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Gymnasium Philippinum Weilburg


Gymnasium Philippinum Weilburg
Schulform Gymnasium
Gründung 1540
Adresse

Lessingstraße 33

Ort Weilburg
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten
Träger Landkreis Limburg-Weilburg
Schüler ca. 1000
Lehrkräfte 127
Leitung Stefan Ketter[1]
Website www.philippinum-weilburg.de

Das Gymnasium Philippinum Weilburg ist ein Gymnasium in Weilburg. Es ist eines der ältesten noch bestehenden Gymnasien in Hessen.

Geschichte

1540 ursprünglich als Lateinschule gegründet, wurde die Einrichtung im Jahre 1764 zum Gymnasium Philippinum Weilburg erhoben. 1780 erfolgte der Umzug in das neu erstellte Schulgebäude in der Weilburger Innenstadt. Entworfen wurde das repräsentative Gebäude im Jahre 1776 durch Friedrich Ludwig Gunkel im Louis-seize-Stil.

Seinen Namen erhielt das Gymnasium Philippinum von Philipp III. von Nassau-Weilburg, den es aber erst seit 1950 offiziell trägt. In den 1920er Jahren wurden erstmals auch Mädchen an der Schule aufgenommen. Das Gebäude trägt mittlerweile den Namen altes Gymnasium und beherbergt seit 1967 die Kreis- und Stadtbücherei Weilburg.

Nachdem die Räumlichkeiten in der Weilburger Innenstadt für die Anforderungen eines modernen Schulbetriebes nicht mehr geeignet waren, wurde am Stadtrand in der Lessingstraße ein Neubau samt Sporthalle errichtet, der 1965 bezogen wurde. In den 1970er Jahren wurde ein zusätzlicher Pavillon errichtet, da auch das neue Gebäude zunehmend an Platzmangel litt. Der östlich des Philippinums Anfang der 1980er Jahre gebaute Neubau („Spielmannbau“), ursprünglich für die Christian-Spielmann-Grundschule vorgesehen, wurde dem Philippinum unmittelbar nach der Fertigstellung angegliedert. Seit 1982 waren die Jahrgänge 5 und 6 in die benachbarte Heinrich-von-Gagern-Schule ausgelagert. 1995 erfolgte der Abriss des Pavillons und der Bau eines zweigeschossigen Neubaus für die an die Gagernschule ausgelagerten Jahrgänge. Seit 2009 findet eine Komplettsanierung des Gebäudes und eine Erweiterung um ein Gebäude für die Naturwissenschaften und die Mensa statt.

Arbeitsgemeinschaften und außerschulische Aktivitäten

Neben dem regulären Schulbetrieb gibt es noch eine Reihe außerschulischer Arbeitsgemeinschaften (AGs). Neben der Bio-AG, welche unter anderem eine Imkerei betreibt, gibt es beispielsweise die Homepage-AG oder das Philippinum-Orchester, das im Mai 2013 beim 2. Hessischen Schulorchesterwettbewerb den 2. Preis gewann.

Der Oberstufen- und Ehemaligenchor des Philippinums hatte neben drei Fernsehauftritten schon Aufführungen im regulären Programm am Konservatorium in Luxemburg.

Schulleiter [2]

