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Großheide


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Großheide (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: AurichVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 69,32 km²
Einwohner: 8537 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26532
Vorwahl: 04936
Kfz-Kennzeichen: AUR, NOR
Gemeindeschlüssel: 03 4 52 007
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 10
26532 Großheide
Webpräsenz: www.grossheide.de
Bürgermeister: Fredy Fischer (parteilos)
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Großheide (Plattdeutsch Grootheid) ist eine Gemeinde im Landkreis Aurich in Ostfriesland (Niedersachsen). Sie grenzt im äußersten Südosten an die Kreisstadt Aurich und liegt etwa 15 km von deren Stadtzentrum entfernt sowie rund zehn km östlich der Stadt Norden.

Mit 8537 Einwohnern zählt sie zu den kleineren Einheitsgemeinden im Landkreis und auch zu den kleineren Einheitsgemeinden Ostfrieslands. Die Einwohner verteilen sich auf etwas mehr als 69 Quadratkilometer, was eine Einwohnerdichte von 123 pro Quadratkilometer ergibt. Damit liegt Großheide unter den Vergleichswerten für Ostfriesland (148), Niedersachsen (168) und der Bundesrepublik Deutschland (230).

Das Gemeindegebiet ist im äußersten Südosten vom Berumerfehner Moor geprägt, das in Teilen dem Naturschutzgebiet Ewiges Meer rund um den gleichnamigen größten Hochmoorsee Deutschlands angehört. Der namensgebende Ortsteil Berumerfehn ist die einzige Fehnsiedlung im Norderland und die nordwestlichste der Bundesrepublik. Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten gehört neben zwei historischen Windmühlen die um 1200 entstandene Bonifatius-Kirche im Ortsteil Arle.

Großheide ist kaum industrialisiert und verfügt insgesamt über wenig Gewerbe. Neben der Landwirtschaft spielt der Tourismus eine Rolle. Die Gemeinde ist in starkem Maße eine Auspendler-Gemeinde, vor allem in die Städte Norden, Aurich und Emden.

Geographie

Lage und Ausdehnung

Die in Nordseenähe gelegene Gemeinde liegt größtenteils auf dem ostfriesischen Geestrücken, auf dem ehemaligen Hochmoorgebiet an die Marsch grenzt. Noch immer zeugen Kanäle und zahlreiche Entwässerungsgräben an den Rändern der Weiden von der ehemaligen Moorlandschaft, die in Teilen heute noch erhalten ist.

Die größte Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der Hofstelle Ostercoldinner Grashaus im Norden und dem Moorgebiet beim Königskeil im Süden beträgt etwa 14,5 Kilometer. In Ost-West-Richtung beträgt die Maximalausdehnung hingegen lediglich rund 7,6 Kilometer, zwischen Westermoordorf und der Grenze zur Nachbargemeinde Holtriem nahe Eversmeer.[2]

Geologie, Hydrologie und Böden

Geologisch wird die Gemeinde Großheide wie ganz Ostfriesland oberflächlich von Sedimenten des Pleistozäns und des Holozäns gebildet. Pleistozäne Ablagerungen sind in den Geestgegenden zu finden, die den zentralen Teil des Gemeindegebiets um Arle und Menstede ausmachen. Teils werden die Geestsedimente von holozänen Moorböden überlagert. Die Böden der ostfriesischen Geest entstanden zumeist aus Decksanden und Geschiebelehm während des Drenthe-Stadiums der Saale-Kaltzeit.[3] Großheide liegt am nordwestlichen Ausläufer des oldenburgisch-ostfriesischen Geestrückens, der sich vom Oldenburger Raum nach Nordwesten bis in die Gegend von Norden zieht und in jener Richtung quer durch die ostfriesische Halbinsel verläuft.

Der äußerste Norden des Gemeindegebiets hat Anteil an den Kalkmarsch- und Kleimarschböden aus Ton und Schluff von hoher Ertragsfähigkeit, wie sie auch in den Nachbargemeinden Hagermarsch und Dornum zu finden sind. Südlich davon befinden sich kleinere Streifen mit Übergangsmarschböden.

Das Gemeindegebiet besteht im zentralen Teil im Raum Arle/Menstede/Westerende/Großheide aus Podsolböden auf Orterde oder Ortstein in trockenerer Lage. Diese Böden erlaubten nur geringe landwirtschaftliche Erträge. Durch Plaggendüngung, die bis zum Auftreten des Kunstdüngers am Ende des 19. Jahrhunderts jahrhundertelang vorgenommen wurde, gibt es besonders in der Umgebung der alten Geestdörfer auch Plaggeneschböden. Durch den ständigen Neubodenauftrag liegt der Esch, in Ostfriesland (die) Gaste genannt, heute höher als die Dorfkerne. Durch diese Form der Düngung wurde die Bodenwertzahl deutlich gesteigert, wenn sie auch immer noch klar hinter fruchtbaren Böden wie jenen in der Marsch zurückblieb.[4]

An diesen zentralen Teil schließen sich südlich Podsolböden in feuchterer Lage, ebenfalls mit Orterde oder Ortstein und häufig mit Plaggeneschauflage, sowie örtlich Anmoorflächen und abgetorfte Flächen mit stark humosem Oberboden an. An diese Geestareale im zentralen Gemeindegebiet schließt sich südlich ein in Ost-West-Richtung verlaufender Streifen Niedermoorflächen an, die örtlich nach Torfabbau rekultiviert wurden.

Im äußersten Süden des Gemeindegebietes sind Regenmoorflächen zu finden. Sie sind Teil des großen Moorgebietes nordwestlich der Stadt Aurich, das sich über die Stadt, die Gemeinde Südbrookmerland, die Gemeinde Großheide und die Samtgemeinde Holtriem erstreckt. Dabei handelt es sich teilweise um randlich abgetorfte Hochmoore.

Die kleinen Wasserläufe des Großheider Gemeindegebiets entwässerten ursprünglich direkt in die Nordsee. Das durch Arle fließende Flüsschen Rendel setzte sich vor dem Bau der ersten Deiche im Mittelalter im Norden als Priel oder Seegatt im Wattenmeer fort. Um 1600 gab es in der Nähe des heutigen Ortes Neßmersiel noch regen Schiffsverkehr. Um 1700 wurde das hölzerne Siel angelegt, in der Regierungszeit Friedrichs des Großen 1779 durch ein steinernes ersetzt. Die Entwässerung des Großheider Gebietes erfolgte über das Harketief (auch: Helmer Tief) und dieses Siel. Dies änderte sich 1951, als das Siel geschlossen wurde. Seither fließt das Wasser aus den höher gelegenen Geestgegenden Großheides zwar zunächst weiterhin nach Norden, in Höhe von Terhalle allerdings nun durch den Kleinen Rendel nach Westen zum Blandorfer Tief, das weiter westlich seinen Namen in Norder Tief ändert. Recht genau auf der Grenze zwischen der Samtgemeinde Hage und Großheide fließt dem Blandorfer Tief zudem die (Blandorfer) Ehe zu, die auch Teile des westlichen Gemeindegebietes entwässert.[5] Nach 1951 entwässerte das Großheider Gebiet über das Norder Tief durch das Leybuchtsiel in die Leybucht. Durch Anlegung des Speicherbeckens Leyhörn 1991 und des Störtebekertiefs zum dortigen neuen Leysiel wird seither über letzteres entwässert. Zuständig hierfür ist der Entwässerungsverband Norden.[6]

