Hahnheim - LinkFang.de





Hahnheim


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mainz-BingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Rhein-Selz
Höhe: 124 m ü. NHN
Fläche: 6,39 km²
Einwohner: 1537 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 241 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55278
Vorwahl: 06737
Kfz-Kennzeichen: MZ, BIN
Gemeindeschlüssel: 07 3 39 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Sant’ Ambrogio-Ring 33
55276 Oppenheim
Webpräsenz: www.hahnheim.de
Ortsbürgermeister: Werner Kalbfuß (SPD)
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Hahnheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Selz an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Oppenheim hat.

Geographie

Der Weinort liegt in Rheinhessen zwischen Mainz und Worms an der Selz und grenzt östlich an Selzen.

Zu Hahnheim gehören auch die Wohnplätze Eberbacherhof, Sonnenhof und Wahlheimerhof.[2]

Geschichte

Archäologische Funde aus der Bronze-, Eisen- und Römerzeit weisen auf eine frühe Besiedlung hin.

Im Kopialbuch des Lorscher Codex sind 13 Schenkungsurkunden von Hahnheim vermerkt (Urkunden 1921–32 und 1999). Das Chronicon beginnt mit der ältesten bekannten schriftlichen Erwähnung als Hagenheim und geht zurück auf die Schenkung der Williswinda, Witwe des Robert I., und ihres Sohnes, Graf Cancor, an das Kloster Lorsch.[3] Diese Schenkung wurde, laut einer Abschrift der Schenkungsurkunde im Codex Laureshamensis, am 12. Juli 764 gemacht.[4]

Später wurde der Ort reichsritterschaftlich. Ortsherren waren von 1560 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Freiherren von Dienheim.[5]

Am 18. März 1945 wurde Bad Kreuznach kampflos den US-Truppen übergeben. Am 19. März 1945 stieß die 5. US-Infanterie-Division unter Stafford LeRoy Irwin jedoch auf den erbitterten Widerstand einer deutschen Einheit der 7. Armee, von zwei Batterien der 9. Flakdivision, in Hahnheim.[6] Am 21. März 1945 erreichten Verbände der 3. US Army, XII. US-Armeekorps, Nierstein am Rhein.[7]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Hahnheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2014 9 4 3 16 Sitze
2009 7 4 5 16 Sitze
2004 5 4 7 16 Sitze

Bürgermeister

Bei der Kommunalwahl 2014 wurde Werner Kalbfuß (SPD) mit 63,5 % der Stimmen direkt zum Ortsbürgermeister gewählt.[9] Er löste Sigrid Mangold-Wegner (SPD) ab, die dieses Amt seit 2004 innehatte.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot ein linksgerichteter schreitender goldener (gelber) Hahn.“

Der Hahn steht „redend“ für den Ortsnamen.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Kulturdenkmäler

In der Gemarkung in Richtung Köngernheim liegt an der Landstraße, die zur B 420 führt, ein um das Jahr 1884 angelegter jüdischer Friedhof.

Biotope

In der Gemarkung wurden vor allem an der Selz und an der ehemaligen Bahnstrecke Alzey–Bodenheim, der „Amiche“, mehrere Biotope angelegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde wird durchquert von der Landesstraße 432. Zur B 420 sind es in südlicher Richtung 2 km. Die Bundesautobahnen 60 und 63 sind mit dem Auto in etwa 20 bzw. 10 Minuten zu erreichen.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

Weblinks

 Commons: Hahnheim  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 107 (PDF; 2,3 MB)
  3. http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1966bd1/0056
  4. Karl Glöckner: Codex Laureshamensis: 01. Band – Einleitung Regesten Chronik , Darmstadt 1929, S. 267, 1 (Reg 2): „Donatio in Hagenheim.“
    Deutsche Übersetzung: Minst, Karl Josef (Übers.), Lorscher Codex: deutsch; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch, nach d. lat. Text d. Urschrift wiedergegeben von Lamey (1768–1770) und Glöckner (1929–1936), ins Dt. übertr. von Karl Josef Minst, (Band 1): Chronicon. Urkunden Nrn. 1 – 166, mit Vermerken, welche die Geschichte des Klosters von 764 – 1175 und mit Nachträgen bis 1181 berichten. Lorsch 1966, S. 50:

    „Schenkung in Hahnheim
    Im zwölften Jahre der Regierung unseres Herrn, des Königs Pippin, am 12. Juli (764). Ich, Williswinda, die Gottgeweihte, und mein Sohn Graf Cancor, gedenken Gottes und des Heiles unserer Seelen. Wir gedenken der ewigen Vergeltung. Möge die rächende Flamme nichts an uns finden, was zu tilgen wäre. Möge vielmehr Gottes Güte etwas an uns sehen, was zu belohnen sei. In dieser Gesinnung machen wir eine Schenkung im Namen Gottes an die überaus heilige Kirche des Hl. Petrus und aller übrigen Heiligen, welche errichtet ist in dem Lauresham (Lorsch) genannten Ort im Pagus Rhenensis (Oberrheingau) am Flusse Wisgoz (Weschnitz). In des Herren Namen haben wir diese Kirche neu erbaut. Ihr steht vor der ehrwürdige Erzbischof und Abt Ruodgang. Wir wünschen, daß unsere Schenkung von ewiger Dauer sei. Wir bekräftigen, daß unsere Stiftung aus freiem Antrieb erfolgt. Diese Schenkung betrifft unser Landgut im Pagus Wormaciensis (Wormsgau), in dem Orte, welcher Hagenheim (heute: Hahnheim) genannt wird und am Flusse Salusia (Selz) liegt.“

  5. Kurt Rosendorn: Die rheinhessischen Simultankirchen bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts. Jaeger, Speyer 1958, S. 226, online bei dilibri.de
  6. Heinz Leiwig: Finale 1945 Rhein-Main, Der Hahnheimer Kessel, Düsseldorf 1985, S. 52–53
  7. Geschichtsverein Nierstein
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hahnheim (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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