Gutach im Breisgau - LinkFang.de





Gutach im Breisgau


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: EmmendingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 24,77 km²
Einwohner: 4294 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 173 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79261
Vorwahlen: 07685, 07681
Kfz-Kennzeichen: EM
Gemeindeschlüssel: 08 3 16 014
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 33
79261 Gutach im Breisgau
Webpräsenz: www.gutach.de
Bürgermeister: Urban Singler
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Gutach im Breisgau ist eine Gemeinde im Elztal im Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg. Sie liegt am Übergang des Breisgau zum Schwarzwald, rund 20 Kilometer nordöstlich von Freiburg im Breisgau.

Geografie

Geografische Lage

Gutach liegt im Bereich einer Talspinne der Elz, eines rechten Nebenflusses des Rheins. Diesem südwestlich fließenden Hauptgewässer der Gemeinde läuft von Südosten die Wilde Gutach zu und aus dem Nordnordwesten der kleinere Siegelbach. Das Gemeindegebiet erstreckt sich sichelförmig von seiner Ostspitze auf dem Gipfel des Hörnlebergs (905,2 m ü. NN ) über die genannte Talspinne mit dem nördlichsten Ausläufer des Kandel, vor allem das Siegelbachtal und zuletzt zwei Obertäler höherer Elzzuflüsse nordwärts. Der mit Abstand höchste Punkt ist der Gipfel des Hörnlebergs, der mit etwas unter 280 m ü. NN tiefste liegt am Ausfluss der Elz. Die größten Orte sind der namengebende Hauptort im weiten unteren Elztal, Bleibach im Taltrichter der Wilden Gutach und Siegelau im Siegelbachtal, die kleinste der nur drei dörflichen Siedlungen. Daneben verteilen sich etliche weitere Weiler, Zinken, Siedlungsplätze und Einzelhöfe vor allem über das Talsystem des Siegelbachs.

Nachbargemeinden

Die unmittelbar angrenzenden Gemeinden sind elzabwärts und im Südwesten Waldkirch mit seinen Ortsteilen Siensbach und Kollnau, im Westen Freiamt, im Norden Biederbach, im Nordosten Elzach, elzaufwärts und im Nordosten Winden im Elztal sowie im Südosten Simonswald.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Gutach im Breisgau ist in die Ortsteile Bleibach, Gutach und Siegelau gegliedert. Die Ortsteile sind räumlich identisch mit den früheren Gemeinden gleichen Namens.[2]

  • Zur Teilgemarkung Bleibach gehören der obere Abschnitt des Elzstals in der Gemeinde und die beidseitigen Randhöhen, links weit bis hinauf auf den Hörnleberg. In ihm liegen das Dorf Bleibach, der Weiler Kregelbach und der eine Teil des Weilers Stollen sowie die Wohnplätze Berghaus und Bergwerk.
  • Zur Teilgemarkung Gutach, der südwestlich davon anschließt und den unteren Abschnitt des Elzstals in der Gemeinde umfasst, gehören das Dorf Gutach im Breisgau, der Weiler Ottensteg, der andere Teil des Weilers Stollen und das Gehöft Riedern. Hier liegt wohl auch die Wüstung Glashof, auf die ein Flurname hindeutet.
  • In der bei weitem flächengrößten Teilortgemarkung Siegelau finden sich das Dorf Siegelau, die Weiler Mußbach, die Zinken Dobel, Gescheid, Obertal und Untertal, die Höfe Eckleberg und Zinken und der Wohnplatz Schwarzenberg – diese alle im Einzugsgebiet des Siegelbachs – sowie der Weiler Oberspitzenbach im Obertal des Spitzenbachs, der direkt und oberhalb des Gemeindegebietes in die Elz mündet.

Auf der Gutacher Teilortgemarkung liegt wohl auch die Wüstung Glashof, auf die ein Flurname hindeutet.[3]

Geschichte

Der Ortsteil Bleibach wurde erstmals im Jahr 1178 in einer päpstlichen Bulle Alexanders II. als Besitztum des Klosters St. Margareta zu Waldkirch als Plybach erwähnt. Von einer Kirche in Bleibach war erstmals 1350 als Filiale der Pfarrei St. Peter in Waldkirch die Rede.

Siegelau wurde erstmals 1251 als Sigilnowe urkundlich erwähnt. Im Jahr 1360 wurde dann von einer Kirche im Ort berichtet.

Die erstmalige urkundliche Erwähnung Gutachs findet sich im Jahr 1309 in einem topografischen Wörterbuch als Guota. 1315 kam Gutach zusammen mit Bleibach und Siegelau in den Besitz der Schwarzenberger auf Kastelberg. Von einer Kapelle in Gutach wurde erst 1699 berichtet.

Im 16. Jahrhundert wurden die Gemeinden Gutach, Bleibach und Siegelau vorderösterreichisch. Sie gehörten zur Landgrafschaft Breisgau, bis sie 1805 dem Großherzogtum Baden zugeschlagen wurden.

Den Namenszusatz „im Breisgau“ führt Gutach im Breisgau seit dem 27. Juni 1961. Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1974 durch Vereinigung der Gemeinden Gutach im Breisgau, Bleibach und Siegelau neu gebildet.

