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Grunern


Grunern
Höhe: 287 m
Fläche: 10,82 km²
Einwohner: 950 (2012)
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1974
Postleitzahl: 79219
Vorwahl: 07633

Das Dorf Grunern ist ein Stadtteil von Staufen im Breisgau in der Vorbergzone des Südschwarzwalds, am Ausgang des Münstertals in die zum Rhein gerichtete Staufener Bucht. Nach dem Mikrozensus 2012 hat es 950 Einwohner.[1]

Geografie

Neben dem eigentlichen Dorf gehören zu Grunern die Weiler Etzenbach und Kropbach, die an der Grenze zu Münstertal liegen, sowie die Höfe Hohacker, Sahlenbach, Schleifsteinhof und Schöneck.[2] Das Straßendorf hat eine geschwungen und geknickt verlaufende Hauptsiedlungsachse. Im Westen verlaufen Quergassen nach Süden.

Die heutige Münstertalbahn war zunächst 1894 mit einer Strecke von Bad Krozingen nach Sulzburg eröffnet worden. Westlich dieser Nebenbahnlinie entstand das Industrie- und Gewerbegebiet des Ortes. Der Personenverkehr auf dieser Strecke endete 1969. Nach der Insolvenz des in Grunern noch angeschlossenen Industriebetriebs 1996 wurde auch der Betrieb auf diesem Reststück eingestellt und auch die verbliebenen Gleise wurden überwiegend abgebaut.

Grunern liegt am Bettlerpfad.

Geschichte

Der Ort wird 1144 und 1185 (in einer Fälschung des 13. Jahrhunderts) zuerst erwähnt. Gesiedelt wurde hier aber schon weitaus früher, denn bereits in der ersten Urkunde wird von „Gruonre cum ecclesia“ gesprochen, also dem Ort selbst mit der Kirche, die nicht das erste Bauwerk gewesen sein kann. Auch war der Weiler Kropbach schon 1028 bewohnt, wie einer kaiserlichen Urkunde über die dort nach Silbererz schürfenden Bergleute zu entnehmen ist. Der Ortsname Gruonre, Groira, Grunr ist nach Form und Inhalt nicht gedeutet.

Schon 1283 war die Vogtei im Besitz der Herren von Staufen. Nach dem Erlöschen von deren Geschlecht 1602 fiel die Herrschaft an das habsburgische Vorderösterreich zurück, unter dessen Landeshoheit der Ort schon seit dem 15. Jahrhundert stand. 1628 wurde sie zusammen mit Staufen an Schauenburg verpfändet und 1738 an das Kloster St. Blasien verlehnt, das den Ort sehr förderte: das Bärenbad wurde ausgebaut, das Volksschulwesen gefördert und das Schulhaus errichtet. In badischer Zeit gehörte Grunern zum Bezirksamt Staufen, seit 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Müllheim. 1974 wurde es nach Staufen eingemeindet. [3]

Tourismus

Der bereits oben genannte Schleifsteinhof hat mit „Probst's Strauße“ die älteste Straußenwirtschaft im Markgräflerland und ist damit ein besonderer touristischer Anziehungspunkt.

Vereine

Der Bürgerverein Grunern organisiert Konzerte sowie Lesungen im Bürgerhaus und beteiligt sich an der Kulturwoche der Stadt Staufen. Er veranstaltet Informationsveranstaltungen und Diskussionsrunden zu kulturellen Themen.[4]

Bauwerke

Kirche St. Agatha

Erst durch Joseph II. wurde 1786 ein Pfarrer eingesetzt und ein Pfarrhaus errichtet, da sich die Einwohner Grunerns zuvor durch St. Trudpert ausreichend seelsorgerisch versorgt fühlten. Die Agatha von Catania geweihte Kirche besteht indes schon länger, da seit 1659 am 5. Februar der Patroziniumstag gefeiert wird.[5] Zur Ausstattung der Kirche gehören eine Madonna von Wilhelm Walliser[6] sowie eine Abendmahlszene von Simon Göser.

Persönlichkeiten

  • August Violand (1750–1811), deutscher Benediktinermönch, Kirchenmusiker und Komponist, wirkte als Vikar in Grunern

Weblinks

 Commons: Grunern  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bürgerbroschüre 2013/2014, S. 12, online [1]
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2, S. 65–181.
  3. Hermann Brommer: Grunern, Kath. Pfarrkirche St. Agatha, Kunstführer-Reihe, Verlag Schnell & Steiner 1994 ISBN 3-7954-5804-8, S. 2; Landeskundliches Informationssystem LEO-BW: Grunern (Altgemeinde/Teilort), online [2]
  4. Internetseite des Bürgervereins Grunern, online [3]
  5. Manfred Burkert: Zu Ehren einer sizilianischen Märtyrerin, 9. Februar 2011, online [4] Zugriff am 15. April 2014
  6. Michael Klant: Vergessene Bildhauer. In: Skulptur in Freiburg. Kunst des 19. Jahrhunderts im öffentlichen Raum, Freiburg 2000, S. 164–172 ISBN 3-922675-77-8, S. 167 f.

Kategorien: Ort im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) | Staufen im Breisgau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Grunern (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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