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Großröda


Großröda
Gemeinde Starkenberg
Höhe: 218 m ü. NN
Fläche: 2,67 km²
Einwohner: 225 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2012
Postleitzahl: 04617
Vorwahl: 03448

Lage von Großröda in

Großröda ist ein Ortsteil der ostthüringischen Gemeinde Starkenberg im Landkreis Altenburger Land. Bis zum 31. Dezember 2011 war der Ort selbständig und lag in der Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land. Im Ortskern ist die neoromanische Kirche dorfbildprägend.

Lage

Großröda befindet sich westlich der Stadt Altenburg mitten im Schmöllner-Altenburger Lösshügelland, einem Ausläufer der Leipziger Tieflandbucht. Westlich bei Posa führt die Landesstraße 1361 vorüber und verbindet mit dem Umland und der Gemeinde Starkenberg.

Lage der Orte

Altpoderschau, Zechau
Posa, Kleinröda, Neuposa Monstab
Starkenberg

Geschichte

Großröda wurde erstmals am 1. August 976 als Rodiuue erwähnt, als Kaiser Otto II. den Ort dem Bistum Zeitz schenkte.[2][3] Im Jahre 1121 wurde Rodowe als Ausstattung des Klosters Bosau genannt, deswegen entstand hier auch ein Kloster, welches nach der Reformation zum Rittergut wurde. Das Kloster Bosau wurde 1573 aufgelöst, so kam das Klostergut an die Stiftsverwaltung Zeitz. Am 25. Juli 1632 wütete eine Feuersbrunst im Ort.

Großröda stand ab dem 17. Jahrhundert mit dem wettinischen Amt Altenburg[4][5] unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer: Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Zunächst wurde der Ort nur Röda genannt. Erst als die Besitzer des Rittergutes im Jahr 1703 ein Dorf nordwestlich des Ritterguts bauten, unterteilte man in Groß- und Kleinröda. Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam Großröda wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Großröda bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)[6] bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).[7] Juristisch war ab 1879 das Amtsgericht Altenburg und seit 1906 das Amtsgericht Meuselwitz für den Ort zuständig. Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 wurde Großröda dem Landkreis Altenburg zugeordnet.

Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam Großröda mit dem Kreis Altenburg an den Bezirk Leipzig. 1990 wurde der Ort mit dem Kreis Altenburg wieder dem Freistaat Thüringen angegliedert. Seit 1994 gehört Großröda zum Landkreis Altenburger Land.

Braunkohleabbau

Die Rohbraunkohlegewinnung spielte in der Gemarkung seit 1898 bis 1927 eine Rolle. Zwischen 1945 und 1959 wurde der Abbau mangels Energieträger wieder durchgeführt. Großröda gehört zum Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier. Die Tiefbaugrube Eugenschacht nördlich und westlich von Großröda war zwischen 1900 und 1960 in Betrieb. Ebenfalls im Jahr 1900 eröffnete die Brikettfabrik Eugen-Schacht, die bis 1928 produzierte. Nordwestlich von Großröda wurde die Braunkohle im Tagebau gefördert. Dies war zunächst der Tagebau Eugen (1911 bis 1915), danach der Tagebau Gertrud II (1914 bis 1932) und zuletzt der Tagebau Gertrud III (Zechau) (1931 bis 1959), dem Großrödas Nachbarort Petsa zum Opfer fiel.[8] Geblieben sind nach dem Ende des Braunkohleabbaus nur noch die Narben im Löss.[9] Während des Zweiten Weltkrieges unterhielten die Anhaltischen Kohlenwerke ein Lager mit 280 Zwangsarbeitern.[10]

Eingemeindung

Am Freitag dem 17. Dezember 2010 unterzeichneten der Großrödaer Bürgermeister Jens Gentsch und Wolfram Schlegel, Bürgermeister von Starkenberg, einen Eingliederungsvertrag im Altenburger Landratsamt, der die Eingemeindung Großrödas nach Starkenberg vorsah. Der Landtag stimmte dieser Fusion am 16. November 2011 zu, so, dass die Gebietsänderung am 1. Januar 2012 in Kraft trat. Bis dahin war der Ort seit 1992 Teil der VG Altenburger Land. Der ehemalige Bürgermeister Jens Gentsch ist auch weiterhin Ortsteilbürgermeister. Zu Großröda gehört die Siedlung Eugenschacht, die um den ehemaligen Braunkohleschacht entstand.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 301
  • 1995: 308
  • 1996: 312
  • 1997: 309
  • 1998: 319
  • 1999: 302
  • 2000: 303
  • 2001: 289
  • 2002: 274
  • 2003: 272
  • 2004: 271
  • 2005: 261
  • 2006: 257
  • 2007: 244
  • 2008: 241
  • 2009: 230
  • 2010: 225
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Großröda hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg. Aufgrund des Braunkohleabbaus wurde die Strecke zwischen Großröda und Meuselwitz im jahr 1965 stillgelegt. 1972 wurde die Gegenrichtung bis Großenstein stillgelegt.

Weblinks

 Commons: Großröda  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Thüringer Landesamt für Statistik
  2. CDS Nr. 22
  3. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 103
  4. Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“ in der Google-Buchsuche, ab Seite 201
  5. Die Orte des Amts Altenburg in der Google-Buchsuche, ab S. 83
  6. Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  7. Das Landratsamt Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  8. Beschreibung des Tagebaus Zechau in einem PDF-Dokument der LMBV
  9. Großröda auf der Webseite der Gemeinde Abgerufen am 11. Mai 2012
  10. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945; Heimatgeschichtliche Wegweiser, Band 8: Thüringen; Erfurt 2003; ISBN 3-88864-343-0

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großröda (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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