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Guido Gezelle


Gezelle ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum gleichnamigen Asteroiden siehe (1672) Gezelle.

Guido Pieter Theodorus Josephus Gezelle (* 1. Mai 1830 in Brügge; † 27. November 1899 ebenda) gilt als der bedeutendste flämische Dichter des 19. Jahrhunderts.

Leben

Gezelle wurde als Sohn von Monica Devrieze und Pieter Jan Gezelle geboren. Er kam zur Welt mit einem überdurchschnittlich großen Kopf. Dies war der Grund, warum Gezelle einmal unmittelbar nach der Geburt getauft wurde und später noch einmal. Aufgrund Geldmangels konnte er nicht in Brügge zur weiterführenden Schule gehen. Seine Eltern schickten ihn daraufhin nach Roeselare. Er wurde 1854 zum römisch-katholischen Priester geweiht und war Lehrer, wobei er bei vielen Kollegen unbeliebt war aufgrund seines Einsatzes für die niederländische Sprache. Er lebte viele Jahre in Kortrijk. Unabhängig von allen literarischen Strömungen seiner Zeit, war er einer der bedeutendsten flämischen Dichter des 19. Jahrhunderts. Sein Werk Kerkhofblommen (Friedhofsblumen, 1858) wurde zum Ausgangspunkt der Wiedergeburt der flämischen Lyrik. Gezelles Dichtungen verbanden auf einzigartige Weise die traditionelle niederländische Literatursprache mit seinem eigenen westflämischen Dialekt.

Beliebte Themen seiner Gedichte sind Naturbeobachtungen und religiöse Gefühle, oft werden beide kombiniert. Formal unterscheiden sich seine Gedichte durch zunehmende dichterische Freiheit. Gezelle experimentierte mit neuen Vers- und Strophenformen, Neologismen, Wiederholungen und Lautmalerei. Einige seiner Gedichte zeigen Verwandtschaft mit dem literarischen Impressionismus.

Gezelles dichterische Auseinandersetzungen mit dem Nationalismus führten zu Konflikten mit Vertretern von Kirche und Schulwesen. Daher beschränkte er zwischen 1870 und 1875 sein Schaffen auf Essays und Übersetzungen. Spätere Werke wie Tijdkrans (Zeitkranz, 1893) und Rijmsnoer (Reim-Band, 1897) knüpften an die Sprachkunst seiner ersten Schaffensphase an.

Werk

  • Vlaemsche Dichtoefeningen (1858)
  • Kerkhofblommen (1858)
  • Gedichten, gezangen en gebeden (1862)
  • Tijdkrans (1893)
  • Rijmsnoer om en om het jaar (1897)
  • Laatste verzen (1901)

Weblinks

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Guido Gezelle (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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