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Großsteinhausen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: SüdwestpfalzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Zweibrücken-Land
Höhe: 303 m ü. NHN
Fläche: 4,84 km²
Einwohner: 585 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66484
Vorwahl: 06339
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 210
Adresse der Verbandsverwaltung: Landauer Straße 18-20
66482 Zweibrücken
Webpräsenz: www.grosssteinhausen.de
Ortsbürgermeister: Volker Schmitt
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Großsteinhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land an.

Geographie

Die Gemeinde Großsteinhausen liegt in der Nähe der französischen Grenze zwischen den kreisfreien Städten Zweibrücken und Pirmasens. Direkt westlich befindet sich die Ortsgemeinde Dietrichingen, nordöstlich Kleinsteinhausen.

Geschichte

Großsteinhausen wurde erstmals im Jahre 1250 urkundlich erwähnt. Dort schlichtet Graf Reinhard von Blieskastel, Herr zu Bitsch einen Erbstreit der Brüder Johannes, Hesso, Reinhard und Otto von Steinhausen mit dem Abt von Stürzelbronn. Sieben Jahre später 1257 weist eine Schenkungsurkunde auf die alte Kirche von Großsteinhausen, als der Abt Hugo von Hornbach den Kirchplatz dem Kloster Stürzelbronn vermachte. Die Cyriacus-Kapelle war den schriftlichen Aufzeichnungen zufolge 1264 bereits fertiggestellt. Der Vikar von Walschbronn hielt hier wöchentliche Gottesdienste ab. Die alte Kirche wurde Mitte des letzten Jahrhunderts bis auf die Fundamente abgetragen.

Großsteinhausen und Kleinsteinhausen gehörten früh zum Herzogtum Lothringen. Lehnsherren waren die Herren von Ettendorf, eine elsässische Adelsfamilie, die ihren Sitz auf der Burg Hohenfels bei Neunhofen hatte. 1362 verpfändete Reinhold von Ettendorf das Dorf an Graf Walram von Zweibrücken und desgleichen tat 1385 Boemund von Ettendorf, der die Hälfte seiner Lehen Edelknecht Albrecht von Zweibrücken zum Pfand gab. Das Rittergeschlecht der Ettendorfer starb 1413 aus.

Großsteinhausen fiel an die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, die das Dorf zeitweise an Zweibrücker Burgmannen und Adelsfamilien weiter verlehnten. Damit war Großsteinhausen dem Nünschweilerhof im Oberamt Zweibrücken zugeordnet. Im 18. Jahrhundert erhielt der Ort eine eigene Schultheißerei. 1798 wurde daraus die Bürgermeisterei, zusammen mit Kleinsteinhausen und Riedelberg.

Noch 1905 waren Groß- und Kleinsteinhausen zu einem Amt vereinigt und insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auch noch umliegende Nachbarorte mitverwaltet. Mit der Integration in die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land 1972 wurde das Bürgermeisteramt aufgelöst.

Klostermühle

Zu Großsteinhausen zählt auch die erstmals 1485 als Hornbacher Klostermühle urkundlich erwähnte im Trualbe-Tal gelegene Großsteinhauser Mühle. Dort liegt der im Zweiten Weltkrieg errichtete Großsteinhauserhof, der als Relikt des sog. Reichserbhofprogrammes gilt und noch heute als „Erbhof“ bezeichnet wird.

Erfolge im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

1994 Kreisentscheid Hauptklasse 3. Platz. 1995 Kreisentscheid Sonderklasse 4. Platz. 1996 Kreisentscheid Sonderklasse 4. Platz. 1997 Kreisentscheid Sonderklasse 1. Platz und im Bezirksentscheid 5. Platz, Teilnahme im Landesentscheid. 1999 Kreisentscheid Sonderklasse 2. Platz und Teilnahme am Bezirksentscheid. 2001 Kreisentscheid Sonderklasse 1. Platz. 2002 Kreisentscheid Sonderklasse 1. Platz und Teilnahme am Bezirksentscheid. 2005 Kreisentscheid Sonderklasse 2. Platz und Teilnahme am Bezirksentscheid. 2006 Kreisentscheid Sonderklasse 2. Platz und Teilnahme am Bezirksentscheid. 2008 Kreisentscheid Sonderklasse 1. Platz und Teilnahme am Bezirksentscheid.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Großsteinhausen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Wappen

Blasonierung: „Geviert von Gold und Rot, in Feld 1 (oben rechts) ein durchgehendes, schwarzes Andreaskreuz, in 2 eine goldene Bruchsteinkirche mit links angesetztem Glockenturm und kreuzbestücktem Dach, in 3 ein silberner Pflug und in 4 ein blaubewehrter und -bezungter roter Adler.“

Das durchgehende schwarze Andreaskreuz in Gold und der rote Adler in Gold entstammen dem Wappen der Herren von Ettendorf, die dort im 13. und 14. Jahrhundert herrschten.

Es wurde 1982 durch die Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Gemeinde gibt es neun Vereine und mehrere Wanderwege rund um das Dorf.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Großsteinhausen

Wirtschaft und Infrastruktur

Durch Großsteinhausen führt die L 478. Über die nahegelegene Auffahrt Walshausen der A 8 besteht Anschluss an den Fernverkehr. Es gibt einen Dorfladen, einen Metzger, einen Arzt und zwei Kirchengemeinden sowie eine Gaststätte (Sportheim), eine KFZ-Werkstatt, drei Heizungs- und Installationsbetriebe und viele andere kleine Gewerke. Wanderwege umrunden den Ort, die durch die hohe Lage einen guten Rundumblick bieten. Als Wohngemeinde hat sich Großsteinhausen in den letzten Jahrzehnten gut entwickelt. Ein Baugebiet für Bauwillige ist vorhanden.

Weblinks

 Commons: Großsteinhausen  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großsteinhausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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