Politik

Bis zu den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 1999 galt die unechte Teilortswahl; die Ortsteile bildeten zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung.

Gemeinderat

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wurden folgende Ergebnisse erzielt:[4]

CDU 32,1 % 4 Sitze − 1
Freie Wähler 47,8 % 7 Sitze ± 0
Ökologische Liste 20,1 % 3 Sitze + 1

Städtepartnerschaften

  • Seit 1997 besteht eine offizielle Partnerschaft zwischen Elzach, Gutach, Simonswald und Waldkirch mit dem englischen Worthing in Sussex.
  • Am 13. Juni 2002 wurde die innerdeutsche Partnerschaft mit dem sächsischen Ort Grumbach im Erzgebirgskreis besiegelt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben mittelständischen Industrieunternehmen und dem Tourismus mit Gastronomie ist die Landwirtschaft bedeutendster Wirtschaftsfaktor. Insbesondere der Ortsteil Siegelau mit seinen Weilern Oberspitzenbach, Schwarzenberg, Eckleberg, Gscheid, Obertal, Untertal, Dobel und Mußbach ist bäuerlich-dörflich geprägt.

Verkehr

Die Gemeinde ist über die Bundesstraße 294 (BrettenGundelfingen) an das Oberzentrum Freiburg im Breisgau (21 km bis zur Stadtmitte) angebunden. Die Bundesautobahn 5 (BaselKarlsruhe) ist ortsdurchfahrtsfrei in 20 km zu erreichen.

Die Elztalbahn (ElzachFreiburg im Breisgau), auf der die Breisgau-S-Bahn die Bahnhöfe Gutach und Bleibach bedient, und mehrere Linien des Südbadenbus binden Gutach an den öffentlichen Nahverkehr an.

Ansässige Unternehmen

  • Gütermann ist einer der größten Hersteller von Näfäden und Garn. Mit über 350 Beschäftigten in Gutach ist der Betrieb einer der größten im Elztal.
  • Die Elztalbrennerei Georg Weis ist einer der größten Hersteller von Branntwein in Deutschland.
  • Die Wasserkraft Volk AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von kleinen und mittleren Wasserkraftanlagen.

Tourismus und Freizeit

Gutach liegt im Naturpark Südschwarzwald, dem größten Naturpark Deutschlands. Die Ortsteile Siegelau, Oberspitzenbach sowie das als staatlicher Erholungsort anerkannte Bleibach sind beliebte Wanderziele bei Touren durch den Naturpark.

Gutach ist Mitglied im Tourismusverband „ZweiTälerLand“, der sich um die touristische Vermarktung der Gemeinden des Elztales und des Simonswälder Tales bemüht. Dafür wurde am 1. Januar 2000 die Elztal & Simonswäldertal Tourismus GmbH & Co. KG gegründet. Gesellschafter sind neben Gutach fünf weitere Gemeinden, die entsprechend ihrer Einwohner- und Übernachtungszahlen die Gesellschaft finanzieren. Der drei Kilometer lange Walderlebnispfad am Hörnleberg im Ortsteil Bleibach ist eine Mischung aus Lehrpfad und „Ökorallye“, der auf spielerische Weise über alle Sinne Wissen über das Ökosystem Wald vermitteln soll.

Der Golfclub Gütermann Gutach und ein Freibad mit Beachvolleyballfeld ergänzen das Freizeitprogramm.

Bildung

In Gutach besteht eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, außerdem gibt es im Ortsteil Bleibach ebenfalls eine Grundschule. Für Kinder mit Lernschwierigkeiten ist die Elztal-Schule in Bleibach als Förderschule zuständig.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die Kirche St. Georg in Bleibach ist – nicht nur – für kunsthistorisch Interessierte sehenswert. Der eigenwillige Bau vereinigt fünf Stil- und Bauepochen vom späten Mittelalter bis in die Moderne, die der Kirche mit dem letzten Umbau 1978 ein ganz neues Gesicht gegeben hat. Durch die Kirche gelangt man in das im süddeutschen Raum seltene Beinhaus mit dem noch vollständig erhaltenen Bleibacher Totentanz aus dem Jahre 1723, dem u. a. der Basler Totentanz als Vorbild gedient hat.[5]

Auf dem Friedhof befindet sich das zum Teil in Betonwerkstein erstellte achteckige Kolumbarium der Familie Gütermann. In ihr ist unter anderem Horst Gütermann bestattet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Gustav Fimpel (1895–1965), Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter

Ehrenbürger

  • Adolf Hirtler, erster Pfarrer in Gutach, 1963[6]
  • Horst Gütermann, 2002.
  • Alex P. Gütermann, 2002.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Gutach im Breisgau vom 23. Oktober 2001 (PDF; 399 kB)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2, S. 252–254.
  4. Website Gutach: Politik, Wahlen
  5. Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. „Muos ich doch dran – und weis nit wan“. Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0, S. 234ff.
  6. Kirchliche Mitteilungen aus den Pfarrgemeinden, in Mitteilungsblatt der Gemeinde Gutach, Nr. 29/2005 , S. 8

Weblinks

 Commons: Gutach im Breisgau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Emmendingen | Gutach im Breisgau | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gutach im Breisgau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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