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Hürtgenwald


Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Hürtgenwald. Für den gleichnamigen Forst, siehe Hürtgenwald (Forst).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: DürenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 88,05 km²
Einwohner: 8780 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 52393
Vorwahl: 02429
Kfz-Kennzeichen: DN, JÜL, MON, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 58 016
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
August-Scholl-Straße 5
52393 Hürtgenwald
Webpräsenz: www.huertgenwald.de
Bürgermeister: Axel Buch (CDU)
}

Hürtgenwald ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Düren.

Geografie

Lage

Die Gemeinde liegt im Nationalpark Eifel in der Rureifel und im Naturpark Nordeifel. Der höchste Punkt im Gemeindegebiet ist am Forsthaus Jägerhaus am Langschoß auf 566 m ü. NHN , der niedrigste zwischen Gey und Birgel auf 170 m Höhe.

Nachbargemeinden

im Kreis Düren

in der Städteregion Aachen

Gemeindegliederung

Die Ortsteile Simonskall und Vossenack sind als Erholungsorte anerkannt.

Geschichte

Im Mittelalter stand beim Ortsteil Bergstein auf dem Burgberg als ehemalige Reichsburg die Burg Berenstein, die nur noch als Burgstall zu erkennen ist. Aktuell stehen dort der Aussichtsturm Krawutschketurm sowie ein Bunker des im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) angelegten Westwalls. In diesem Krieg fand vom 6. Oktober 1944 bis zum 10. Februar 1945 im Gemeindebereich um Vossenack und Hürtgen die Schlacht im Hürtgenwald statt. Während keine Seite unmittelbare strategische Erfolge erzielen konnte, zählt die Schlacht zu den schwersten Kämpfen im Westen Europas in der Endphase des Krieges. Im Rahmen der Schlacht gab es Schätzungen zufolge insgesamt rund 24.000 Tote.

Der Name Hürtgenwald bezog sich bis zu diesen Ereignissen lediglich auf das staatliche Forstamt. Die US-amerikanische Bezeichnung des gesamten Gebietes mit „Huertgen Forest“ führte erst bei einer späteren Gebietsreform zum Namen „Hürtgenwald“.

Entstehung/Eingemeindungen

Aus dem im 19. Jahrhundert durch die Verschmelzung der Bürgermeistereien Straß und Bergstein entstandenen Amt Straß-Bergstein (Verwaltungssitz in Gey) ging am 1. Juli 1969 die Gemeinde Hürtgenwald hervor.[2]

Der § 9 des „Gesetzes zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Düren vom 24. Juni 1969“ sagt: „Die Gemeinden Bergstein, Brandenberg, Gey, Großhau, Hürtgen, Kleinhau und Straß (Amt Straß-Bergstein) werden zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen. Die Gemeinde erhält den Namen Hürtgenwald.“

Das Amt Straß-Bergstein umfasste die acht Gemeinden Bergstein (mit Zerkall), Brandenberg, Gey, Großhau, Hürtgen, Kleinhau, Straß-Langenbroich-Horm und Untermaubach-Bilstein.

Ab 1969 bestand das Amt Straß-Bergstein aus den Gemeinden Hürtgenwald und Untermaubach-Bilstein.

Am 1. Januar 1972 erfolgte die letzte kommunale Neugliederung durch das Aachen-Gesetz, wobei die Gemeinde Hürtgenwald um die ehemalige Gemeinde Vossenack (Kreis Monschau) vergrößert wurde.[3]

Politik

Sitzverteilung im Gemeinderat
      
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 62,14 % (2009: 67,87 %)
 %
50
40
30
20
10
0
48,37 %
26,81 %
8,39 %
9,24 %
4,62 %
2,56 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009[4]
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-7,26 %p
+7,79 %p
-2,58 %p
+2,13 %p
-0,44 %p
+2,56 %p
-2,2 %p
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Gemeinderat

Der Gemeinderat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Hürtgenwald. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt.[5]

Wappen und Banner

Der Gemeinde Hürtgenwald ist mit Urkunde des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 8. Dezember 1975 das Recht zur Führung eines Wappens, eines Siegels und einer Flagge verliehen worden.

Das Wappen ist ein dreigeteilter Schild: Auf grünem Grund ein goldgelber Göpel und je ein silberweißer Kiefernzapfen in den drei grünen Feldern.

