische Bebauung. Im Zweiten Weltkrieg kam es zu erheblichen Zerstörungen in der Baustruktur durch die zahlreichen alliierten Bombenangriffe, in einigen Straßenzügen gibt es jedoch noch Vorkriegsbauten.

In Heimfeld befinden sich auch mehrere große Gebäudekomplexe, die ehemals als Kasernen dienten. Einer davon - die von einem Sanitätsbataillon genutzte Scharnhorst-Kaserne an der Heimfelder Straße wurde 1993 aufgegeben und Ende der 1990er-Jahre zugunsten einer Neubausiedlung am neugeschaffenen Hans-Dewitz-Ring abgerissen, ein anderer wurde noch einige Zeit als Pflegeheim genutzt. Heimfeld ist heute kein Bundeswehrstandort mehr. Markante Bauten sind die Friedrich-Ebert-Halle mit dem angrenzenden Friedrich-Ebert-Gymnasium und die in norddeutscher Backsteingotik zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete Pauluskirche, deren Turm weithin sichtbar ist.

Sport

Im westlichen Heimfeld befindet sich die Tennis- und Hockeyanlage der Tennisgesellschaft Heimfeld. In den vergangenen Jahren wurde diese durch einen Kunstrasenplatz für die Hockeyabteilung erweitert, wofür Teile des dortigen früheren Waldstückes gerodet wurden.

Verkehr

In Heimfeld befindet sich die S-Bahn-Station Hamburg-Heimfeld. Im Norden Heimfelds befindet sich die B73. Ein Teil des Seehafens begrenzt Heimfeld im Norden.

Linie Verlauf

Bildung

Persönlichkeiten

In Heimfeld wohnt der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU). Das Haus stand zu seiner Amtszeit unter ständiger polizeilicher Bewachung, kurz nach der Ablösung Rühes in seinem Ministeramt wurde diese jedoch aufgegeben.

Des Weiteren lebt der Musiker Peter Heppner (unter anderen bekannt durch die Band Wolfsheim) mit seiner Familie in Heimfeld.

Siehe auch

Literatur

In Heimfeld lebt auch der Richter und Schriftsteller Thorsten Beck, dessen bisher drei Romane allesamt in Harburg, ein großer Teil in Heimfeld, spielen. Zwei der Romane sind als „Schwarze Romane“ beim Hamburger Abendblatt erschienen.

Weblinks

 Commons: Hamburg-Heimfeld  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Horst Beckershaus: Die Namen der Hamburger Stadtteile. Woher sie kommen und was sie bedeuten, Hamburg 2002, ISBN 3-434-52545-9, S. 57.
  2. Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2015 (östlicher Bereich des Stadtteils) .
  3. Ergebnis der Bürgerschaftswahl (westlicher Bereich des Stadtteils)

Kategorien: Stadtteil von Hamburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Heimfeld (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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