Flächennutzung

Flächennutzung 2011
Nutzung Fläche in ha
Gebäude- und Freiflächen 582
davon Wohnflächen 405
davon Gewerbe- und Industrieflächen 27
Betriebsflächen 56
davon Abbauland 44
Erholungsflächen 55
davon Grünanlagen 37
Verkehrsflächen 306
davon Straßen, Wege, Plätze 297
Landwirtschaftsflächen 5227
davon Moore 415
Wasserflächen 119
Waldflächen 578
Flächen anderer Nutzung 8
davon Friedhöfe 3
davon Unland 4
Gesamtfläche 6932

Die Flächennutzungstabelle rechts[7] macht den überragenden Anteil der Landwirtschaftsflächen in Großheide deutlich: Er beträgt rund 75,4 Prozent und liegt damit fast genau im ostfriesischen Durchschnitt von rund 75 Prozent,[8] jedoch deutlich über dem bundesrepublikanischen Durchschnitt von 52,3 Prozent. Mit 8,33 Prozent Waldflächenanteil liegt Großheide deutlich über dem ostfriesischen Durchschnitt von rund zwei Prozent, jedoch klar unter demjenigen der Bundesrepublik: In Deutschland sind etwa 29,5 Prozent der Staatsfläche bewaldet.[9] 415 Hektar des Gemeindegebiets, im äußersten Südosten gelegen, sind noch von Mooren bedeckt, das entspricht einem Flächenanteil von recht genau sechs Prozent.

Nachbargemeinden

Großheide grenzt an gleich drei Samtgemeinden und hat daher eine größere Zahl von Nachbargemeinden, nämlich zehn. Östlich von Großheide liegen die Gemeinden Nenndorf und Eversmeer (beide Samtgemeinde Holtriem im Landkreis Wittmund). Südöstlich von Großheide befindet sich die Kreisstadt Aurich. Jenes menschenleere Großheider Gebiet, das an die Auricher Stadtteile Tannenhausen und Georgsfeld angrenzt, besteht jedoch aus aufgeforsteten, ehemaligen Hochmoorflächen sowie nach Torfabbau verheideten Flächen, so dass es keine direkte Straßenverbindung nach Aurich gibt. Im Süden grenzt Großheide an die Gemeinde Südbrookmerland, im Südwesten an die Gemeinden Rechtsupweg und Leezdorf (beide Samtgemeinde Brookmerland) sowie im Westen an die Gemeinden Halbemond, Berumbur und den Flecken Hage (alle Samtgemeinde Hage). Nördlich von Großheide befindet sich die Gemeinde Dornum. Diese Kommunen liegen allesamt im Landkreis Aurich. Wird die Zahl der Nachbarkommunen auf Samtgemeindeebene gezählt, so ergeben sich sechs Nachbarn.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Großheide besteht heute aus den zehn Ortsteilen Arle, Berumerfehn, Coldinne, Großheide-Mitte, Menstede, Ostermoordorf, Südarle, Südcoldinne, Westerende und Westermoordorf.[10]

Klima

Großheide liegt in der gemäßigten Klimazone, hauptsächlich im direkten Einfluss der Nordsee. Im Sommer sind die Tagestemperaturen tiefer, im Winter häufig höher als im weiteren Inland. Das Klima ist insgesamt von der mitteleuropäischen Westwindzone geprägt. Nach der effektiven Klimaklassifikation von Köppen befindet sich Großheide in der Einteilung Cfb. C steht für ein warm-gemäßigtes Klima, Cf für ein feucht-gemäßigtes Klima mit warmen Sommern b.

Mikroklimatisch zu berücksichtigen sind die Hochmoorkomplexe im Südosten der Gemeinde. Wegen der Untergrundverhältnisse in einem Regenmoor sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht extrem. Im Sommer kann es tagsüber zu sehr hohen Temperaturen am Boden kommen, sodass durch Selbstentzündung Moorbrände entstehen können. Zudem sind Moorgegenden sehr viel nebelintensiver als die Umgebung. Durch den jahrhundertelangen Torfabbau und die damit verbundene Entwässerung ist dieser Effekt allerdings nicht mehr so stark ausgeprägt wie in der ursprünglichen Naturlandschaft. Die Anzahl der Frosttage ist allerdings im Hochmoorgebiet deutlich höher als in der Umgebung, es kommt häufiger zu Früh- und Spätfrösten.[11]

Die nächstgelegene Wetterstation befindet sich im benachbarten Aurich, das sehr ähnliche klimatische Bedingungen wie der Großteil des Großheider Gemeindegebietes aufweist. Die Klimatabelle der dortigen Station:

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Aurich
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 1,0 1,3 3,7 6,9 11,5 14,6 16,0 15,9 13,2 9,6 5,2 2,2 Ø 8,5
Niederschlag (mm) 66,6 43,1 57,9 48,2 57,8 83,8 82,1 78,6 76,6 76,2 84,4 74,3 Σ 829,6
Sonnenstunden (h/d) 1,19 2,29 3,32 5,33 6,83 6,63 6,06 6,25 4,4 2,96 1,56 0,93 Ø 4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
66,6
43,1
57,9
48,2
57,8
83,8
82,1
78,6
76,6
76,2
84,4
74,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte

Schon im Mittelalter war der Ortsteil Arle, im 12. Jahrhundert Erle genannt, eine dem Bistum Bremen unterstehende Propstei. Noch heute steht in der Mitte des kleinen Geestdorfes die Bonifatiuskirche. Das im Jahre 1290 erbaute Prämonstratenserkloster im Ortsteil Coldinne ist heute nicht mehr erhalten.

Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen dem ostfriesischen Grafen Edzard dem Großen und den Häuptlingen Hero Omken aus dem Harlingerland und Edo Wiemken der Jüngere von Jever kam es auch im vorliegenden Gebiet zu Kampfhandlungen. 1495 war Edzard in das Harlingerland eingefallen. Bei Arle fand am 9. August jenes Jahres eine Schlacht zwischen ostfriesischen und Harlinger Truppen statt. Der ostfriesische Anführer Eilke Howerda von Uphusen war nach zeitgenössischem Bericht für den unglücklichen Ausgang der Schlacht und den Tod vieler seiner Landsleute verantwortlich, darunter viele Reiter aus dem Norderland unter ihrem Anführer Halle Tiarches. Eilke Howerda gerit in Harlinger Gefangenschaft. Erst im darauffolgenden Jahr gelang es Edzard, die feindlichen Truppen im nur wenig westlich gelegenen Westerholt zu stellen.[12]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteils Großheide stammt aus dem Jahre 1552. Sie findet sich im Schatzungsregister des Amtes Berum. Die von Ubbo Emmius 1595 erstellte Karte Ostfrieslands zeigt bereits Großheide als Grote Heyde.

