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Grugabad


Das 1964 errichtete Grugabad ist mit einer Gesamtfläche von rund 58.000 Quadratmetern[1] das größte Freibad der Stadt Essen. Im Stadtteil Rüttenscheid, südlich der Essener Innenstadt gelegen, bildet es einen Teil des Gruga-Komplexes, zu dem der Grugapark, die Grugahalle und die Messehallen der Messe Essen gehören.

Geschichte

Architektur und Ausstattung

Der Essener Architekt Gerd Lichtenhahn plante im Auftrag der Stadt Essen ab 1963 und im Rahmen der geplanten Bundesgartenschau 1965 das Grugabad. Es wurde am 17. Juni 1964 eröffnet.[1]

Alle vier großen Schwimmbecken sind auf zwei unterschiedlichen Ebenen insgesamt höher als das umliegende Gelände angelegt, was die Wartung erleichtert und die Geräuschbelastung auf dem gesamten Gelände reduziert.

Auf der oberen Ebene befindet sich ein für Wettkämpfe geeignetes und beheizbares Sportbecken mit zehn Bahnen auf einer Größe von 25 mal 50 Metern. Daneben befindet sich ein 4,50 Meter tiefes und 20 mal 20 Meter großes Springerbecken mit Zehn-Meter-Sprungturm.

In der unteren Plattform befindet sich ein 22 mal 63 Meter großes und beheizbares Wellenbad, das 1964 als eines der ersten Wellenbäder gebaut wurde. Dazu kommt auf dieser Ebene ein 25 mal 80 Meter umfassendes, nicht beheizbares Nichtschwimmerbecken mit Rutschen. Bei einem auf dieser Ebene befindlichen Kiosk kann man durch Glasscheiben unterhalb der Wasseroberfläche in das höher gelegene Sprungbecken sehen. Verbunden sind die beiden Ebenen zentral durch eine großzügige Wendeltreppe, in deren unmittelbarer Nähe sich die Aussichtsplattform des Bademeisters befindet.

Die Besucherspitzen erreichen bis zu 25.000 Badegäste pro Tag. Das Bad ist mit einer 700 Plätze fassenden Tribüne ausgestattet und bietet rund 25.000 Quadratmeter Liegefläche. Es gibt auf insgesamt rund 1500 Quadratmetern Kinderspielplätze sowie ein rundes Planschbecken mit 20 Metern Durchmesser. Zu den Grünanlagen im Grugabad gehören zwei Beachvolleyballfelder.

Im Jahr 2012 erhielt das Grugabad eine neue Chlorungsanlage. Die alte Grugabad-Heizanlage ist inzwischen außer Betrieb, da das Bad seit Mitte 2012 mit dem Biomasse-Heizwerk des Grugaparks verbunden ist. Dennoch wurde für die Badeanlage aus den 1960er Jahren im September 2012 ein Sanierungsstau in zweistelliger Millionenhöhe angegeben.[2]

Das Rheinische Amt für Denkmalpflege hat ein Gutachten erstellt, und damit der Stadt Essen im Sommer 2014 empfohlen, das Grugabad samt Außenanlagen unter Denkmalschutz zu stellen.[3]

Umbau des ehemaligen Grugabad-Restaurants

Zum Grugabad wurde in den 1960er Jahren ein Restaurant errichtet, das später geschlossen wurde und mehrere Jahre größtenteils leer stand. Wenige Räume wurden zwischenzeitlich von der Verkehrswacht genutzt.

Im August 2009 wurde im für 2,3 Millionen Euro kernsanierten Gebäude eine Kindertagesstätte für 50 Kinder eröffnet, die vom Kinderschutzbund betrieben wird. Der Umbau wurde durch das Arbeitsmarktprojekt Essener Konsens ermöglicht, einem Netzwerk, das mithilfe von Langzeitarbeitslosen soziale und gemeinnützige Projekte angeht. Das ermöglichte 2012 auch einen Erweiterungsbau, um jetzt mit einer zweiten Kita des DKSB insgesamt 80 Kindern Platz zu bieten. Dazu zog die Verkehrswacht aus.

In der oberen Etage befand sich zwischen Juni 2010 und Mai 2013 das Gaseum, eine Ausstellung der E.ON Ruhrgas AG zur Erlebniswelt Gas und Energie.[4]

Sportveranstaltungen (Auszug)

Vom 8. bis 15. September 2002 fand im Grugabad die fünfte Kanupolo-Weltmeisterschaft, und am 17. und 18. September 2005 die deutsche Kanupolo-Meisterschaft statt.

Am 16. und 17. Mai 2009 wurde hier die erste Deutsche Meisterschaft im Splashdiving ausgetragen, gefolgt von der vierten Splashdiving-Weltmeisterschaft am 15. und 16. August 2009.

Verkehrsanbindung

Das Grugabad verfügt über kostenpflichtige Parkplätze, die auch direkt von der A 52 erreicht werden können. Der ÖPNV verbindet das Bad mit der U-Bahn-Linie U11 und der Buslinie 142.

Trivia

2007 wurde über das Grugabad die ProSieben-Reportage Rimini im Ruhrpott - Das größte Freibad im Revier gedreht.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Das Grugabad im Online-Architekturführer Ruhrgebiet ; abgerufen am 2. April 2014
  2. DerWesten.de vom 2. Mai 2013: Sanierungsstau im Grugabad in Essen ist auf 13,6 Mio Euro angewachsen , abgerufen am 5. September 2014
  3. DerWesten.de vom 5. September 2014: Stadt Essen soll das Grugabad unter Denkmalschutz stellen , abgerufen am 5. September 2014
  4. DerWesten.de vom 29. Juni 2009: Eine Kita auf dem Startblock ; abgerufen am 6. Juli 2015

Kategorien: Sportbad | Badeanlage in Essen | Erbaut in den 1960er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Grugabad (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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