Gurnigel - LinkFang.de





Gurnigel


Pass Gurnigel

Auf der Gurnigelstrasse (Kanton Bern) kurz vor der Wasserscheidi; im Hintergrund links der Gantrisch (von Norden)

Himmelsrichtung Nordost Südwest
Passhöhe 1'608 m ü. M.
Kanton Bern
Talorte Dürrbach Sangernboden
Ausbau Passstrasse
Erbaut 1920er-Jahre
Sperre keine
Profil
Ø-Steigung 8 % (786 m / 9,8 km) 5,3 % (632 m / 12 km)
Max. Steigung 12,3 % 10 %
Karte (Bern )
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Der Gurnigel ist ein markanter Hügelzug und ein Pass im Kanton Bern in der Schweiz.

Der Hügel

Der von weither sichtbare Ober-Gurnigel (1'548 m ü. M. ) trägt einen der ältesten Namen der Region, der auf das lateinische corniculum «Hörnchen» zurückgeführt wird. Als Aussichtspunkt war der Gurnigel schon im 19. Jahrhundert bei den Kurgästen des Gurnigelbades beliebt, und verschiedene Künstler zeichneten Panoramen von dort aus. Der Ober-Gurnigel ist nur zu Fuss in rund einer halben Stunde von der Passstrasse beim Berghaus (1'594 m ) aus via Gurnigelberghütte (1'535 m ) erreichbar.

Weitere Erhebungen des Hügelzuges sind der Selibüel (1'750 m ) und der Zigerhubel (1'620 m ). Gegen Nordwesten senkt sich der Hügelzug zum Schwarzwasser, gegen Südosten zur Gürbe. Im Süden bildet die Wasserscheidi (1'584 m ü. M. ) den Übergang zur Stockhornkette. Der Gurnigel ist Teil der Gantrischregion.

Der Gurnigel besteht aus schiefrigem Flyschgestein.

Der Pass

Die über den Hügelzug führende Strasse beginnt im Weiler Dürrbach (828 m ) bei Riggisberg. Etwa auf halber Höhe liegt das einst weitherum bekannte Hotel Gurnigelbad (1'155 m ). Dieser Teil der Strasse ist der älteste und wurde 1872 auf Initiative des damaligen Hotelbesitzers Johann Jakob Hauser ausgebaut.

In den 1920er-Jahren erfolgte der weitere Ausbau über Berghaus (1'594 m ), Stierenhütte (Passhöhe 1'608 m ) und die so genannte Wasserscheidi (1'584 m ) zur Unteren Gantrischhütte (1'510 m ). Etwas unterhalb der Unteren Gantrischhütte verzweigt sich die Strasse Richtung Schwefelbergbad (1'389 m ) und Sangernboden (977 m ) einerseits und Richtung Schwarzenbühl (1'491 m ) andererseits. Die Strecke zum Schwarzenbühl ist eine ausgesprochene Höhenstrasse.

Der Gurnigel ist ein ganzjähriges Ausflugsziel. Der «Töfftreff» bei der unteren Gantrischhütte (jeweils ab dem ersten Dienstag des Juni bis zum letzten im Monat September jeweils um 18.00 Uhr) lockt Motorradfahrende an, und alle zwei Jahre wird beim Hotel Gurnigelbad die Beo Bike Week durchgeführt, ein internationales Motorradtreffen.

Im Winter ist auf der Wasserscheidi sowie beim Hotel Gurnigelbad je ein Skilift in Betrieb. In der ganzen Region werden Langlaufloipen gespurt. Jährlich führen Amateurastronomen auf dem Pass eine oder mehrere Himmelsbeobachtungsnächte durch.

Auf der Wasserscheidi im Grenzgebiet der Gemeinden Riggisberg, Rüeggisberg (Exklave) und Rüschegg unterhält die Schweizer Armee verschiedene Panzerschiessplätze, was gelegentlich zu Konflikten mit dem Tourismus führt.

Bergrennen Gurnigel

Im September findet jeweils das Bergrennen Gurnigel statt. Die Rennen wurden von 1910 bis 1931 auf der damaligen Kiesstrasse durchgeführt und 1968 auf der inzwischen asphaltierten Strecke wieder aufgenommen. Die Rennstrecke beginnt in Dürrbach () und endet beim Gurnigelbad (). Gestartet wird in verschiedenen Kategorien für Autos und Motorräder. Der Anlass zieht bis zu 20.000 Zuschauer an.[1] Die schnellste je gefahrene Zeit von 1'47,51 Minuten ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 125,669 km/h auf der 3.734 m langen kurvenreichen Rennstrecke mit einer Höhendifferenz von 314 m; der Streckenrekord aus dem Jahre 2006 wurde durch Eric Berguerand auf einem Lola T96 aufgestellt, einem formelfreien Rennwagen Gruppe E2.[2]

Le Gurnigel

Le Gurnigel ist die französische Bezeichnung für das Gebiet. Diesen Namen trägt übrigens auch eine Hofsiedlung am nördlichen Abhang des Mont d’Amin im Kanton Neuenburg.

Weblinks

 Commons: Gurnigel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bergrennen Gurnigel, Vorschau Rennen 2012 , abgerufen am 28. Mai 2012
  2. Automobil Revue vom 11. August 2010, Helden der Nachkriegszeit, Bergrennen Gurnigel (PDF; 1,5 MB), abgerufen am 28. Mai 2012

Kategorien: Berg im Kanton Bern | Pass im Kanton Bern | Gebirgspass | Berg in Europa | Eintausender

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gurnigel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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