Im ausgehenden Mittelalter waren es auf dem Gemeindegebiet die sogenannten Poolachten, die den Landesausbau durch Moorkultivierung betrieben. Wie in benachbarten Regionen geschah dies durch das Upstreeksrecht. Bei den Poolachten handelte es sich eigentlich um Wegebau- und Entwässerungsverbände; die Moorkultivierung übernahmen sie zusätzlich. Die Achten bestanden aus den Interessenten (also Bauern) des nördlichen Norderlandes. Über den randlichen Abbau des großen Moorgebietes im Süden der heutigen Gemeinde Großheide kamen die Poolachten jedoch nie hinaus.[13]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Ostfriesland dreimal (1622–1624, 1627–1631 und 1637–1651) von fremden Truppen eingenommen und als Quartier benutzt, wenn auch keine größeren Kampfhandlungen stattfanden. Von 1622 bis 1624 besetzten die Mansfelder Ostfriesland. Die Orte in der Umgebung litten unter der Besetzung durch die Truppen. Die beiden folgenden Besetzungen bedeuteten zwar ebenfalls Belastungen durch Kontributionen. Die Besatzer von 1627 bis 1631 jedoch, kaiserliche Truppen unter Tilly, „hielten Manneszucht und vermieden Ausschreitungen“[14], desgleichen die von 1637 bis 1651 in Ostfriesland einquartierten hessischen Truppen unter Wilhelm V. von Hessen-Kassel. Auch materiell stellte sich die Situation unter den beiden Besetzungen anders dar als unter Mansfeld: Es wurden zwar Kontributionen eingetrieben, doch wurden diese auch wieder in der Region ausgegeben.[15] Während des Krieges brach in Ostfriesland die Pest aus, Todeszahlen für das vorliegende Gebiet sind jedoch nicht dokumentiert.[16]

Preußische Zeit (1744–1806/15)

Im Jahr 1744 fiel Ostfriesland durch eine Exspektanz an Preußen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts war Arle noch der Marktort des vorliegenden Gebietes. Dort siedelten mit Abstand die meisten Handwerker und Kaufleute. Aus einer preußischen Statistik des Jahres 1756 geht hervor, dass in Arle und Ost-Arle zusammen 26 Kaufleute und Handwerker angesiedelt waren, darunter allein neun Leineweber, vier Kaufleute, je drei Schuster und Zimmerer und je zwei Bäcker, Schneider und Schmiede. Zum Vergleich: In Westerende gab es zu jenem Zeitpunkt fünf Kaufleute und Handwerker, in Menstede drei und in Großheide (Ort) einen. Allerdings hatte Arle die führende wirtschaftliche Rolle, die es im Mittelalter im östlichen Norderland gespielt hatte, zu diesem Zeitpunkt bereits an den Flecken Hage abgeben müssen, der zugleich Sitz des Amtes Berum war. In Hage waren laut derselben Statistik 61 Kaufleute und Handwerker ansässig.[17]

Nach der Unterzeichnung des Urbarmachungsediktes durch Friedrich den Großen (1765) wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Ostfriesland mehr als 80 neue Moorkolonien angelegt. Die erste im vorliegenden Gebiet war Müntjedorf, das ab 1772 auf staatlichen Flächen besiedelt wurde. Weitere Moorsiedlungen auf staatlichem Boden waren Südarle (gegründet 1797) sowie Klosterdorf und Bredefeld (beide 1801). Auch die seit dem Mittelalter bestehenden Poolachten traten als Siedlungsentwickler in Erscheinung. Auf ihren Flächen wurden um 1790 Ostermoordorf gegründet sowie 19797 Westermoordorf und um 1800 Südcoldinne. Die Moorkolonien entstanden von Anbeginn als Streusiedlungen, was sich noch Jahrzehnte später in Form eines nur unzureichenden Wegenetzes bemerkbar machte. Jeder Kolonist konnte die Größe seines Kolonats selbst bestimmen.[18] Landwirtschaftliche Grundlage der Moorkolonien war die Moorbrandkultur. Dabei wurden im Sommer kleine Gräben angelegt, um ein Stückchen Moor zu entwässern. Im Herbst wurde das Moor in Schollen gehackt, die im Winter durchfroren und im darauffolgenden Frühjahr geeggt wurden. Im späten Frühjahr zündeten die Kolonisten die bearbeiteten Moorflächen an und legten Samen zumeist von Buchweizen in die Asche, der sehr schnell wächst und nach wenigen Wochen geerntet werden konnte. Der Buchweizen, ein Knöterichgewächs, wurde danach verarbeitet. Angebaut wurden auch Kartoffeln, Roggen und Hafer.[19] Der Moorboden war durch diese Form der Bearbeitung allerdings nach einigen Jahren ausgelaugt, so dass die Erträge sanken. Die Moorkolonien wurden daher mit wenigen Ausnahmen zu Notstandsgebieten, zumal sie nach recht kurzer Zeit bereits überbevölkert waren: Die Aussicht auf eine eigene landwirtschaftliche Existenz, gefördert durch zwölf Freijahre ohne Abgaben an den Staat, hatte (zu) viele Kolonisten angelockt.

Um die Stadt Norden mit Brenntorf zu versorgen, legten Bürger aus der Stadt sowie aus Hage am Ende des 18. Jahrhunderts eine Fehnkolonie an, die erste und einzige durch einen Fehnkanal erschlossene Moorkolonie im Bereich des Altkreises Norden. Die Berumer Fehngesellschaft erhielt vom Staat am 4. April 1794 einen Erbpachtvertrag über eine Fläche von 1500 Moordiemat, was ungefähr 1500 Hektar entspricht.[20] Das Jahr gilt seitdem als Gründungsjahr des Ortsteils Berumerfehn. 1794 wurde mit dem Bau des Berumerfehnkanals begonnen, der vom Norder Tief bis in das Hochmoor bei der Fehnkolonie reicht. Drei Jahre später war der Bau mit dem Aushub der Hauptwieke (Haupterschließungskanal) abgeschlossen, ihm folgten weitere sogenannte Inwieken, also Seitenkanäle. Den Aushub besorgten etwa 160 Arbeitskräfte aus dem Oldenburgischen, da sich ostfriesische Arbeiter weigerten, die Bauarbeiten zu übernehmen. Hier wurde der Einfluss der Poolachten deutlich, die sich der Konkurrenz durch die neu gegründete Fehngesellschaft (letztlich erfolglos) widersetzten, denn die von den Poolachten angelegten Kolonien Ostermoordorf und Westermoordorf befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft Berumerfehns.

