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Hörverlust


Hörverlust bezeichnet in der Audiologie eine Verringerung des Hörvermögens bei einem kranken Hörorgan im Vergleich zu einem gesunden. Der Hörverlust kann mit verschiedenen Methoden der Audiometrie bestimmt werden.

Ursachen

Der Hörverlust kann verschiedene Ursachen haben:

Albers-Schönberg-Krankheit, Alport-Syndrom, Alström-Syndrom, Bart-Pumphrey-Syndrom, Biotinidasemangel, Björnstad-Syndrom, Boenninghaus-Syndrom, Branchio-oto-renales Syndrom, Bristowe-Syndrom, Cockayne-Syndrom, Cogan-I-Syndrom, Diallinas-Amalric-Syndrom, DIDMOAD-Syndrom, DOOR-Syndrom, Eldridge-Berlin-McKusick-Money-Syndrom, Keratitis-Ichthyosis-Taubheitssyndrom, Escobar-Syndrom, Flynn-Aird-Syndrom, Frontometaphysäre Dysplasie, Herrmann-Aguilar-Sacks-Syndrom, Hutchinson-Trias, IVIC-Syndrom, Jervell- und Lange-Nielsen-Syndrom, Jeune-Tommasi-Freycon-Nivelon-Syndrom, Juberg-Marsidi-Syndrom, Keratoderma hereditarium mutilans, Keutel-Syndrom, Kniest-Dysplasie, Konigsmark-Hollander-Berlin-Syndrom, Kraniometaphysäre Dysplasie, Lermoyez-Syndrom, Hereditäres Lymphödem Typ 2 (Meige), Marshall-Syndrom, Mohr-Tranebjaerg-Syndrom, Morbus Menière, Muckle-Wells-Syndrom, Mukopolysaccharidose Typ II, Norrie-Syndrom, Nyssen-van-Bogaert-Syndrom, Osteogenesis imperfecta, Otodentales Syndrom, Oto-spondylo-megaepiphysäre Dysplasie, Pachyonychia congenita, Pendred-Syndrom, Perrault-Syndrom, DDOD-Syndrom, Rogers-Syndrom (Thiamine-responsive megaloblastic anemia syndrome), Rosenberg-Chutorian-Syndrom, Saldino-Mainzer-Syndrom, Van-Buchem-Syndrom, Stickler-Syndrom, Townes-Brocks-Syndrom und Usher-Syndrom

Anatomie

Die Ursache des Hörverlustes kann an verschiedenen Stellen liegen:

Nebenwirkungen

Der Hörverlust wird oft von anderen Symptomen begleitet:

Der Hörverlust kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Dies hängt jedoch sehr von der Ursache ab und kann nicht immer vorhergesagt werden. Ebenso hängen die Behandlungsmöglichkeiten stark von der Ursache ab.

Quantitative Bestimmung

Die präziseste Methode zur Ermittlung des Hörverlustes stellt die Gehörmessung mit der Anfertigung eines Tonaudiogramms dar. Für jedes Ohr wird dafür auf den verschiedenen Schallfrequenzen der Schalldruckpegel der Hörschwelle in dB HL (engl. hearing level), d.h. in Bezug zur Norm-Hörschwelle durchschnittlicher Normalhörender, ermittelt und aufgezeichnet. Diese Methode findet vor allem in der Hörgeräteakustik Verwendung zur Auswahl und Anpassung von Hörgeräten.

Für die Einordnung nach dem Schwerbehindertenrecht der Sozialgesetzgebung wird ein "Grad der Behinderung" amtsärztlich festgelegt, wobei weitere vorliegende Körperbehinderungen mit einbezogen werden können. Diese Zuordnung lässt sich daher nicht eindeutig mit einer definierten Schwelle des in einem Audiogramm festgestellten Hörverlust zur Deckung bringen.

Die World Health Organization hat ihrerseits eine rein auf Größenbereiche der physikalischen Messwerte der Hörschwellen basierende Klassifizierung in 5 Stufen mit "keine", "leichte", "mittlere", "schwere" und "sehr schwere" Hörverluste aufgestellt,[2] die in ähnlicher Weise und mit teils variierenden Messwert-Größen auch von anderen Organisationen und Betroffenen-Verbänden aufgenommen werden.[3][4][5]

Eine gröbere und alltagsgebräuchliche, Klassifizierung erfolgt, indem geringe bis mittelgradige Hörverluste als Schwerhörigkeit und hochgradige bis vollständige Hörverluste als Gehörlosigkeit bzw. Taubheit bezeichnet werden.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. :B. Leiber: Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Herausgegeben von G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger, 7. Auflage. Urban & Schwarzenberg 1990, ISBN 3-541-01727-9
  2. WHO Grad des Hörverlusts (PDF; 8 kB)
  3. "HNO-Ärzte im Netz"
  4. "schwerhoerigkeit.info" (Schweiz)
  5. Informationsblatt der Bundesjugend im DSB e.V.
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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hörverlust (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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