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Großpösna


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: LeipzigVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 150 m ü. NHN
Fläche: 41,41 km²
Einwohner: 5324 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04463
Vorwahlen: 034297, 034206
Kfz-Kennzeichen: L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR
Gemeindeschlüssel: 14 7 29 190
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Rittergut 1
04463 Großpösna
Webpräsenz: www.grosspoesna.de
Bürgermeisterin: Gabriela Lantzsch (parteilos)
}

Großpösna ist eine Gemeinde im Landkreis Leipzig, Freistaat Sachsen.

Geografie und Verkehr

Die Gemeinde liegt in der Leipziger Tieflandsbucht am Rande des Leipziger Neuseenlandes. Der Störmthaler See befindet sich auf dem Gemeindegebiet. Die Stadt liegt 13 km südöstlich vom Zentrum von Leipzig und 15 km westlich von Grimma. Durch Großpösna führen die Staatsstraße S 38 von Leipzig nach Grimma und die A 38. Auch die A 14 ist nur 5 km entfernt. Die Stadt ist im Mitteldeutschen Verkehrsbund eingebunden. So gibt es regelmäßige Busverbindungen nach Leipzig, Borna, Grimma und Naunhof, sowie einen Bahnanschluss an der Bahnstrecke Leipzig–Geithain, der von der Mitteldeutschen Regiobahn (Veolia Verkehr) bedient wird.

Ortsgliederung

Die Gemeinde Großpösna gliedert sich in die Ortsteile Großpösna, Seifertshain, Güldengossa, Störmthal und Dreiskau-Muckern. Weiterhin gehören zu Großpösna die Fluren der durch den Tagebau Espenhain devastierten Orte Rödgen und Magdeborn.

Geschichte

Auf dem Gebiet der Gemeinde fanden größere Kampfhandlungen während der Völkerschlacht bei Leipzig statt. Großpösna lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.[2] Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Leipzig I und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig.[3] 1952 kam der Ort zum Kreis Leipzig-Land im Bezirk Leipzig, der 1994 zum Landkreis Leipziger Land und 2008 zum Landkreis Leipzig kam.

Seit 1974 ist Seifertshain ein Ortsteil von Großpösna. Am 1. Januar 1996 wurde die Gemeinde Störmthal mit ihrem Ortsteil Güldengossa eingemeindet[4], genau ein Jahr später folgte Dreiskau-Muckern[5].

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1834 0377
1871 0459
1925 1063
1939 2511
1946 3089
1964 3056
1990 3038
2000 5248
2009 5458
2012 5322
2013 5305

Großpösna war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts eine kleine Landgemeinde. 1925 wurden erstmals mehr als 1.000 Einwohner gezählt. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges stieg die Einwohnerzahl um mehr als das Doppelte auf rund 2.500. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Einwohner weiter auf über 3.000. Zur Zeit der DDR blieb die Einwohnerzahl nahezu konstant. Aufgrund von Eingemeindungen in den 1990er Jahren stieg die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2000 auf über 5.000.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Michael Ranft (1700–1774), evangelischer Geistlicher, Vampirismusforscher der Aufklärung, Historiker und Schriftsteller, im Ortsteil Güldengossa geboren
  • Friedrich Naumann (1860–1919), evangelischer Theologe und ein liberaler Politiker, im Ortsteil Störmthal geboren
  • Friedrich Seetzen (1868–1943), Konsistorialpräsident der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und Oberbürgermeister von Wurzen
  • Günter Busch (1930–2006), Fußballspieler und –trainer
  • Egon Adler (* 1937), Radsportler

Politik

Wappen

Beschreibung: Im mit dem aufgewölbten Schildfuß in Grün und Silber gevierte Wappen steht auf dem Fuß eine beblätterte Eiche in verwechselten Farben von je einer Pflugschar begleitet.

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 58,3 %
 %
40
30
20
10
0
32,7 %
28,6 %
19,8 %
12,3 %
6,7 %
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 18 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • SPD: 5 Sitze
  • LINKE: 4 Sitze
  • FDP: 2 Sitze
  • Freie Wähler Störmthal (FWS): 1 Sitz

Wirtschaft

Das auf den Klavier- und Flügelbau spezialisierte Familienunternehmen Julius Blüthner Pianofortefabrik GmbH hat seinen Firmensitz in Großpösna im Gewerbegebiet Störmthal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Dreiskau-Muckern: EXPO-Dorf am Störmthaler See: gelungene Revitalisierung eines Ortes, der der Braunkohle weichen sollte; Kirche (1740-41 erbaut), Ökologisches Landwirtschaftsschulheim mit Streichelzoo
  • Seifertshain: Sanitäts- und Lazarettmuseum[7], Kirche und Friedhof mit Denkmälern der Völkerschlacht
  • Windmühle an der Straße nach Kleinpösna
  • Oberholz: Veterinärmedizinhistorische Sammlung [8]
  • Störmthal: Störmthaler See, Kirche mit Hildebrandt-Orgel (Johann Sebastian Bach war der erste Organist), Gasthof mit Oldtimer- und Lanzbulldog-Ausstellung
  • Güldengossa: Schloss Güldengossa
  • Großpösna: Wehrkirche, botanischer Garten mit Schwerpunkt auf Gewürz- und Heilpflanzen, Bergbau-Technik-Park an der A 38
  • Seit 2010 findet das Highfield-Festival auf der Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See statt.

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 60 f.
  3. Die Amtshauptmannschaft Leipzig im Gemeindeverzeichnis 1900
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1996
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  6. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  7. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Hier tobte die Völkerschlacht, da mussten Sanitäter her. (Das Sanitäts- und Lazarettmuseum Großpösna-Seifertshain) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 1, Norddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 202-203, ISBN 978-3-7776-2510-2
  8. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Lammfromme Blicke auf Pilleneingeber, Brenneisen und Lippenbremsen. (Die Veterinärmedizinhistorische Sammlung Großpösna-Oberholz) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 1, Norddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 200-201, ISBN 978-3-7776-2510-2

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Grosspösna. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 35.

Weblinks

 Commons: Großpösna  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großpösna (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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