Der Göpel teilt das Wappen auf, wodurch die Zusammensetzung von Hürtgenwald aus verschiedenen Ortschaften symbolisiert werden soll, die früher zu den Ämtern Straß, Bergstein und Simmerath gehörten. Die Zapfen verweisen auf die umliegenden Wälder, die das Landschaftsbild prägen.

Beschreibung des Banners:„Grün-Weiß-Grün im Verhältnis 1 : 4 : 1 längsgestreift mit dem etwas über die Mitte nach oben verschobenen Gemeindewappen.“[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Ehrenfriedhöfe im Hürtgenwald

Die beiden Ehrenfriedhöfe im „Hürtgenwald“ sind die Kriegsgräberstätte Vossenack bei Vossenack etwa 500 m hinter dem Ortsende an der Simonskaller Straße und die Kriegsgräberstätte Hürtgen bei Hürtgen etwa 500 m hinter dem Ortsende unmittelbar an der Bundesstraße 399, jeweils aus Richtung Düren gesehen.

Bauwerke

Wirtschaft und Infrastruktur

Maubacher Bleiberg

Von 1948 bis 1968 wurde neben dem Ort Horm im Maubacher Bleiberg Erzabbau betrieben. Später befand sich hier die Mülldeponie für den Kreis Düren.

Verkehr

Die Bundesstraße 399 durchzieht die Gemeinde von Nordosten nach Südwesten zwischen den Ortschaften Gey und Raffelsbrand, die Landesstraße 11 von Südosten nach Nordwesten zwischen den Gemeindeteilen Kleinhau und Zerkall.

Zerkall ist auch durch die Bahnstrecke Düren–Heimbach erschlossen.

Bildung

Persönlichkeiten

  • Arnold Poll (1925–2016), römisch-katholischer Priester und von 1980 bis 2000 Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“.

Literatur

  • Dieter Robert Bettinger, Hans-Josef Hansen, Daniel Lois: Der Westwall von Kleve bis Basel. Auf den Spuren deutscher Geschichte. Nebel Verlag, Eggolsheim, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage 2008, ISBN 978-3-89555-414-8.
  • Alexander Kuffner: Zeitreiseführer Eifel 1933–1945. Helios, Aachen 2007, ISBN 978-3-938208-42-7.
  • Hans-Josef Hansen (Hrsg.): Auf den Spuren des Westwalls. Helios Verlags- und Buchvertriebsgesellschaft Aachen, 2009, ISBN 3-925087-76-1.
  • Manfred Groß, Horst Rohde, Rudi Rolf: Der Westwall – Vom Denkmalwert des Unerfreulichen. Rheinland-Verlag GmbH Köln, 1997, ISBN 3-7927-1668-2.
  • Adolf Hohenstein und Wolfgang Trees: Hölle im Hürtgenwald. Triangel-Verlag, ISBN 3-922974-01-5.
  • Rainer Monnartz: Hürtgenwald 1944/45 – Militärgeschichtlicher Tourenplaner. Helios-Verlag Aachen, ISBN 978-3-938208-68-7.
  • Matthias Thömmes: Tod am Eifelhimmel. Helios Verlags- und Buchvertriebsgesellschaft Aachen, ISBN 3-933608-04-X.
  • Peter Többicke: Militärgeschichtlicher Reiseführer Hürtgenwald. Taschenbuch Verlag E. S. Mittler & Sohn GmbH Hamburg, ISBN 3-8132-0735-8.
  • Wolfgang Trees: Schlachtfeld zwischen Maas und Rhein. Triangel Verlag Aachen, ISBN 3-922974-05-8.
  • Robert Hellwig: „Gedenken und Mahnen“ Mahnmale in Hürtgenwald, Herausgeber: Geschichtsverein Hürtgenwald 2007 (38 Mahnmale mit Fotos und Text auf 56 Seiten).
  • Jobst C. Knigge: Hemingway und die Deutschen, Verlag Dr. Kovac Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4707-0.

Weblinks

 Commons: Hürtgenwald  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 98.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 307.
  4. Gemeinde Hürtgenwald. Kommunalwahlen 2009. 30. August 2009, abgerufen am 4. November 2014.
  5. Gemeinde Hürtgenwald. Europawahl / Kommunalwahlen 2014. 25. Mai 2014, abgerufen am 4. November 2014.
  6. Hauptsatzung der Gemeinde Hürtgenwald, § 2 Absatz. Abgerufen am 19. Dezember 2012.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hürtgenwald (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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