  • 1540–1542 Jost Syringus (Pfeifer)
  • 1543–1559 Johann Jacob Charisius
  • 1559–1562 Anton Moser
  • 1568–1576 Konrad Heister
  • 1576–1583 Johann Fabricius Lindanus
  • 1588–1593 Michael Schweicker
  • 1593–1596 Erasmus Ortlett
  • 1595–1600 Konrad Flick
  • 1600–1604 Erasmus Reinhardt
  • 1607/8-1610 Heinrich Noll/Nold
  • 1610–1611 (?) Philipp Stipp (oder Stapp)
  • 1612–1621 Eberhard Hesperger (kein Rektor; mit Leitung beauftragt)
  • 1621–1635 Johann Philipp Faber
  • 1648–1650 Johann Reinhard Medicus
  • 1650–1652/3 Konrad Slüter/Schlüter
  • 1652/3–1655 Janusz Chyträus
  • 1655–1656 Heinrich Christoph Kirchner
  • 1657–1661 Johann Heinrich Wrexius (Wrex)
  • 1661 Johann Kaspar Georgi
  • 1661–1667 Johann David Hell
  • 1667–1685 Johann Casimir Weinrich
  • 1685–1714 Johann Nikolaus Schlosser
  • 1714–1716 Johann Andreas Liebrich
  • 1716–1720 Johann Friedrich Heß
  • 1720–1737 Philipp Casimir Schlosser
  • 1737–1760 Johann Friedrich Kramer
  • 1761–1776 Johann Philipp Ostertag
  • 1776–1816 Joh. Anton Philipp Schellenberg
  • 1817–1828 Christian Wilhelm Snell
  • 1828–1840 Friedrich Traugott Friedemann
  • 1840–1858 Georg Wilhelm Metzler
  • 1858–1875 Heinrich Ludwig Schmitt
  • 1875–1892 Emanuel Bernhardt
  • 1892–1910 Siegmund Paulus
  • 1910–1913 Karl Euler
  • 1913–1924 Albert Marxhausen
  • 1924–1931 Paul Rüttgers
  • 1931–1945 Friedrich Fenner
  • 1945–1949 Hermann Schlitt
  • 1949–1957 Heinrich Schwing
  • 1957–1981 Ortwin Brodt
  • 1982–2005 Hans-Helmut Hoos
  • 2005–2015 Dietrich Heese [3]
  • 2015-2016 Renate Geil (kommissarisch)
  • seit 2016 Stefan Ketter (kommissarisch) [4]

Personen

Bekannte Lehrer

  • Johann Philipp Krebs, Konrektor ab 1800, Verfasser des Antibarbarus der lateinischen Sprache (1. Aufl. Ffm 1834; letzter Nachdruck [der 7. Auflage, bearb. v. J.H. Schmalz, Basel 1905] Darmstadt [Wiss. Buchgesellschaft] 1984)
  • Friedrich Gottlieb Schulz, Konrektor ab 1843 (war auch Schüler; Abitur 1832), Abgeordneter der Deutschen Nationalversammlung
  • Alfred Fleckeisen, 1846–1851 Kollaborator; Altphilologe, u.a. Herausgeber der Jahrbücher für Philologie („Fleckeisens Jahrbücher“, Plautus- und Terenz-Editionen)
  • Heinrich Wilhelm Stoll, 1852–1884 am Weilburger Gymnasium, seit 1859 als Professor; Altphilologe, u.a. Beiträge zum „Roscher“ und Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft; Bilder aus dem altrömischen Leben, Leipzig 1877, ND Leipzig 1983.
  • Philipp Braun, 1884–1888, Altphilologe
  • Wilfried Kuhn, 1957–1967, Mathematik- und Physiklehrer; danach Wissenschaftshistoriker und Physikdidaktiker, Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Bekannte Schüler

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Website der Schule: "Wer ist wer am Gymnasium Philippinum" abgerufen am 7. Februar 2016
  2. Wilnaburgia: Ein Streifzug durch 90 Jahre Geschichte von Schule und Verein. 2011; S. 20 ff. mit Bildern (pdf; 7,66 MB).
    Kurt Weber: Die Rektoren und Direktoren des Gymnasiums zu Weilburg 1540 – 1990: Leben und Wirken. Limburg/Lahn: Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, 1990, DNB 900877758 .
  3. Abschied von Heese . In: Neue Nassauische Presse, 23. Juli 2015. Abgerufen am 24. Juli 2015.
  4. Ketter ist neuer Direktor . In: Neue Nassauische Presse, 2. Februar 2016. Abgerufen am 7. Februar 2016.

Kategorien: Comenius-Projektschule | Gymnasium in Hessen | Bauwerk im Landkreis Limburg-Weilburg | Weilburg | Schule nach Namensgeber

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gymnasium Philippinum Weilburg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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