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Hafnarfjörður


Dieser Artikel behandelt die Stadt und Gemeinde Hafnarfjörður; zum gleichnamigen Fjord, siehe Hafnarfjörður (Fjord).
Stadt Hafnarfjörður
(Hafnarfjarðarkaupstaður)
Basisdaten
Staat: Island
Region: Höfuðborgarsvæðið
Wahlkreis: Suðvesturkjördæmi
Sýsla: kreisfrei
Einwohnerzahl: 27.357 (1. Januar 2014)
Fläche: 143 km²
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner/km²
Postleitzahl: 220, 221, 222
Politik
Gemeindenummer 1400
Bürgermeister: Guðmundur Rúnar Árnason
Kontakt
Adresse der Gemeindeverwaltung: Ráðhúsi Hafnarfjarðar
Strandgötu 6
220 Hafnarfirði
Webpräsenz: www.hafnarfjordur.is
Karte

Hafnarfjörður ['hapnarˌfjœrðʏr] (dt. „Hafenfjord“) (ndt. „Hannenfjord“) ist eine isländische Stadt in der Region Höfuðborgarsvæðið im Südwesten Islands.

Am 1. Januar 2014 hatte die im südlichen Bereich des Ballungsraums um die Hauptstadt Reykjavík liegende Stadt 27.357 Einwohner.

Geografie

Das Gemeindegebiet Hafnarfjörðurs besteht aus zwei nicht zusammenhängenden Gebieten. Das Gebiet mit der Stadt Hafnarfjörður selbst grenzt im Westen an Sveitarfélagið Vogar, im Norden und Osten an Garðabær und im Süden an Grindavíkurbær. Im Südosten dieses Gebiets liegt der Berg Helgafell.

Das weiter südlich liegende Gebiet um Krýsuvík befindet sich südsüdwestlich des Sees Kleifarvatn, es ist von der Gemeinde Grindavíkurbær umschlossen.

Die Stadt Hafnarfjörður liegt an der Küste des gleichnamigen Fjords. Kleinere Seen auf dem Gemeindegebiet sind der Ástjörn und der Hvaleyrarvatn.

Geschichte

Dank der günstigen Lage hat die Stadt eine lange Besiedelungsgeschichte zu verzeichnen. Sie findet schon im Landnámabók Erwähnung. Im Mittelalter war sie Zankapfel zwischen den Engländern und Kaufleuten der deutschen Hanse. Auch die Dänen erkannten und nutzten die günstige Lage und den Hafen für den Im- und Export. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts war der Fischfang der wichtigste Erwerbszweig.

Am 1. Juni 1908 wurde der Stadt das Stadtrecht verliehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt 1400 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Stadtzentrum fallen die vielen Lavahügel auf, um die man sorgsam herumgebaut hat. Hafnarfjörður gilt nämlich auch als ein Zentrum des Elfenglaubens, dem Umfrageergebnissen zufolge viele Isländer anhängen. Sie sind davon überzeugt, dass diese Lavahügel von Elfen bewohnt wären, deren Behausungen es zu schützen gelte. Erla Stefánsdóttir hat einen Stadtplan von Hafnarfjörður entworfen, in dem die vermuteten Wohnungen der Elfen, Trolle, Zwerge und von anderem verborgenem Volk (Huldufólk) eingezeichnet sind.

Im Stadtzentrum befindet sich die Parkanlage Víðistaðatún, in der sich ein Skulpturenpark mit Werken isländischer und internationaler Künstler befindet. Ebenso im Park findet sich die helle halbrunde Víðistaðakirkja. Das etwas unauffällige Wahrzeichen der Stadt, der Leuchtturm (isl. viti), wurde um 1900 erbaut und steht heute inmitten eines Wohngebietes. Betrachtet werden kann der Leuchtturm nur von den Straßen Vitastígur bzw. Hverfisgata aus, da der Grundstücksbesitzer das Betreten seines Gartens strikt verweigert.

Gegenüber vom Aluminiumwerk Straumsvík sieht man ein Lavafeld: die „Kapellenlava“, Kapelluhraun. Hier hat man eine kleine Figur der Heiligen Barbara gefunden, die jetzt im Nationalmuseum ausgestellt wird.

Im Sommer findet im Stadtzentrum und vor allem rund um die (nachgebaute) Stabkirche jedes Jahr ein Wikingerfest mit zahlreichen Aktionen statt.

Sport

Die Stadt besitzt auch einen Fußballverein FH Hafnarfjörður und den Verein Haukar Hafnarfjörður. Das Kaplakriki ist eine Mehrzweckanlage für Sportveranstaltungen.

Kunst

In Hafnarfjörður verbrachte der international renommierte Künstler Ólafur Elíasson seine Kindheit.

Wirtschaft und Infrastruktur

Hafnarfjörður verfügt über einen größeren Fischereihafen und einige Industrieanlagen.

Gleichzeitig ist Hafnarfjörður eine moderne Industriestadt, die nicht zuletzt wegen des Aluminiumwerks in Straumsvík vor ihren Toren etwa 15–20 % des landesweiten Exportertrages erwirtschaftet. Neben der Straße zwischen Reykjavík und dem Flughafen, der Reykjanesbraut, liegt westlich von Hafnarfjörður ein Industriekomplex mit auffälligen rotweißen Türmen. Wegen der günstigen Preise für elektrische Energie gibt es hier in Straumsvík seit 1969 eine Aluminiumfabrik (→ Schmelzflusselektrolyse). Alle Rohstoffe werden importiert. Ein zweites Werk dieser Art entsteht in Reyðarfjörður an der Ostküste Islands.

Verkehr

Die Stadt ist über die Straße 41 an den Hringvegur, die wichtigste isländische Verkehrsader, angebunden. Westlich der Stadt liegt der Flughafen Keflavík.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Innerhalb Islands besteht eine Städtepartnerschaft mit Akureyri.

Hafnarfjörður ist Mitglied des Städtebundes Neue Hanse.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vgl. Städtepartnerschaften auf der Website der Stadtverwaltung von Hafnarfjörður (isländisch); Zugriff: 3. August 2014.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hafnarfjörður (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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