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Hajdamaken


Kyrillisch (Ukrainisch)
Гайдамаки
Transl.: Gajdamaki
Transkr.: Hajdamaky

Hajdamaken (vom türkischen haydamak, hajdamak – Räuber, ungarischen – leicht bewaffneter Krieger[1]) waren Bauern und Kosaken, die in der Ukraine westlich des Dnepr (Rechtsufrige Ukraine) lebten.[2]

Während des gesamten 18. Jahrhunderts wurde die Landbevölkerung durch die polnische Feudalherrschaft der Szlachta ausgebeutet. 1768 entwickelte sich dann ein unerbittlicher Bauernaufstand im Kampf gegen die Fremdherrschaft. Angeführt wurden die aufständischen Hajdamaken von dem Saporoger Kosaken Maksym Salisnjak und dem aus der polnischen Garde desertierten Offizier Iwan Gonta.

Mit der Einführung der Leibeigenschaft durch den polnischen Adel verschlechterte sich die Lebenssituation der Landbevölkerung.

Die Hajdamaken richteten im Juni 1768 in der Stadt Uman während des Hajdamakenaufstandes von 1768 ein Blutbad an, wohin der polnische Adel geflüchtet war. Neben dem polnischen Adel wurden auch Jesuiten und Angehörige der unierten Kirche, die als Verbündete der katholischen Polen angesehen wurden, sowie zahlreiche Juden Opfer des Zorns der Aufständischen. Juden bildeten in Galizien und Wolhynien lange Zeit die Mittelschicht zwischen polnischen Grundbesitzern und ruthenischen Bauern. Sie waren als Händler und Schankwirte tätig, oft auch als Gutsverwalter und Steuereintreiber des Adels, was sie schon während des Aufstands von Bohdan Chmelnyzkyj Mitte des 17. Jahrhunderts zur Zielscheibe des Hasses gemacht hatte. [3]

In dem Gedicht Hajdamaken schildert Taras Schewtschenko die damalige Lage der ukrainischen Bauern.

Literatur

Weblinks

 Commons: Hajdamaken  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. M.Fassmer und andere russische Lexika (russ.)
  2. Artikel in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie Abgerufen am 19. Mai 2011
  3. Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine, München 2009, S. 62.

Kategorien: Literatur (Ukrainisch) | Polnische Geschichte | Ukrainische Geschichte | Kosaken | Pogrom

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