Gronau (Bad Vilbel) - LinkFang.de





Gronau (Bad Vilbel)


Gronau
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 7,05 km²[1]
Einwohner: 2762 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 392 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 61118
Vorwahl: 06101

Gronau ist ein Stadtteil von Bad Vilbel im Wetteraukreis in Hessen.

Geografische Lage

Gronau liegt 2,5 km nordöstlich von Bad Vilbel in einer Höhe von 115 m über NN.

Geschichte

Vorgeschichte

Bereits in der Jungsteinzeit siedelten hier Bandkeramiker, einige Funde weisen eine Besiedlung aus römischer Zeit nach. In der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends nach Christus siedelten die Franken in Gronau.

Mittelalter

Die älteste erhaltene Erwähnung des Dorfes als Gronowe in Nitachgowe (Gronau im Niddagau) erfolgte anlässlich einer Schenkung an das Reichskloster Lorsch 786. Der Ort wurde um 1255 dem Bornheimerberg zugeordnet. 1320 verpfändete König Ludwig IV. den Bornheimerberg an Ulrich II. von Hanau, so dass Gronau zunächst zur Herrschaft Hanau, später zur Grafschaft Hanau-Münzenberg gehörte.

Eine Pfarrkirche bestand seit mindestens 1332. Das Patronat über die zugehörige Pfarrstelle lag zunächst beim Marienstift Lich, nach der Reformation beim Fürsten von Solms zu Lich. Kirchliche Mittelbehörde war das Archidiakonat der Peterskirche in Mainz.

Historische Namensformen

In erhaltenen Urkunden wurde Gronau unter den folgenden Namen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[2]

  • Gronowe (786)
  • Guonowa (855)
  • Grunouwe (1305)
  • Gronauwe (1340)
  • Groenaw (1385)
  • Großgronau (18. Jahrhundert)

Neuzeit

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts vollzog die Grafschaft Hanau-Münzenberg und damit auch das Dorf Gronau die Reformation zunächst nach lutherischem Vorbild. 1597 setzte Graf Philipp Ludwig II. eine zweite Reformation zugunsten des reformierten Bekenntnisses durch.

Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., erbten die Landgrafen von Hessen-Kassel die Grafschaft Hanau-Münzenberg. Aus der Landgrafschaft Hessen-Kassel wurde 1803 das Kurfürstentum Hessen. Vorübergehend gehörte Gronau in napoleonischer Zeit zunächst 1806 bis 1810 zum Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Bergen, dann 1810 bis 1813 zum Großherzogtum Frankfurt, bevor es wieder kurhessisch wurde. Nach der Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen von 1821, im Rahmen derer Kurhessen in vier Provinzen und 22 Kreise eingeteilt wurde, gehörte Gronau zum Landkreis Hanau. Das Kurfürstentum unterlag als Verbündeter Österreichs 1866 im Preußisch-Österreichischen Krieg dem Königreich Preußen. Dieses annektierte daraufhin Kurhessen und damit auch Gronau. Ab 1867 gehörte Gronau nun zur Preußischen Provinz Hessen-Nassau, dem Regierungsbezirk Kassel, verblieb aber im Landkreis Hanau. Am 1. Juli 1971 wurde Gronau im Zuge der hessischen Gemeindegebietsreform nach Bad Vilbel eingemeindet.[3] Es gehörte damit zunächst zum Landkreis Friedberg, ab dem 1. August 1972 zum Wetteraukreis.

Einwohnerentwicklung

Belegte Einwohnerzahlen sind:[2]

  • 1632: 28 Haushaltungen
  • 1663: 325 Einwohner in 45 Häusern
  • 1753: 35 Haushaltungen mit 164 Personen
  • 1820: 360 Einwohner
  • 1895: 0369 Einwohner
  • 1905: 534 Einwohner
  • 1939: 0534 Einwohner
  • 1961: 0802 Einwohner
  • 1970: 1261 Einwohner
  • 2012: 2653 Einwohner[4]

Politik

Wappen

Auf dem Wappen sind zwei Flüsse abgebildet, die Nidder und die Nidda. Beide fließen in Gronau zusammen und unter dem Namen Nidda weiter bis zur Mündung in den Main in Frankfurt-Höchst.

Sehenswürdigkeiten

Vereine

  • SV-Gronau.de Fußball, Volleyball, Freizeit Karate, Kinderturnen und Gesundheitssport
  • Rasse Geflügelzuchtverein 1921 Gronau
  • Freiwillige Feuerwehr Gronau (gegründet 1929)
  • Angelsportverein Frühauf Gronau 32/82 e.V. (gegründet 1932)
  • Gronauer Kerbeburschen (gegründet 1966)
  • Kleingartenverein Bad Vilbel-Gronau e.V. (gegründet 1980)
  • Tennisclub TC 84 Gronau e.V. (gegründet 1984)
  • Förder- und Betreuungsverein der Stadtschule Gronau e.V.
  • BogenSportclub Gronau e.V.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Standortfaktoren der Stadt Bad Vilbel , abgerufen im April 2016.
  2. 2,0 2,1 „Gronau, Wetteraukreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 22. Dezember 2014)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 360.
  4. Stadt Gronau

Weblinks


Kategorien: Ort im Wetteraukreis | Ehemalige Gemeinde (Wetteraukreis) | Bad Vilbel

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gronau (Bad Vilbel) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.