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Höheinöd


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: SüdwestpfalzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Waldfischbach-Burgalben
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 10,87 km²
Einwohner: 1261 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66989
Vorwahl: 06333
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 022
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedhofstraße 3
67714 Waldfischbach-Burgalben
Webpräsenz: www.hoeheinoed.de
Ortsbürgermeister: Lothar Weber (SPD)
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Höheinöd ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben an.

Geographie

Der Ort liegt auf der Sickinger Höhe. Im Norden befindet sich Hermersberg, im Osten Waldfischbach-Burgalben und südlich liegt Thaleischweiler-Fröschen. Zu Höheinöd gehört auch der Wohnplatz Steinerbrücke.[2]

Geschichte

Mittelalter

Die älteste erhaltene Erwähnung von Höheinöd stammt von 1295. Das Dorf war ein zwischen den Grafschaften Zweibrücken-Bitsch und Leiningen-Dagsburg gemeinsames Kondominat. In Zweibrücken-Bitsch gehörte es zum Amt Lemberg und dort zur Amtsschultheißerei Fröschen.[3]

Frühe Neuzeit

1570 verstarb Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) als letztes männliches Mitglied seiner Familie. Das Amt Lemberg erbte seine Tochter, Ludovica Margaretha von Zweibrücken-Bitsch, die mit dem (Erb-)Grafen Philipp (V.) von Hanau-Lichtenberg verheiratet war. Ihr Schwiegervater, Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg, gab durch die sofortige Einführung des lutherischen Bekenntnisses dem streng römisch-katholischen Herzog Karl III. von Lothringen Gelegenheit, militärisch zu intervenieren, da dieser die Lehnshoheit über die ebenfalls zum Erbe gehörende Herrschaft Bitsch besaß. Im Juli 1572 besetzten lothringische Truppen die Grafschaft. Da Philipp IV. der lothringischen Übermacht nicht gewachsen war, wählte er den Rechtsweg. Beim anschließenden Prozess vor dem Reichskammergericht konnte sich Lothringen hinsichtlich der Herrschaft Bitsch durchsetzen, das Amt Lemberg dagegen – und somit auch der hanau-lichtenbergische Teil von Höheinöd – wurde der Grafschaft Hanau-Lichtenberg zugesprochen.

1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Aufgrund der Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch der Hanauer Anteil an Höheinöd – nach dort. Der bis 1791 Leining’sche Anteil gehörte anschließend denen von Sickingen.[4]

Neuzeit

Im Zuge der Französischen Revolution wurde 1794 das linke Rheinufer im Ersten Koalitionskrieg besetzt. Höheinöd wurde französisch. Von 1798 bis 1814 gehörte Höheinöd zum Kanton Waldfischbach im Departement Donnersberg.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu Österreich und wurde 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags an das Königreich Bayern abgetreten, wo es zum Rheinkreis gehörte[5] und hier zum Landkommissariat Pirmasens, ab 1862 zum Bezirksamt Pirmasens und seit 1939 zum Landkreis Pirmasens, der 1997 in Landkreis Südwestpfalz umbenannt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Höheinöd innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des Regierungsbezirks Pfalz im damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Höheinöd, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6][1]

Jahr Einwohner
1815 675
1835 798
1871 755
1905 934
1939 1.233
1950 1.369
Jahr Einwohner
1961 1.480
1970 1.564
1987 1.416
1997 1.352
2005 1.258
2014 1.261

Religion

2013 waren 61,1 % der Einwohner evangelisch und 24,4 % katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[7]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Höheinöd besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU FWG WGR Gesamt
2014 10 6 16 Sitze
2009 9 2 3 2 16 Sitze
2004 7 3 3 3 16 Sitze

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In geviertem Schild oben rechts in Blau ein rotbewehrter silberner Adler, oben links in Gold ein blaubewehrter und -bezungter roter Löwe, unten rechts in Gold drei rote Sparren, unten links in Schwarz fünf silberne Bollen 2:1:2“.

Es wurde 1962 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

Durch den Ort führt die Landesstraße L 474. Über die nahegelegene Auffahrt Parkplatz Sickingerhöhblick der A 62 besteht Anschluss an den Fernverkehr.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz . Speyer 1870.
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

Weblinks

 Commons: Höheinöd  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014 , Seite 109 (PDF; 2,4 MB)
  3. Knöpp, S. 9; Matt, S. 9.
  4. Knöpp, S. 9.
  5. Beamtenverzeichniß .
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. KommWIS, Stand: 31. Dezember 2013
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Höheinöd (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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