Da die Fehngesellschaft beim Verkauf des Torfes in Norden kaum Konkurrenz durch andere Torflieferanten hatte, konnte sie nicht nur die Torfpreise, sondern auch die Bedingungen beim Torfstich diktieren, weshalb Berumerfehn noch über Jahrzehnte nach der Gründung eine völlig andere Geschichte und Sozialstruktur aufwies als die anderen Fehnsiedlungen Ostfrieslands. Während in anderen Gemeinden wie Großefehn oder Rhauderfehn nach dem Abgraben des Torfes eine (wenn auch bescheidene) landwirtschaftliche Existenz für Pächter möglich war und sich die Fehntjer ansonsten der Schifffahrt zuwandten, fehlte diese Möglichkeit in Berumerfehn. Die Fehngesellschaft ließ den Torf von Angestellten abgraben, die abgetorften Flächen zum Teil auch in Eigenregie kultivieren und nahm fremdes Vieh gegen Bezahlung dort in Obhut. Auch die Verschiffung des Torfes über den Kanal nach Norden übernahm die Fehngesellschaft in Eigenregie – eine Tätigkeit, die in anderen ostfriesischen Fehnsiedlungen zusehends zu einem florierenden Berufszweig der Fehntjer wurde. In Folge verblieben die Arbeiter und wenigen Siedler auch noch Jahrzehnte nach der Gründung Berumerfehns in Armut.[21]

Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 wurde Ostfriesland und damit auch das vorliegende Gebiet in das Königreich Holland und damit in den französischen Machtbereich eingegliedert. 1810 kam es als Departement Ems-Orientale (Osterems) unmittelbar zum französischen Kaiserreich, 1813 schließlich kam es nach den Befreiungskriegen erneut kurzzeitig zu Preußen. Nach dem Wiener Kongress 1814/15 trat Preußen Ostfriesland an das Königreich Hannover ab.

Hannoversche Zeit und Kaiserzeit (1815–1918)

Der Ortsteil Berumerfehn entwickelte sich auch in Hannoverscher Zeit kaum. Erst 1816, neunzehn Jahre nach Fertigstellung des Hauptkanals, war die Hauptwieke vollständig besiedelt, und es dauerte noch weitere 34 Jahre, bis die in wenigen Hundert Metern Entfernung angelegte Osterwieke komplett besiedelt war. Dementsprechend gestaltete sich die Bevölkerungsentwicklung: 1816 lebten in Berumerfehn 119 Einwohner, 1833 waren es 187 und 1858 dann 250. Zum Vergleich: In den entwickelten Fehngebieten Ostfrieslands hatte sich die Einwohnerzahl in jenem Zeitraum verdoppelt, verdreifacht oder vervierfacht und dabei die Zahl von 1000 und teils 2000 Personen bereits überschritten.[22] Das Amt Berum berichtete 1844, dass von 28 Siedlern einer wohlhabend, sieben nicht bedürftig und 20 bedürftig seien. Auf zwei der Fehntjer Moorsiedler kam im Durchschnitt eine Kuh.[23] Von der Schiffsbauprämie, die die Hannoversche Regierung 1844 für den Ausbau der (Binnen-)Schiffsflotten in den Fehngebieten ins Leben gerufen hatte, profitierte die Bevölkerung Berumerfehns nicht, da die Torfschiffe sich in der Hand der Norder Fehngesellschaft befanden. Deren Flotte blieb während des gesamten 19. Jahrhunderts auf ähnlich niedrigem Niveau: 1816 gab es 16 Binnenschiffe für den Torftransport nach Norden, 1882 waren es 20. In den meisten anderen Fehnorten übertraf schon allein die Zahl seegehender Schiffe die Zahl der berumerfehntjer Schiffe.[24]

Die Verkehrsinfrastruktur Großheides wurde erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts deutlich verbessert. Zwischen 1860 und 1880 wurde der Postweg von Hage über Arle nach Westerholt (heutige Landesstraße 6) mit Klinkersteinen gepflastert. Durch den Bau der Ostfriesischen Küstenbahn erhielt Westerende einen Bahnhof.[25]

Großheide wurde 1885 im Zuge der preußischen Kreisreform dem neu gegründeten Landkreis Norden angegliedert, dem es bis zu dessen Auflösung 1977 angehörte. Die Gemeinde Berumerfehn, seinerzeit noch selbstständig, war zu jenem Zeitpunkt die nach Fläche zweitgrößte des Landkreises[26], wobei weite Teile des Gemeindegebietes jedoch Ödland (Moor) waren.

Das Norder Spirituosenunternehmen Doornkaat erwarb um 1900 nach und nach zirka 300 Hektar Ländereien nahe dem Kernort Großheide. Diese bestanden zu etwa fünf Sechstel aus Heide und einem Sechstel aus kultiviertem Grünland. Die Schnapsfabrik wollte die beim Destillieren anfallende Schlempe als Dünger auf den neu erworbenen Ländereien nutzen. Zu diesem Zweck wurde in die Straße von Norden über Hage nach Großheide Schienen in die Fahrbahn verbaut, so dass Ochsengespanne die Karren mit der Schlempe sicher transportieren konnten. Unternehmenschef Jan (III.) ten Doornkaat Koolmann ließ ferner ein großes Gutshaus für den Gutsverwalter, mehrere Viehställe, eine große Scheune, zwei Feldscheunen sowie Arbeiterwohnungen errichten. Bereits nach wenigen Jahren stellte sich jedoch heraus, dass der Betrieb nicht rentabel arbeitete. Bis dahin unkultivierte Flächen wurden daher an Moorkolonisten veräußert, nach dem Ersten Weltkrieg schließlich die gesamten Ländereien an den Landkreis Norden.[27]

Der südliche Raum des Gemeindegebietes um Südarle, Südcoldinne und Ostermoordorf wurde erst 1911 mit einer geklinkerten Straße an den Ort Großheide und damit an die Kreisstadt Norden angeschlossen.[28] Zuvor befanden sich dort lediglich morastige Wege.

Weimarer Republik und Nationalsozialismus

Im April 1919 kam es jedoch zu sogenannten „Speckumzügen“ von Emder Arbeitern, an die sich Landarbeiterunruhen und ebensolche Raubzüge im Rheiderland anschlossen. Arbeiter brachen in geschlossenen Zügen in die umliegenden Dörfer auf und stahlen Nahrungsmittel bei Bauern, wobei es zu Zusammenstößen kam. Die Lage beruhigte sich erst nach der Entsendung von in der Region stationierten Truppen der Reichswehr. Als Reaktion darauf bildeten sich in vielen Orten Ostfrieslands – auch solchen, die von den „Umzügen“ nicht betroffen waren – Einwohnerwehren. Die Wehr in Berumerfehn umfasste 60 Personen, die über 50 Waffen verfügten, diejenige in Westerende über 55 Mann mit 30 Waffen. In Arle bildete sich ebenfalls eine Einwohnerwehr von 49 Personen, jedoch offenbar erst spät, so dass Waffen zwar „angefordert“ wurden, jedoch ist über die Umsetzung dieses Wunsches nichts mehr bekannt. Aufgelöst wurden die Einwohnerwehren erst nach einem entsprechenden Erlass des preußischen Innenministers Carl Severing am 10. April 1920.[29]

Im Ortsteil Westerende wurde 1919 eine neue Molkerei errichtet. Während die im Gemeindegebiet angefallenen Milchmengen bis dahin zu Molkereien in Norden und Westerholt geliefert wurde, blieb sie nunmehr innerhalb des Gebiets.[30]

In vielen Moor- und Geestgebieten Ostfrieslands machte sich auch im vorliegenden Gebiet schon spätestens Mitte der 1920er-Jahre ein deutlicher Rechtsruck bei den Reichstagswahlen bemerkbar. Die DNVP erhielt 1924 in Menstede-Coldinne 61 Prozent der Wählerstimmen, vier Jahre später sogar 76 Prozent. Abgelöst wurde sie von der NSDAP, die ab 1930 obsiegte.

