Gurk (Kärnten) - LinkFang.de





Gurk (Kärnten)


Gurk
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Sankt Veit an der Glan
Kfz-Kennzeichen: SV
Fläche: 39,64 km²
 :
Höhe: 662 m ü. A.
Einwohner: 1.273 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 32 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9342
Vorwahl: 0 42 66
Gemeindekennziffer: 2 05 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dr-Schnerich-Str. 12
9342 Gurk
Website: www.gurk.at
Politik
Bürgermeister: Siegfried Kampl (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
7 FPÖ, 4 SPÖ, 3 ÖVP, 1 Grüne
Lage der Marktgemeinde Gurk im Bezirk Sankt Veit an der Glan
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gurk (slow. Krka) ist eine Marktgemeinde Kärntens mit 1273 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Sankt Veit an der Glan. Überregionale Bedeutung hatte der Ort als Bischofssitz der Diözese Gurk und durch den romanischen Gurker Dom von 1140, der auf eine Stiftung der Landesherrin Hemma von Gurk (995–1045) zurückgeht.

Geographie

Geographische Lage

Der Markt Gurk ist von Bergwiesen und ausgedehnten Hochwäldern umgeben und stellt ein Zentrum des wenig besiedelten Gurktals dar. Flussabwärts der Gurk liegt die Kleinstadt Straßburg, von deren Festung einst die Gurker Fürstbischöfe regierten.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde ist in drei Katastralgemeinden (Pisweg, Gruska, Gurk) gegliedert und umfasst folgende 22 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Dörfl (16)
  • Föbing (6)
  • Finsterdorf (9)
  • Gassarest (9)
  • Glanz (0)
  • Gruska (24)
  • Gurk (869)
  • Gwadnitz (39)
  • Hundsdorf (21)
  • Kreuzberg (9)
  • Krön (10)
  • Masternitzen (5)
  • Niederdorf (15)
  • Pisweg (104)
  • Ranitz (20)
  • Reichenhaus (44)
  • Straßa (16)
  • Sutsch (11)
  • Zabersdorf (18)
  • Zedl (9)
  • Zedroß (9)
  • Zeltschach (10)

Nachbargemeinden

Straßburg
Weitensfeld im Gurktal Mölbling
Frauenstein

Geschichte

Der Name Gurk („die Gurgelnde“) leitet sich vom gleichnamigen Fluss Gurk ab. Das heutige Gemeindegebiet wurde bereits vor zirka 2000 Jahren besiedelt, erlangte aber erst nach der Angliederung Kärntens an Bayern an Bedeutung. Die früheste urkundliche Erwähnung des Flusses stammt aus dem Jahre 831, ein salzburgischer Hof Gurk wurde 864 genannt. 898 schenkte Kaiser Arnulf dem Hemma-Vorfahren Zwentibold große Teile des Gurktals, darunter auch einen Wirtschaftshof Gurk, dessen Standort im heutigen Lieding (Gemeinde Straßburg) vermutet wird.

Im Jahr 975 erteilte Kaiser Otto II. das Privileg für ein in Lieding bestehendes Nonnenkloster. Dieses wurde durch die Gräfin Hemma von Gurk zwischen 1043 und 1045 am Platz des heutigen Ortes Gurk neu gegründet. Das Stift Gurk hatte jedoch keinen langen Bestand, es wurde statt des Nonnenklosters 1072 das Bistum Gurk von der Erzdiözese Salzburg, die reichen Besitz im nördlichen Teil Kärntens hatte, gegründet. Gurk war bis 1787 Sitz des Bistums, dessen Residenz sich jetzt in Klagenfurt befindet.

Unter der Herrschaft des Stiftes entwickelte sich im Verlauf des Hoch- und Spätmittelalters eine Siedlung von Gewerbetreibenden. Gurk erhielt im 13. Jahrhundert Marktrechte, war jedoch – wie auch andere Klostermärkte in Kärnten – lange kein Markt im vollen Rechtssinne und führte bis ins 18. Jahrhundert weder Wappen noch Siegel.

Verkehrlich wurde die Gemeinde insbesondere durch die Gurktalbahn ab 1898 erschlossen und durch sie an die Südbahn angebunden, deren Betrieb allerdings im April 1969 endgültig eingestellt wurde; die gesamte Strecke wurde im Bereich der Gemeinde demoliert. Der gegründete Verein für eine Museumsbahn wollte ursprünglich den (Museums-) Betrieb bis Gurk (als touristisches Ziel der Dom) aufnehmen, dies wurde seinerzeit durch die Anrainergemeinden und die Aufsichtsbehörden verhindert.

Am 25. Juni 1988 besuchte Johannes Paul II. den Dom und betete in der Krypta am Grab der Heiligen Hemma. Der erste Papstbesuch in der Geschichte Kärntens war zugleich ein mediales Großereignis und führte tausende Menschen zu einer Messe unter freiem Himmel vor dem Dom.

Gurk wurde 1998 vom Europarat als Europagemeinde ausgezeichnet.

Bevölkerung

Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 hatte Gurk 1.311 Einwohner, davon besaßen 99,0 % die österreichische Staatsbürgerschaft. 94,6 % der Bevölkerung bekannten sich zur römisch-katholischen und 1,5 % zur evangelischen Kirche, 3,5 % waren ohne Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gurk (Kärnten)
  • Pfarr- und ehemalige Domkirche Mariä Himmelfahrt, siehe Dom zu Gurk (Das Grab in der Krypta des Gurker Domes ist das Zentrum der Verehrung der heiligen Hemma)
  • Das Diözesan-Museum im Probsthof des Stiftes
  • Gerichtsbrunnen in Ranitz, ein mittelalterlicher so genannter „Heiden- oder Römerbrunnen“
  • Zwergenpark Gurktal, Vergnügungspark

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:[2]

Direkt gewählter Bürgermeister ist Siegfried Kampl (Liste Bürgermeister Siegfried Kampl).[3]

Wappen

Das Wappen von Gurk zeigt „in Blau eine langgestreckte romanische Basilika mit zwei barock behelmten Türmen; das Langhaus ist von einer Biedermeierwaage überhöht“.[4] Die Waage über dem Gurker Dom wurde von einem Marktsiegel aus dem 19. Jahrhundert übernommen; obwohl Lieding bereits seit 975 Marktrechte besaß und auch eine erste Siedlung von Gewerbetreibenden beim Dom im 13. Jahrhundert solche erhielt, führte Gurk noch im 18. Jahrhundert weder Wappen noch Siegel. Erst nach der Verlegung des Bischofssitzes nach Klagenfurt findet sich an Urkundenbüchern ein eigenes, „Markt Gurk“ bezeichnetes Siegel, das eine Biedermeierwaage, Symbol des Marktrichters und einer gerechten Obrigkeit, als Motiv hat.

Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 20. Februar 1969 verliehen, die Fahne ist Gelb-Blau-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Partnerschaft

Persönlichkeiten

Literatur

  • Wilhelm Deuer, Johannes Grabmayer: Transromanica – Auf den Spuren der Romanik in Kärnten (Reihe „Kulturwanderungen“). Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2008, ISBN 978-3-7084-0302-1, S. 149–157.

Weblinks

 Commons: Gurk (town)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Gurck in der Topographia Austriacarum (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Amt der Kärntner Landesregierung , abgerufen 1. März 2015.
  3. Amt der Kärntner Landesregierung , abgerufen 1. März 2015.
  4. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 130.

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gurk (Kärnten) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.