Hörbranz - LinkFang.de





Hörbranz


Hörbranz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 8,74 km²
 :
Höhe: 426 m ü. A.
Einwohner: 6.317 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 723 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6912
Vorwahl: 05573
Gemeindekennziffer: 8 02 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindauer Straße 58
6912 Hörbranz
Website: www.hoerbranz.at
Politik
Bürgermeister: Karl Hehle (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(27 Mitglieder)
11
7
6
2
1
11 
Lage der Marktgemeinde Hörbranz im Bezirk Bregenz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hörbranz ist eine Marktgemeinde mit 6317 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bregenz.

Geografie

Hörbranz liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz nördlich des Bodensees auf 426 Metern Höhe. 23,6 % der Fläche sind bewaldet. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Hörbranz. Hörbranz umgeben im Uhrzeigersinn die Gemeinden Hohenweiler, Möggers, Eichenberg und Lochau sowie (in Deutschland) Lindau am Bodensee und Sigmarszell.

Geschichte

Im Betzentobel stand in spätantiker Zeit ein Burgus. An der Römerstraße von Brigantium nach Cambodunum gelegen, diente er zum Schutz der Grenze. Als Liubilunaha wurde die Parzelle Leiblach erstmals 802 urkundlich erwähnt, die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsnamens datiert auf 1226 als Herebrandeswiler. 1523 kam Hörbranz mit einem Teil von Bregenz zu Österreich.

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Hörbranz seit der Gründung 1861. Der Ort war von 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Am 6. Juli 2008 wurde Hörbranz zur Marktgemeinde ernannt.[1]

Zur Geschichte des Heilbades siehe Bad Diezlings.

Bevölkerungsentwicklung

Einschließlich der Zweitwohnsitze wurden am 31. Dezember 2002 6481 Einwohner gezählt, wobei der Ausländeranteil bei 11,6 % lag. Am 1. Jänner 2016 waren es insgesamt 6317 Einwohner.

Politik

Die Gemeindevertretung von Hörbranz besteht aus 27 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungswahl 2015 entfallen davon 11 auf die ÖVP, 7 auf die FPÖ, 6 auf die Grünen 3 Sitze, 2 auf die SPÖ und 1 auf die NEOS.

Bürgermeister der Gemeinde ist Karl Hehle (ÖVP). Er musste bei der Bürgermeister-Direktwahl 2015 in einer Stichwahl gegen den FPÖ-Kandidaten Josef Siebmacher antreten, nachdem im ersten Wahlgang keiner der beiden eine absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Bei der Stichwahl wurde Hehle mit 56,25 Prozent der Stimmen klar im Amt bestätigt.[2]

Wappen

Die Gemeinde Hörbranz hatte bis 1935 kein Wappen geführt. Am 28. Oktober 1935 erhielt die Gemeinde Hörbranz von der Vorarlberger Landesregierung ein Gemeindewappen verliehen. Als historische Grundlage für das neue Gemeindewappen wurde der Name des ersten alemannischen Siedlers dieser Gegend, Herebrand, gewählt, der in seinem Namen angedeutete habe: "Heeres-Schwert". Dies wurde die heraldisch dominierende Figur für das Wappen. Es zeigt das Wappen ein silbernes Schwert mit goldenem Griff in rotem Schrägrechtsbalken auf goldenem, damaszierten Schild. Dabei wurde die Farbgebung durch allgemein heraldische und ästhetische Erwägungen bestimmt. Das Rot und das Schwert drückt somit nicht ein in der Gemeinde früher bestandenes Recht der Blutgerichtsbarkeit aus. Die Anlehnung an den Namen Herebrand soll auch auf die wiederholten kriegerischen Ereignisse hinweisen, die sich im Lauf der Jahrhunderte auf dem Boden der Gemeinde Hörbranz abgespielt haben.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hörbranz

Bauwerke

Salvatorkolleg

Pater Franziskus Maria vom Kreuze Jordan gründete 1893 den Orden der Salvatorianer und Salvatorianerinnen als Marienkolleg. Der Schweizer Architekt August Hardegger errichtete das Hauptgebäude des Salvatorkollegs zwischen 1896 und 1906 im Stil des Historismus. Der Campanile-artige Turm und die beiden Eckturmrisalite geben dem Bauwerk einen mediterranen Akzent. Die Einrichtung wurde seit 1896 bis 1979 als Gymnasium mit Schülerheim bzw. Internat genutzt und ist heute kirchliche Bildungsstätte und Begegnungshaus. Seit 1981 ist hier auch das Internat für die Schülerinnen der Landesberufsschule für das Gastgewerbe Lochau untergebracht. Im Ersten Weltkrieg als Lazarett genutzt, war es von 1938 bis 1945 Kaserne, zuletzt Sammellager für Kriegsgefangene.

Schloss Halbenstein

Im Ortsteil Backenreute befinden sich am Zugangsweg zur Ruggburg die minimalen Reste des ehemaligen Schlösschens Halbenstein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 101 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 763 Beschäftigten und 58 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 2.686.
Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 55,9 %.

Bildung

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 652 Schüler. In Hörbranz gibt es zudem fünf Kindergärten.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Benedikt Bilgeri: Hörbranz. Eine flur- und siedlungsgeschichtliche Untersuchung, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 67. Jg. 1940, S. 197–255 (Digitalisat )

Weblinks

 Commons: Hörbranz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Panorama vom Pfänder

Einzelnachweise

  1. Hörbranz wurde zur Marktgemeinde erhoben (6. Juli 2008)
  2. Hehle konnte sich in Hörbranz behaupten . Artikel auf vorarlberg.ORF.at vom 29. März 2015.
  3. Quelle: Gemeinde Hörbranz - Aus der Geschichte - Wappen .

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hörbranz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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