Wie im gesamten Nordwesten Niedersachsens erhielt in der Weimarer Republik die Landvolkbewegung Auftrieb, nachdem sich 1927 eine Missernte ereignet und die Bauern zusehends in Existenznöte gebracht hatte. Durch die Konzentration auf Mengen statt auf Qualität waren die Probleme jedoch zum Teil auch hausgemacht. Wie in anderen Landesteilen flatterte die schwarze Fahne, Symbol der Schwarzen Schar des Florian Geyer im Bauernkrieg, als Zeichen des Protests. Am 5. Januar 1928 kam es in Aurich zu einer Großdemonstration von Landwirten aus der Region, an der 4000 Menschen teilnahmen. Die Nationalsozialisten mit ihrer Blut und Boden-Ideologie sahen sich als Sachwalter der Nöte der Landwirte und fanden in vielen Gemeinden entsprechenden Zulauf.[31]

Die Bauern im Gemeindegebiet wurden im Reichsnährstand gleichgeschaltet. Die Verabschiedung des Reichserbhofgesetzes stieß bei vielen Bauern auf Proteste, da sie sich in ihrer wirtschaftlichen Entscheidungsfreiheit beschränkt sahen. In den Moorkolonien kam hinzu, dass die landwirtschaftlichen Grundstücke oft zu klein waren, um eine Vollbauernstelle darzustellen. Das Verbot, Erbhöfe zu veräußern, traf somit diejenigen Betriebe an der unteren Größenbegrenzung eines Erbhofes von 7,5 Hektar ganz besonders. Obwohl es viele richterliche Urteile zugunsten der klagenden Kleinbauern gab, blieb der Anteil der Erbhofbauern in der Region dennoch über dem Reichsdurchschnitt.[32]

Nachkriegszeit

Aufgrund der kargen Bodenverhältnisse in weiten Teilen des heutigen Gemeindegebiets und der damit einhergehenden geringeren landwirtschaftlichen Produktivität im Vergleich zu den Marschgebieten nahmen die damaligen fünf Gemeinde nur unterdurchschnittlich viele Vertriebene aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches auf. So betrug der Anteil in Menstede-Coldinne 1946 14,8 Prozent und sank vier Jahre später auf 13 Prozent.

Die unzureichende Straßenanbindung der Moorkolonien im Süden des Gemeindegebietes wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg durchgreifend verbessert. Noch bis in jene Zeit war der Transport von Waren oft nur mit Pferdefuhrwerken auf (besonders im Winterhalbjahr) morastigen Wegen möglich. Für 1,5 Mio. DM (im damaligen Wert) wurden 24 Kilometer neue Straßen gebaut, darunter die Coldinner Straße (Südarle - Großheide), der Königsweg (Willmsfeld - Berumerfehn) und der im östlichen Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung verlaufende Middelweg. Zudem wurden Nebenstraßen angelegt, so dass die Streusiedlungen insgesamt an das örtliche Verkehrsnetz angeschlossen wurden.[33]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Arle, Berumerfehn, Menstede-Coldinne und Westerende in die Gemeinde Großheide eingegliedert.[34]

Als der Landkreis Norden 1974 plante, im Arler Hammrich eine Mülldeponie zu errichten, wehrte sich eine Bürgerinitiative erfolgreich gegen dieses Vorhaben. An den Widerstand erinnert heute ein Gedenkstein mit der plattdeutschen Aufschrift „Nooit“ („Niemals“). Seit der Kommunalreform wurde insbesondere der Hauptort Großheide ausgebaut. Es entstand unter anderem ein künstlich angelegter Marktplatz (ohne historischen Vorgänger) mit umliegenden Geschäften, außerdem wurden an der Peripherie des Ortes weitere Einzelhandelsgeschäfte angesiedelt.

Einwohnerentwicklung

Bei der Bildung der Gemeinde 1972 verzeichnete Großheide 7467 Einwohner.[35] Die Einwohnerzahl stieg in den folgenden zwei Jahrzehnten auf mehr als 8000 Einwohner. Die Gemeinde Großheide verzeichnet seit einiger Zeit einen Rückgang der Einwohnerzahl. So lebten in Großheide 2008 noch 8832 Menschen, ein Jahr später waren es noch 8659 und wiederum ein Jahr später 8652. Neubürger stammen oftmals aus Nordrhein-Westfalen oder Süddeutschland: Sie suchen sich in Küstennähe einen Altersruhesitz. Bei Familien hingegen sind weniger Gewinne zu verzeichnen.[36]

Tabelle

Die Zahlen aus den Jahren 1961 und 1970 sind die jeweiligen Volkszählungsergebnisse einschließlich der später eingegliederten Orte.[34]

Jahr Einwohner
1961 6.465
1970 7.389
1972 7.467
2008 8.832
2009 8.659
2010 8.652
2011 8.604

Politik

Die SPD hat in der Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten zumeist eine relative, teils auch absolute Mehrheit der Stimmen errungen. Bei der ersten Bundestagswahl 1949 holten die Sozialdemokraten in allen fünf damals noch selbstständigen Gemeinden, die heute die Großgemeinde Großheide bilden, die Mehrheit der Stimmen: in Arle, Berumerfehn, Großheide, Menstede-Coldinne und Westerende.[37] Bei der darauffolgenden Wahl 1953 errang die CDU in Menstede-Coldinne eine relative Mehrheit, die anderen vier Gemeinden blieben SPD-dominiert. Die Bundestagswahl 1969, die der CDU in weiten Teilen der sozialdemokratischen Hochburg Ostfriesland[38] neue Rekordergebnisse brachte, hatte auch im heutigen Gemeindegebiet seinen Niederschlag gefunden: In Menstede-Coldinne und Westerende errang sie die absolute Mehrheit. Die SPD wiederum holte in Berumerfehn und Großheide die absolute und in Arle die relative Mehrheit der Stimmen. Bei der „Willy-Brandt-Wahl“ 1972, die der SPD in Ostfriesland den damaligen Rekordwert an Stimmen erbrachte, gewannen die Sozialdemokraten in Westerende, Großheide und Berumerfehn die absolute Mehrheit, in Menstede-Coldinne hingegen die CDU, die darüber hinaus in Arle die relative Stimmenmehrheit erzielte. Seit der Kommunalreform und dem Zusammenschluss der fünf Gemeinden zur Großgemeinde Großheide liegt die SPD insgesamt vor der CDU. Aus den drei vergangenen Bundestagswahlen 2005, 2009 und 2013 gingen die Sozialdemokraten in Großheide als stärkste Kraft hervor.

Gemeinderat

Großheide hat den Status einer Einheitsgemeinde. Der Gemeinderat der Gemeinde Großheide besteht aus 22 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 8.001 und 9.000 Einwohnern.[39] Die 22 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.[40] Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Fredy Fischer.

