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Grumman Aerospace Corporation


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum US-amerikanischen Dichter siehe Bob Grumman.

Die Grumman Aerospace Corporation war ein US-amerikanischer Konzern, der sich auf den Bau von Flugzeugen, Komponenten für die Luft- und Raumfahrt sowie Avionik spezialisiert hatte. Die Firma wurde am 5. Dezember 1929 in Baldwin eingetragen und nannte sich bis zum Jahre 1969 Grumman Aircraft Engineering Corporation. Die Gründer waren neben Leroy Grumman, der vorher die Loening Aircraft Engineering verlassen hatte, auch Ed Poor, William Schwendler, Jake Swirbul und Clint Towl.

Grumman stellte zunächst Schwimmer für die US Navy her. Das erste Flugzeug war die Grumman FF-1, ein Doppeldecker mit einziehbarem Fahrwerk. Die Firma etablierte sich schnell und zog deshalb in immer größere Firmensitze, zunächst nach Valley Stream, dann nach Farmingdale, um schließlich 1937 nur ein paar Kilometer entfernt in Bethpage ein Werk einzurichten.

Im Zweiten Weltkrieg lieferte Grumman Kampfflugzeuge an die US Navy. Am bekanntesten wurden die Grumman F4F Wildcat, die Grumman F6F Hellcat und die Grumman TBF Avenger. Um die Produktionskapazitäten nach Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Wegbrechen der militärischen Aufträge weiter auszulasten, erschloss das Unternehmen weitere Absatzmärkte. Unter anderem nahm es die Herstellung von Kanus aus Aluminium auf, mit denen Grumman zeitweilig eine marktbeherrschende Stellung erreichte.

Grumman entwickelte nach dem Zweiten Weltkrieg auch ein ziviles Geschäftsreiseflugzeug, die sehr erfolgreiche Grumman Gulfstream I.

Am 7. Dezember 1962 erhielt das Unternehmen für das Apollo-Programm den Auftrag für die Entwicklung und Fertigung der Mondlandefähre, von der 16 Stück gebaut wurden. Mit dem Ende des Apollo-Programms versuchte Grumman weitere Aufträge für die NASA abzuwickeln, so die Entwicklung einer neuen Raumfähre, die jedoch von Rockwell verwirklicht wurde. Zeitweilig engagierte sich Grumman in den 1960er-Jahren auch in der Meeresforschung, unter anderem in der Produktion des Forschungs-U-Bootes PX-15 Ben Franklin.

Bekannte Entwicklungen der 1960er- und 1970er-Jahre sind die Grumman A-6 und die Grumman F-14.

Am 1. Januar 1973 übernahm das Unternehmen die North American Aviation, um die Grumman American Aviation Corporation zu gründen. Diese stellte kleine Reiseflugzeuge wie die Grumman American AA-1 oder die AA-5, aber auch Business-Jets wie die Grumman Gulfstream II her. Bereits am 1. September 1978 verkaufte Grumman diesen Zweig an die American Jet Industries, woraus die Gulfstream American Corporation entstand.

Mit dem Ende des Kalten Krieges und den nachlassenden Rüstungsausgaben geriet Grumman in finanzielle Schwierigkeiten. Deswegen schloss sich 1994 die Grumman Aerospace Corporation mit der Northrop Corporation zusammen, um die Northrop Grumman zu gründen.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Grumman Aerospace Corporation  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Northrop Grumman | Ehemaliges Unternehmen (Vereinigte Staaten) | Ehemaliger Flugzeughersteller

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