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Großheringen


Wappen Deutschlandkarte

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Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer LandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Erfüllende Gemeinde: Bad Sulza
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 6,03 km²
Einwohner: 653 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99518
Vorwahl: 036461
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 022
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kösener Str. 10
99518 Großheringen
Webpräsenz: www.bad-sulza.de
Bürgermeister: Jens Baumbach
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Großheringen ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Weimarer Land. Erfüllende Gemeinde ist die Stadt Bad Sulza. Im Ort mündet die 128 Kilometer lange Ilm in die Saale.

Geografie

Großheringen liegt im Landkreis Weimarer Land im Nordosten Thüringens an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, etwa 15 km nordöstlich der Kreisstadt Apolda. Die Ilm und die Saale durchfließen das Gemeindegebiet, wobei die Mündung der Ilm in die Saale unmittelbar unterhalb des Ortes Großheringen liegt.

Zur Gemeinde gehören außer dem namengebenden Ort das nördlich von Ilm und Thüringer Bahn gelegene Unterneusulza sowie das für seinen Weinbau bekannte Kaatschen-Weichau, an der Saale etwa 2 km oberhalb der Ilmmündung gelegen.

Nachbargemeinden sind Bad Sulza, Schmiedehausen und Dornburg-Camburg in Thüringen sowie Naumburg (Saale) und Lanitz-Hassel-Tal in Sachsen-Anhalt.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Großheringen im Jahre 874 unter dem Namen Heringa. Der Ort gehörte bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1640 der Familie Schenk von Tautenburg.[2] Aufgrund dieser Besitzgeschichte war Großheringen in der Folgezeit bis 1815 ein Ort, der als Exklave zum kursächsischen Amt Tautenburg gehörte.[3] Mit dem Wiener Kongress kam er zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und wurde dem Amt Dornburg angegliedert.[4]

Der Ort Unterneusulza entstand im Zusammenhang mit der Salinentätigkeit im Ilmtal (1623 Anlage einer Saline).

Im Jahr 1949 fusionierten Großheringen und Unterneusulza zur Gemeinde Großheringen. Kaatschen-Weichau wurde 1974 eingemeindet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

  • Salzbrücke, Hausbrücke über die Ilm aus dem Jahr 1753, 1991 umfassend saniert
  • Mühlstein einer Waidmühle am auch als “Plan” bekannten Platz des Friedens
  • Kirche Großheringen, Saalkirche, 1723 unter Verwendung älterer Bauteile errichtet. Kanzelaltar aus der Entstehungszeit.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Fasching (Faschingssamstag)
  • Dorffestspiele (jährlich am 2. Juliwochenende)
  • Weinbergfest im Kaatschener Dachsberg (1. Septemberwochenende)

Partnergemeinde

Žinkovy im Plzeňský kraj, Tschechische Republik

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

In Großheringen fertigt der Sanitärausrüster Viega seit 1992 in einem großen Werk Rohrleitungssysteme. Die daraus resultierenden Gewerbesteuereinnahmen (brutto 2008: 3,7 Mio. Euro, 2009: 3,2 Mio. Euro, 2010: 3,7 Mio. Euro, entspricht rund 5000 Euro je Einwohner gegenüber einem Kreisdurchschnitt von 230 Euro je Einwohner) machen Großheringen gemessen am Steueraufkommen pro Kopf zu einer der reichsten Gemeinden in Thüringen.[5]

Verkehrsanbindung

Auf Grund der Lage am Zusammenfluss zweier großer Flüsse ist Großheringen für einen Eisenbahnknotenpunkt günstig gelegen. Die erste Eisenbahnstrecke von Halle/Leipzig nach Erfurt (Thüringer Bahn) durch den Ort wurde 1846 eröffnet. Sie verläuft nördlich im Saale- und südlich im Ilmtal. Heute ist sie u. a. Teil der ICE-Linie Dresden – Leipzig – Frankfurt, zweigleisig und elektrifiziert. 1876 kam mit der Saalbahn eine weitere wichtige Eisenbahnstrecke hinzu; sie zweigt sich in Großheringen von der Bahnstrecke Erfurt–Leipzig ab und verläuft südlich im Saaletal weiter über Jena, Saalfeld (Saale), Kronach und Bamberg nach Nürnberg. Heute ist sie ebenfalls zweigleisig und elektrifiziert sowie Teil der ICE-Linie Berlin – München, die jedoch den Bahnhof Großheringen nicht durchläuft. Eine weitere Eisenbahnstrecke mit Beginn in Großheringen ist die 1874 eröffnete Pfefferminzbahn nach Sömmerda, eine eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn.

Von Großheringen fahren Regionalbahnen in Richtung Weimar – Erfurt – Eisenach, Naumburg (Saale)Weißenfels – Halle (Saale), Jena – Saalfeld (Saale) und Sömmerda.

Am 24. Dezember 1935 kam es in Großheringen zum bisher schwersten Zugunglück in der Thüringer Geschichte. Dabei starben 34 Menschen.

Tourismus

Wichtige touristische Routen wie Saale-Radweg, Ilmtal-Radweg, Saale-Unstrut-Elster-Radacht und Weinstraße Saale-Unstrut führen durch das Gemeindegebiet.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Geschichte von Großheringen auf der Homepage des Orts
  3. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 34f.
  4. Orte des Amts Dornburg nach 1815 auf S. 54
  5. Steueraufkommen der Gemeinde Großheringen beim Thüringer Landesamt für Statistik

Weblinks

 Commons: Großheringen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großheringen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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