Die jüngste Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[41]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
SPD 46,73 % 10 +1,17 % -1
CDU 30,86 % 7 +3,2 % +1
Freie Wählergemeinschaft (FWG) 10,87 % 2 -6,44 % -2
Bündnis 90/Die Grünen 7,23 % 2 +7,23 % +2
Die Linke 2,84 % 1 +2,84 % +1
FDP 1,44 % 0 +1,44 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2011 lag mit 49,49 %[41] unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 52,5 %.[42] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 10. September 2006 lag die Wahlbeteiligung bei 54,18 %.[43] Nach der Kommunalwahl im September 2011 vereinbarten SPD und Grüne eine Kooperation und bilden eine Gruppe im Rat. Sie verfügt über eine Mehrheit von zwei Stimmen.[44]

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Großheide ist Fredy Fischer (Parteilos). Bei den letzten Bürgermeisterwahlen am 16. Juni 2014 wurde er in einer Stichwahl mit 67,33 % der Stimmen gewählt, sein Gegenkandidat Arno Mennen (SPD) erhielt 32,67 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,95 %.[45] Fredy Fischer trat sein Amt zum 1. November 2014 an.

Vertreter in Landtag und Bundestag

Im Niedersächsischen Landtag (Legislaturperiode ab 2013) ist derzeit ein Abgeordneter aus dem Wahlkreis 86 (Aurich, Südbrookmerland, Ihlow, Großefehn, Brookmerland, Großheide) vertreten. Das Direktmandat gewann bei der Wahl 2013 der Auricher Sozialdemokrat Wiard Siebels. Er stellte sich bei der Landtagswahl zum zweiten Mal zur Wahl. Über Listenplätze der Parteien zog kein weiterer Politiker aus dem Wahlkreis in den Landtag ein. In Großheide ergab sich für Siebels persönlich wie auch für die SPD bei den Zweitstimmen eine relative Mehrheit.[46]

Großheide zählt zum Bundestagswahlkreis Aurich-Emden. Dieser umfasst die Stadt Emden und den Landkreis Aurich. Bei der Bundestagswahl 2013 wurde der Sozialdemokrat Johann Saathoff direkt gewählt.[47] Über Listenplätze der Parteien zog Heiko Schmelzle für die CDU aus dem Wahlkreis in den Bundestag ein. Die Großheider stimmten bei den Erststimmen mit absoluter Mehrheit für Saathoff und bei den Zweitstimmen mehrheitlich für die SPD.[48]

Kommunale Finanzen

Die Gemeinde Großheide kann seit einigen Jahren ihren Etat nicht mehr ausgleichen. Im Haushaltsjahr 2013 stehen Aufwendungen von 9,096 Millionen Euro Erträge von nur 8,898 Millionen Euro gegenüber. Der Schuldenstand belief sich auf 2,107 Millionen Euro per Ende 2012 im Vergleich zu 1,963 Millionen Euro ein Jahr zuvor.[49] Die Gemeinde Großheide war 2011 mit rund 1,9 Millionen Euro verschuldet. Allein 487.000 Euro fielen davon im Haushaltsjahr 2011 an. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag seinerzeit bei 219,07 Euro und damit dreimal so hoch wie 2010. Im Vergleich zu anderen niedersächsischen Gemeinden lag sie jedoch etwa 230 Euro niedriger.[50]

Im Haushaltsjahr 2013 machen Schlüsselzuweisungen des Landes Niedersachsen mit 3,295 Millionen Euro in dem 9-Millionen-Etat den größten Posten aus. Der Anteil an der Einkommensteuer betrug 1,476 Millionen Euro, die Grundsteuern schlugen mit 802.000 Euro zu Buche, die Gewerbesteuer in der strukturschwachen Gemeinde hingegen lediglich mit 800.000 Euro. Auf der Ausgabenseite standen die Personalkosten mit 3,59 Millionen Euro obenan, gefolgt von der Kreisumlage an den Landkreis Aurich mit 2,855 Millionen Euro. Für Abschreibungen auf Investitionen fielen 828.000 Euro an.[51]

Wappen und Flagge

Wappenbeschreibung:

„In Schwarz schräg gekreuzt ein silberner Abtstab und ein silberner Moorspaten, begleitet oben von einer goldenen Eichel, unten von einer goldenen Pflugschar, rechts und links von je einem goldenen sechszackigen Sporenrädlein.“

Wappenbegründung:

Der Abtstab weist auf das frühere Kloster Coldinne hin, der Moorspaten auf die jahrhundertelange Kultivierung der Moore im Süden der Gemeinde, und die vom Norder Stadtwappen übernommenen Sporenräder auf die Zugehörigkeit Großheides zum Norderland. Die Eichel symbolisiert den nach der Moorkultivierung aufgeforsteten Berumerfehner Wald und der Pflug die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde.

Die Gemeinde führt zudem eine Flagge mit drei Streifen: zwei schmale schwarze und ein breiter gelber in der Mitte. In die drei Streifen ist das Wappen linksstehend eingefügt. Die Gemeindeverwaltung gibt die Flaggen an interessierte Bürger zum Hissen auf dem eigenen Grundstück ab.[52]

Partnerschaften

Partnerstadt ist seit 1990 Woldegk in Mecklenburg-Vorpommern.

Religion

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Großheide wurde am 1. Januar 1974 von der Muttergemeinde Arle abgetrennt und verselbständigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Wald- und Moormuseum in Berumerfehn zeigt eine heimatkundlichen Sammlung, in der die Besiedlung des Berumerfehner Moores, der Naturraum Hochmoor mit seiner Tier- und Pflanzenwelt und der Lebensraum Wald dargestellt werden. Es liegt am Rande jenes aufgeforsteten Areals, das nach der Trockenlegung des Moores angelegt wurde. Untergebracht ist es im früheren Schulgebäude der ehemaligen Dorfschule, am Rande des Hochmoores und direkt am Berumerfehner Wald.[53]

Bauwerke

In Arle und Berumerfehn stehen zwei historische Kirchen, wobei diejenige in Arle die deutlich ältere ist: Sie stammt aus der Romanik.

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 2000 findet alljährlich im Hochsommer ein Treckertreffen im Ortsteil Berumerfehn statt. Zur 14. Auflage fuhren rund 300 alte Landmaschinen an, ein Teilnehmer gar aus Belgien. Einer der Höhepunkte ist ein Korso der Traktoren.[54]

Zu den Brauchtumsveranstaltungen im Jahresverlauf zählen das Osterfeuer (zumeist am Karsamstag), sowie das Aufstellen eines Maibaums, am Vorabend des 1. Mai. An Christi Himmelfahrt werden vereinzelt noch Brautpfade gelegt. Eine sportliche Veranstaltung, die ebenfalls an Christi Himmelfahrt stattfindet, ist das Pultstockspringen am sogenannten Nooit-Stein im Arler Hammrich.

