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Großmaischeid


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: NeuwiedVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Dierdorf
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 15,52 km²
Einwohner: 2358 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56276
Vorwahl: 02689
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 023
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 5
56269 Dierdorf
Webpräsenz: www.grossmaischeid.de
Ortsbürgermeister: Uwe Engel (SPD)
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Großmaischeid (mundartlich: Grußmäschd, Mäschd oder Maischeid) ist eine mittelgroße Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie ist mit rund 2.500 Einwohnern die größte Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Dierdorf. Sie liegt nahe dem Naturpark Rhein-Westerwald und ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort mit einer guten Infrastruktur und günstigen Verkehrsanbindungen, wie zum Beispiel eine direkte Anbindung an die A 3 zwischen den Ballungsräumen Köln und Frankfurt.[2]

Geographie

Geographische Lage

Großmaischeid liegt im Westerwald im nördlichen Rheinland-Pfalz im Landkreis Neuwied, nahe dem Mittelzentrum Neuwied und dem Oberzentrum Koblenz. Großmaischeid hat eine günstige wirtschaftliche Lage zwischen den Ballungsräumen Köln und Frankfurt am Main und als Nachbarort von Kleinmaischeid auch eine touristisch attraktive Lage, da Kleinmaischeid einst der Mittelpunkt der 25 Mitgliedsstaaten von Europa war. Lokal gesehen liegt Großmaischeid südwestlich der Stadt Dierdorf im Naturpark Rhein-Westerwald, auf einem von Osten nach Westen zum Tal des Ommelsbach abfallenden Gelände. Zur Ortsgemeinde Großmaischeid gehören die Ortsteile Großmaischeid und Kausen sowie die Wohnplätze Ommelsbachermühle und das Jagdschloss Sayneck.[3]

Umliegende Gemeinden und Städte

Unmittelbare Nachbargemeinden:

Die nächsten Städte:

Die nächsten Großstädte:

Geschichte

Eine erste Besiedlung Großmaischeids fand bereits in der mittleren Bronzezeit statt (1550–1200 v. Chr.). Dies belegen die beim Bau der Autobahn (1937–1939) entdeckten Hügelgräber zwischen Giershofen und Großmaischeid. Im Jahre 80 n. Chr. errichteten die Römer den Grenzwall Limes, der etwa 6 km südwestlich von Großmaischeid verlief. Die heutige Gemarkung Großmaischeid war vor der Besiedlung bewaldet. Es war eine Naturlandschaft, die wahrscheinlich in der Zeit 850–1300 n. Chr. gerodet wurde.

Die erste urkundliche Erwähnung als Metscheid erfolgte am 20. Januar 1148 durch eine Bestätigungsurkunde der Abtei Laach (heute Abtei Maria Laach) von Papst Eugen III.. Der Papst erwähnte in diesem Schreiben an den Laacher Abt Gilbert († 1152) den salischen Zehnten (decimae salicae) zu Maischeid, der auf eine Schenkung des Rembold von Isenburg (1092–1121) zurückgeführt wurde. Diese Schenkung diente offensichtlich zur Güteraustattung des 1093 gegründeten Klosters Laach.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Großmaischeid.

  • 1815 – 0 560
  • 1835 – 0 867
  • 1871 – 0 917
  • 1905 – 1.029
  • 1939 – 1.297
  • 1950 – 1.367
  • 1961 – 1.559
  • 1965 – 1.704
  • 1970 – 1.747
  • 1975 – 1.772
  • 1980 – 1.876
  • 1985 – 1.873
  • 1987 – 1.848
  • 1990 – 1.928
  • 1995 – 2.168
  • 2000 – 2.396
  • 2005 – 2.457
  • 2010 – 2.351

Die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Großmaischeid besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[4]

  SPD CDU Gesamt
2009 9 7 16 Sitze
2004 7 9 16 Sitze

Wappen

Wappenbeschreibung:

„Spätgotischer Halbrundschild von Silber vor Blau gespalten; vorn zwei rote Balken, hinten ein durchgehendes Hochkreuz.“[5]

Wappenbegründung:

Der vordere Teil bezieht sich auf das Wappen der Herrschaft Niederisenburg, zu der bis 1664 die Orte Großmaischeid und Kausen gehörten und stellt die Isenburgischen Grundfarben des Remboldstammes dar. Die horizontalen Querbinden oder Balken sind im alten Gerichtssiegel der Gemeinde Großmaischeid zu finden. Der hintere Teil zeigt ein Kreuz, das ein altes christliches Kirchspiel symbolisiert und sich an eine Darstellung im linken gotischen Fenster der Apsis in der Pfarrkirche des Ortes anlehnt.

