Hamburg-Altengamme - LinkFang.de





Hamburg-Altengamme


Altengamme
Stadtteil von Hamburg
}
Höhe m ü. NN
Fläche 15,6 km²
Einwohner 2214 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 142 Einwohner/km²
Postleitzahl 21039
Vorwahl 040
Bezirk Bergedorf
Verkehrsanbindung
Bus 120, 228, 328, 428
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Altengamme ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg. Er gehört zu den Vierlanden im Bezirk Bergedorf.

Geografie

Altengamme ist der östlichste Stadtteil der Hansestadt und liegt am Nordufer der Elbe.

Zu ihm gehört auch das Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft[1], das aus den drei Teilgebieten Altengammer Elbwiesen, Borghorster Dünen und dem durch einen Deichbruch entstandenen großen Borghorster Brack[2] besteht.

Geschichte

Altengamme wurde erstmals 1188 urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet Alte Erde und leitet sich aus dem indogermanischen Wort Gham bzw. Ghama für Erde ab.[3] 1420 erlangten Hamburg und Lübeck die gemeinsame Herrschaft über das Dorf. Seit 1556 ist es mit Curslack, Kirchwerder und Neuengamme als die Vierlande bekannt. Nach dem Ende der „beiderstädtischen“ Herrschaft gehörte Altengamme seit 1868 zum Hamburger Landgebiet (Landherrenschaft Bergedorf). 1938 erfolgte durch das Groß-Hamburg-Gesetz die vollständige Eingemeindung nach Hamburg.

Einwohnerentwicklung

Daten laut Statistischem Amt Nord.[4]

1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996
1,997 1,984 1,969 1,994 2,012 2,034 2,040 2,049 2,055 2,070
1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
2,083 2,096 2,097 2,107 2,123 2,132 2,140 2,135 2,198 2,198
2007 2008 2009 2010 2011
2,220 2,194 2,192 2,171 2.204

Politik

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft gehört Altengamme zum Wahlkreis Bergedorf. Die Bürgerschaftswahl 2015 führte zu folgendem Ergebnis:[5]

  • SPD 45,3 % (–4,1)
  • CDU 21,1 % (–7,3)
  • Grüne 12,5 % (+2,8)
  • FDP 7,5 % (+1,8)
  • AfD 5,2 % (+5,2)
  • Linke 4,1 % (+0,7)
  • Übrige 4,3 % (+0,9)

Wirtschaft und Infrastruktur

Altengamme ist noch immer landwirtschaftlich geprägt, es werden vor allem Blumen, Obst und Gemüse angebaut. Außer landwirtschaftlichen Betrieben befinden sich mehrere Speditionen im Ort. Mit dem Gestüt Altengamme gibt es hier eine bedeutende Zucht von Trabrennpferden. Auch ist in Altengamme eine Gärtnerei ansässig, welche schon seit vier Generationen Pflanzen anbaut. Gärtnereien waren in den Vier- und Marschlanden früher sehr viele vertreten, heute wird die Zahl immer kleiner.

Durch den Norden Altengammes führt die Bundesautobahn 25. Die nächsten beiden Anschlussstellen liegen jedoch außerhalb Altengammes, in Curslack und in Geesthacht. Ebenfalls außerhalb Altengammes, jedoch rasch erreichbar, liegt die Bundesstraße 404 in Richtung Lüneburg. Über einen Bahnanschluss verfügt der Stadtteil seit 1953 nicht mehr. Die Busse fahren selten, im Regelfall nur einmal die Stunde.

Altengamme verfügt über eine Grundschule. Örtlicher Sportverein ist der SV Altengamme von 1928. Eine der ältesten Freiwilligen Feuerwehren Hamburgs – im Jahre 1878 gegründet – hat ihren Stützpunkt in Altengamme [6]. Bereits in den 1930er-Jahren wurde das „Sommerbad Altengamme“ gebaut. Das künstlich angelegte Becken wird aus einem 30 Meter tiefen Brunnen mit Grundwasser gespeist. Der Besuch des Sommerbades ist kostenlos.[7][8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das älteste noch im ursprünglichen Zustand erhaltene Gebäude ist ein hölzerner Turmspeicher aus dem Jahre 1562 am Horster Damm bei Nr. 351.[10]
  • Ein Schiller-Gedenkstein, der im Jahre 1905 anlässlich des 100. Todestages des Dichters Friedrich Schiller an der Straße Kirchenstegel aufgestellt worden war, steht seit 2003 auf dem Schulhof der Altengammer Deich-Schule unter einer großen Eiche.[11]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Hans-Karl Lange: Altengamme im Wechsel und Wandel von acht Jahrhunderten. In: Lichtwark. Nr. 51. Hrsg. Lichtwark-Ausschuß, Bergedorf, 1987. Siehe jetzt: Verlag HB-Werbung, ISSN 1862-3549 .
  • Daniel Tilgner: Hamburg. Von Altona bis Zollenspieker. 1. Auflage. Hoffmann und Campe, Hamburg 2002, ISBN 3-455-11333-8 (Stadtteilartikel über Altengamme).
  • HARRI (Pseudonym für Harald Richert): Die älteren Kirchenglocken des ehemaligen Amtes Bergedorf. In: Lichtwark-Heft. Nr. 69. Verlag HB-Werbung, ISSN 1862-3549 .

Einzelnachweise

  1. Naturschutzgebiet Borghorster Elblandschaft
  2. Borghorster Brack
  3. Horst Beckershaus: Die Namen der Hamburger Stadtteile. Woher sie kommen und was sie bedeuten, Hamburg 2002, ISBN 3-434-52545-9, S. 9
  4. Statistisches Amt
  5. www.wahlen-hamburg.de
  6. Freiwillige Feuerwehr Altengamme
  7. Das Sommerbad Altengamme
  8. Das Sommerbad im Archiv der Bergedorfer Zeitung . Abgerufen am 19. Februar 2016.
  9. Denkmalgeschützte Gebäude in Altengamme
  10. Brigitte Siemonsen: Impressionen aus Vierlanden. In: Lichtwark-Heft Nr. 75. Verlag HB-Werbung, Hamburg-Bergedorf, 2010. ISSN 1862-3549
  11. Harald Richert: Anmerkungen zum Schiller-Jahr. In: Lichtwark-Heft Nr. 70. Verlag HB-Werbung, Hamburg-Bergedorf, 2005. ISSN 1862-3549

Weblinks

 Commons: Hamburg-Altengamme  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Stadtteil von Hamburg | Ort an der Elbe

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Altengamme (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.