Weitere Veranstaltungen sind:

  • „MuSeum7 – Musik am See um Sieben“ – Live-Musik-Event am Kiessee[55]
  • "Kieselchen" - Das Kinderfest in der Kieselbucht[56]
  • Rock an der Mühle
  • Gewerbeschau des Gewerbevereins Großheide
  • "Buurderee - die kulturelle Hofdiele". In der Buurderee im Großheider Ortsteil Ostermoordorf finden regelmäßige kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen, Konzerte, Vorträge oder Shows statt[57]

Kulinarische Spezialitäten

Neben den regionaltypischen Mahlzeiten in Ostfriesland wie Grünkohl mit Pinkel (im Winter) und diversen Fischgerichten sowie dem ebenfalls in der gesamten Region verbreiteten hohen Teekonsum gibt es drei Spezialitäten, deren Name unmittelbar mit demjenigen der Gemeinde verbunden sind. Dabei handelt es sich zum einen um Grootheider Stipp, eine Sauce, die vorzugsweise zu Pellkartoffeln gegessen wird. Aus der örtlichen Friesen-Apotheke im Hauptort Großheide stammen zudem zwei Kräuterspezialitäten: Der Grootheider Bittern ist ein Magenbitter, beim Grootheider Törfbrott handelt es sich um Kräuterbonbons.

Sport

Universalsportvereine in der Gemeinde sind der SV Arle, TuS Großheide und SuS Berumerfehn. Daneben gibt es in Berumerfehn noch die „Fehntjer Fußball-Freunde“ (FFF Berumerfehn), die sich ausschließlich auf die genannte Sportart konzentrieren. Im Jugendfußball arbeiten die vier Vereine zusammen und haben zu diesem Zweck den JFV (Jugendfußballverein) Großheide gegründet. Trotz sinkender Geburtenzahlen soll es jungen Fußballern so ermöglicht werden, auf Vereinsebene in ihrer Heimatgemeinde zu kicken.[58] Die Friesensportarten Boßeln und Klootschießen werden in sieben Vereinen in Großheide, Menstede-Arle, Westerende, Coldinne, Berumerfehn, Südarle und Ostermoordorf betrieben. Neben den Turnhallen an den Schulen und den Sportplätzen der genannten Vereine gibt es in der Gemeinde auch einen Badesee (Badesee Großheide).

Sprache

In Großheide wird neben Hochdeutsch auch Ostfriesisches Platt gesprochen. Der Ort Großheide führt auf seinem Ortseingangsschild neben dem hochdeutschen Namen auch den plattdeutschen, Grootheid.

Wirtschaft und Infrastruktur

Weite Teile des Gemeindegebiets werden von Landwirtschaftsflächen eingenommen. In puncto Beschäftigung spielt der primäre Sektor jedoch nur noch eine geringere Rolle. Produktionsbetriebe sind in Großheide nur wenige zu finden. In einem Gewerbegebiet in Südcoldinne haben sich einige Handwerksbetriebe angesiedelt, weitere sind verstreut in den Ortsteilen zu finden. Industriebetriebe gibt es in Großheide nicht. Unter den Dienstleistungen spielt der Tourismus eine gewisse Rolle.

Gemessen an der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Arbeitsort, nimmt der (allgemeine) Dienstleistungssektor in Großheide mit einem Anteil von 31,8 Prozent die führende Rolle ein. Weitere 21,1 Prozent entfallen auf Handel, 14,8 Prozent auf Verkehr und Nachrichtenübermittlung und 1,5 Prozent auf das Gastgewerbe. Insgesamt kommt der Dienstleistungssektor damit auf einen Anteil von 69,2 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe hat einen Anteil von nur 3,1 Prozent, weitere 23,7 Prozent arbeiten im Baugewerbe. Verarbeitendes und Baugewerbe stellen zusammen somit 26,8 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsort Großheide. Im primären Sektor (Landwirtschaft) sind 2,6 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wobei die tatsächliche Zahl der in der Landwirtschaft (wie auch im Gastgewerbe) tätigen Personen deutlich höher liegt, da die (für gewöhnlich selbstständigen) Landwirte und ihre mithelfenden Familienangehörigen in einer Übersicht der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nicht eingerechnet ist.[59]

Insgesamt ist die Gemeinde in hohem Maße ein Auspendler-Gebiet, wobei neben den Städten Norden und Aurich vor allem das Volkswagenwerk Emden eine sehr hohe Bedeutung als Ziel der Berufspendler hat. Für den Ortsteil Menstede-Coldinne war das Autowerk 2006 der größte Arbeitgeber.[60] 2451 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stehen 655 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gegenüber (Stand: 2006). 301 Arbeitnehmer pendeln nach Großheide ein, 2097 Großheider hingegen gingen außerhalb der Gemeinde einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.[61] Der Auspendler-Überschuss beträgt folglich fast 1800 Personen bei einer Einwohnerzahl von rund 8700.

Separate Arbeitsmarktdaten für Großheide werden nicht erhoben. Die Gemeinde gehört zum Geschäftsbereich Norden innerhalb des Bezirks Emden-Leer der Bundesagentur für Arbeit. Im Geschäftsbereich Norden lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2015 bei 9,8 Prozent.[62] Sie lag damit 3,9 Prozentpunkte über dem niedersächsischen Durchschnitt. Etwa zwei Prozent der abhängig Beschäftigten sind im Landwirtschaftssektor tätig. Im produzierenden Gewerbe finden 27 Prozent, in Handel, Gastgewerbe und Verkehr 36 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ihr Auskommen. In anderen Dienstleistungsberufen sind 34 Prozent der Beschäftigten tätig (Stand: 2014).[63]

Landwirtschaft

In der Landwirtschaft Großheides ist ein starker Strukturwandel zu beobachten. So nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 1991 bis 2007 um nahezu zwei Drittel ab, bei gleichzeitiger Vergrößerung der Betriebsflächen bestehender Betriebe.[64] Damit einher gingen Flächenvergrößerungen der bestehenden Betriebe. Der Anteil der unmittelbar in der Landwirtschaft tätigen Einwohner ging dagegen in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem durch fortschreitende Technisierung, stark zurück. Neben den rein landwirtschaftlichen Betrieben gibt es einige vor- und nachgelagerte Unternehmen dieses Sektors.

Die Gemeinde ist in puncto Fläche deutlich von der Landwirtschaft geprägt. Rund 75 Prozent der knapp 70 Quadratkilometer der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt. Dabei ist aufgrund der geringeren Bodengüte Milchwirtschaft vorherrschend. Der Landkreis Aurich ist der elftgrößte Milcherzeuger-Landkreis in Deutschland,[65] wozu die Gemeinde Großheide aufgrund des hohen Flächenanteils der Landwirtschaft bei gleichzeitig unterdurchschnittlicher Gemeindeflächengröße in einem gewissen Umfang beiträgt. Die Milchlandwirte leiden seit einigen Jahren unter einem sehr niedrigen Milchpreis. Die Ziegen- und Schweinehaltung ist im Vergleich zur Rinderhaltung ohne größere Bedeutung, Geflügelhaltung nimmt hingegen zu.