Gebietsreform 1974

Im Rahmen der mit Wirkung vom 17. März 1974 ausgeführten Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wurde mit diesem Datum die bis dahin selbstständige Gemeinde Kausen in die Ortsgemeinde Großmaischeid eingegliedert.[6]

Kultur

Bauwerke

Großmaischeid

  • der Wasserturm Großmaischeid wurde 1922/23 gebaut und wurde von 1924 bis 1968 genutzt. Er wurde im Jahre 2007 renoviert und steht inzwischen unter Denkmalschutz. Er ist eine Sehenswürdigkeit, in dem heute kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
  • die römisch-katholische Pfarrkirche St. Bonifatius mit einem romanischen Westturm. Das Langhaus wurde 1716/17 erbaut, das neugotische Querhaus und Chor 1875/76.
  • das älteste Haus Großmaischeids steht in der Poststraße. Man geht davon aus, dass der Fachwerkbau um das Jahr 1700, oder früher, auf noch älteren Grundmauern aufgeschlagen wurde.

Gemarkung

  • südwestlich der Ortslage im Wald, oberhalb des Sayn: Jagdschloss Sayneck
  • südwestlich der Ortslage: Wegekapelle; steinsichtig verputzter Bruchsteinbau, wohl aus dem 18. Jahrhundert

Großmaischeid-Kausen

  • Hohlstraße 8: Fachwerk-Quereinhaus, teilweise massiv, 18. Jahrhundert

Gemarkung

  • westlich oberhalb der Ortslage an der Straße nach Großmaischeid: Wegekreuz; Schaftkreuz, Basalt, bezeichnet 1851

Musik

In Großmaischeid gibt es einen Spielmannszug, der 2015, mit dem „2. Mäschder Sommerkarneval“, sein 65-jähriges Bestehen feierte.

Sport und Freizeit

Seit August 2012 verfügt Großmaischeid über einen Kunstrasenplatz (vorher Hartplatz). Des Weiteren gibt es mehrere Reiterhöfe, einen Reitplatz, einen Hundeplatz, einen Tennisplatz, eine Turnhalle, eine große Grillhütte und mehrere Spielplätze.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Veilchendienstagszug
  • Große Zeltkirmes Mäschder „Quätsche-Kärmes“
  • Martinsfeier
  • Plätzchenmark
  • „Mäschder Sommerkarneval“ (Jubiläum des Spielmannszugs; alle fünf Jahre)

Wirtschaft und Infrastruktur

Die günstige Lage von Großmaischeid in der Nähe des Oberzentrums Koblenz und des Mittelzentrums Neuwied, sowie zwischen den Ballungsräumen Köln/Düsseldorf und Frankfurt und die günstige Verkehrsanbindung durch die A 3 mit eigener Anschlussstelle (AS Dierdorf) begünstigen die wirtschaftliche Entwicklung der Ortsgemeinde. Besonders stark entwickeln konnte sich die kunststoffverarbeitende und metallverarbeitende Industrie, der Schattierungsbau und der Tourismus.

Bildung

  • Katholische Kindertagesstätte „St. Bonifatius“
  • Grundschule Großmaischeid "Hermann-Gmeiner-Schule"

Weiterführende Schulen gibt es in der benachbarten Stadt Dierdorf („Martin-Butzer-Gymnasium“ und „Nelson-Mandela-Realschule plus“ (beide freiwillige Ganztagsschulen)).

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Großmaischeid  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 32 (PDF; 2,3 MB)
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  5. Kurze Historie zu Großmaischeid auf Großmaischeid.de, abgerufen am 15. Juli 2011
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz , Seite 178 (PDF; 2,6 MB)

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großmaischeid (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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