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Gutenberg (Petersberg)


Gutenberg
Gemeinde Petersberg
Höhe: 100 m
Fläche: 4,11 km²
Einwohner: 1244 (30. Jun. 2005)
Bevölkerungsdichte: 303 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2006
Eingemeindet nach: Götschetal
Postleitzahl: 06193
Vorwahl: 034606

Lage von Gutenberg in Petersberg (Saalekreis)

Gutenberg ist ein Dorf im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland). In dem Ort leben 1.244 Einwohner (Stand: 30. Juni 2005). Die ehemals selbständige Gemeinde war seit dem 1. Juli 2006 ein Ortsteil der Gemeinde Götschetal.[1] Seit dem 1. Januar 2010 gehört Gutenberg zur Einheitsgemeinde Petersberg.[2]

Geografie

Geografische Lage

Gutenberg liegt vier Kilometer nördlich von Halle (Saale) auf 114 m Seehöhe in einem Seitental der Götsche an der Verbindungsstraße von Halle (Saale) nach Köthen.

Geschichte

Der ursprüngliche germanische Name der Ansiedlung Godeberg wurde im 7. Jahrhundert von vordringenden westslawischen Stämmen, welche sich selbst als Sorben bezeichneten, als „Guter Berg“ in Thobrogora abgewandelt. Sowohl von den frühen germanischen als auch den slawischen Besiedlern wurden u.a. Urnen und Wallreste (Kirchberg) in der Ortslage Gutenberg gefunden.

Unter Heinrich I. wurden die östlich der Saale liegenden Gebiete erobert, 952 wurde Gutenberg als Dobrogora reichsunmittelbares Gut im Besitz des Gaugrafen Billung. Am 23. Oktober 966 wurde Brogora mit östlich davon liegenden Gütern (Niemberg, Brachstedt und Oppin) von Otto I. dem Kloster Moritz in Magdeburg zugeschlagen, welches zwei Jahre später zum Erzstift werden sollte.

Für das 13. und 14. Jahrhundert finden zeitweilig jene von Gutenberg Erwähnung, deren Wohnsitz u.U. eine nicht mehr existente Wasserburg am Schlossberg war. Nach dem Aussterben derer von Gutenburg wechselten die Güter mehrmals den Besitzer, 1467 wurde z. B. die Familie von Hacke mit Besitz in Gutenberg belehnt. Gutenberg gehörte zum Amt Giebichenstein im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg. Mit dessen Angliederung an Preußen gehörte der Ort ab 1680 zum brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg.[3]

Im 17. Jahrhundert trat die Pest erstmals in Gutenberg auf, zwischen Februar und Dezember 1611 starben 162 Menschen, ungefähr die Hälfte der damaligen Bevölkerung. Auch für 1626 und letztmals 1636 sind 68 bzw. 61 Pestopfer belegt. Im Dreißigjährigen Krieg litt der Ort wiederholt unter Einquartierungen und Verwüstungen. Im Jahre 1759 wurde das Dorf im Verlauf des Siebenjährigen Kriegs von österreichischen und württembergischen Truppen geplündert. Zudem wurde Gutenberg eine hohe Kontribution auferlegt.

Mit dem Frieden von Tilsit wurde Gutenberg im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Es gehörte zum Kanton Neumarkt.[4] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Gutenberg 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[5]

Politik

Bürgermeister

Letzter ehrenamtlicher Bürgermeister war der parteilose Hans Hauke (14. September 2003 - 30. Juni 2006).

Wappen der ehemaligen Gemeinde

Blasonierung: „In Silber eine von je einem steigenden grünen Platanenblatt beseitete birnenförmige grüne Spitze, vom unteren Schildrand aus belegt mit einem schwarz strukturierten silbernen Feldsteinturm mit Satteldach und eckigem spitzen Türmchen sowie zwei schwarzen Doppelbogen-Fenstern nebeneinander über zwei kleineren rechteckigen schwarzen Fenstern untereinander.“

Die Farben der Gemeinde waren – abgeleitet vom Wappen – Grün - Silber (Weiß).

Flagge

Die Gemeinde Gutenberg führte eine Flagge: Grün-Silber (Weiß) gestreift (Hissflagge: Streifen senkrecht, Querflagge Streifen waagerecht verlaufend) mit dem aufgelegten Wappen der Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Die Saalkreis-Kunstgalerie befindet sich in Gutenberg.

Bauwerke

Die Gutenberger Kirche wurde im frühgotischen Baustil auf einem Berg erbaut, der sich 25 m über die Talsohle erhebt. Die Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und weist eine Innentür mit schmiedeeisernen Beschlägen aus dem Jahr 1769 auf.[6]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2006
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  3. Erwähnung des Orts im Buch "Geographie für alle Stände", S.125
  4. Beschreibung des Saale-Departements
  5. Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Britta Schulze-Thulin: Wanderführer für Mitteldeutschland, Halle (Saale) 2005, S. 22.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gutenberg (Petersberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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