Ackerbaulich werden die Landwirtschaftsflächen vor allem zum Anbau von Futtermitteln, vor allem Mais, genutzt. Der Mais wird vor allem zur Gewinnung von Silage angebaut. Darüber hinaus spielt der Anbau von Nutzpflanzen zur Gewinnung von Biogas eine Rolle. Der starke Anstieg bei der Zahl der Biogas-Anlagen führt jedoch zu einer Ausweitung der Anbauflächen für Mais, die in Ostfriesland insgesamt zwischen 2005 und 2010 um 60 Prozent gewachsen sind. Damit einher ging eine Verteuerung der Landwirtschaftsflächen für Ackerland und Grünland um 31 und 40 Prozent.[66]

Einzelne Höfe haben sich auf biologisch erzeugte Produkte spezialisiert und entsprechenden Vermarktungsorganisationen angeschlossen. Zusatzeinkommen verdienen sich Bauern durch die Aufstellung von Windkraftanlagen sowie Biogas-Anlagen. In geringerem Umfang bieten Landwirte zudem Räume für Feriengäste (Urlaub auf dem Bauernhof) an. Hausschlachtungen von Privatpersonen für den Eigenbedarf finden zwar noch statt, sind aber der Traditionspflege ebenso zuzurechnen wie der Versorgung.[67]

Tourismus

Gemeinsam mit den Nachbarkommunen Südbrookmerland, Aurich und Holtriem hat die Gemeinde Großheide eine etwa 40 Kilometer lange Radroute „Rund um das Ewige Meer“ eingerichtet.[68] Die Route führt unter anderem durch die Moor- und Heidevegetation des Berumerfehner Moores. Mit den Nachbarkommunen Hage und Marienhafe bildet Großheide das "Störtebekerland" [1] .

Verkehr

Großheide liegt abseits der Hauptverkehrswege wie Eisenbahnlinien, Autobahnen und Bundesstraßen. Im Straßenverkehr ist die Haupterschließungsstraße die Landesstraße 6, die von Norden nach Esens führt. Sie durchquert das nördliche Gemeindegebiet in Ost-West-Richtung und ist die Hauptverbindungsstraße in das Mittelzentrum Norden. Der weitere überörtliche Verkehr wird über Kreisstraßen abgewickelt, wobei besonders denjenigen stärkere Bedeutung zukommt, die das südliche Gemeindegebiet mit der Bundesstraße 72 im Bereich der Samtgemeinde Brookmerland und der Gemeinde Südbrookmerland verbinden, da von dort aus die Städte Aurich und Emden sowie die Autobahn 31 erreichbar sind. An der Landesstraße sowie an Teilabschnitten einiger Kreisstraßen befinden sich baulich vom Straßenkörper getrennte Radwege.

Großheide ist nicht direkt an das Bahnnetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Die nächsten Fernbahnhöfe befinden sich in Norden und Marienhafe. Letztgenannter bietet jedoch nur Verbindungen auf der Regionalexpress-Linie NorddeichHannover, während am Norder Bahnhof auch InterCity-Züge in Richtung Rhein-Ruhr sowie Hannover–Berlin/Leipzig verkehren. Im Ortsteil Westerende gibt es einen Bahnhof der heute als Museumsbahn genutzten Ostfriesischen Küstenbahn. Für die Reaktivierung der Strecke für den planmäßigen Regionalverkehr setzt sich eine Bürgerinitiative ein.[69]

Öffentliche Einrichtungen

Unter den öffentlichen Einrichtungen ist die Gemeindeverwaltung mit ihren Tochterbetrieben wie dem Bauhof zu nennen. Darüber hinaus hat die Gemeinde ein privatwirtschaftliches Unternehmen gegründet, das sich zu 100 Prozent in ihrem Besitz befindet und dem Betrieb einer Biogas-Anlage dient. Künftig soll der Betrieb eines Windparks hinzukommen: Zusammen mit dem Landkreis Aurich hält die Gemeinde Anteile an einer Firma, die zusammen mit Privatinvestoren einen Windpark im Arler Hammrich betreiben will. Auf diese Weise soll die Gemeinde über Gewerbesteuerrückflüsse direkt von den Anlagen auf ihrem Gebiet profitieren.[70] Das Schloss Großheide dient seit 2012 als Jugendhilfeeinrichtung unter der Regie des Leinerstiftes.[71] Einzige weitere nennenswerte öffentliche Einrichtung ist die örtliche Polizeistation, die jedoch nicht rund um die Uhr besetzt ist.

Bildung und Gesundheit

In der Gemeinde sind vier Schulen ansässig. Im Schulzentrum im Hauptort sind die Friederikenschule (Haupt- und Realschule) sowie die Förderschule und die Frya Fresena Grundschule untergebracht. Eine weitere Grundschule namens Waldschule befindet sich im Ortsteil Berumerfehn. Frühkindliche Bildung und Betreuung wird in einer Kinderkrippe und vier Kindergärten angeboten. Jeweils einer der Kindergärten befindet sich in den Ortsteilen Südarle und Berumerfehn, die anderen drei Einrichtungen im Hauptort. Darunter ist auch ein Integrationskindergarten. Weiterführende Schulangebote sind in der weniger als 9000 Einwohner zählenden Gemeinde nicht zu finden. In der benachbarten Samtgemeinde Hage bietet die Kooperative Gesamtschule die Möglichkeit, das Abitur abzulegen, darüber hinaus in Norden das Ulrichsgymnasium. Die Berufsbildenden Schulen sind ebenfalls in Norden. Die nächstgelegene Fachhochschule ist die Hochschule Emden/Leer, die nächstgelegene Universität die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Im Hauptort der Gemeinde sind die meisten Mediziner ansässig. Wie in vielen anderen ländlichen Gemeinden Deutschlands auch wird für Großheide in Zukunft ein Fachärzte-Mangel erwartet.[72] Das nächstgelegene Krankenhaus ist die Ubbo-Emmius-Klink in Norden.

Medien

Großheide liegt im Einzugsbereich zweier Tageszeitungen, Ostfriesischer Kurier und Ostfriesen-Zeitung. Der in Norden erscheinende Kurier ist seit 1867 die Heimatzeitung des Norderlandes und hat dort nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 90 Prozent.[73] Die in Leer erscheinende Ostfriesen-Zeitung verfügt über ein Redaktionsbüro in Norden und berichtet von dort aus über das Lokalgeschehen. Aus dem Verlagshaus des Kuriers stammt darüber hinaus das wöchentlich erscheinende Anzeigenblatt „Echo“. Aus der Gemeinde berichten zudem der Bürgerrundfunksender Radio Ostfriesland und Radio Nordseewelle.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Eine etwas ältere Darstellung der Besiedlung des Raumes liefert Eberhard Rack: Siedlung und Besiedlung des Altkreises Norden., Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN.

Daneben sind die folgenden Werke, die sich mit Ostfriesland im Allgemeinen beschäftigen, auch für die Historie und Beschreibung der Gemeinde insofern bedeutsam, als sie einzelne Aspekte beleuchten:

  • Otto Aden: Entwicklung und Wechsellagen ausgewählter Gewerbe in Ostfriesland von der Mitte des 18. bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts. (Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 40), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1964, ohne ISBN.
  • Walter Deeters: Ostfriesland im Dreißigjährigen Krieg, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 78 (1998), S. 32-44.
  • Hans Bernhard Eden: Die Einwohnerwehren Ostfrieslands von 1919 bis 1921. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 65 (1985), S. 81–134.
  • Beatrix Herlemann: Die ostfriesische Landwirtschaft im Nationalsozialismus. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 81 (2001), S. 205–216.
  • Theodor Janssen: Gewässerkunde Ostfrieslands. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN.
  • Karl Heinrich Kaufhold; Uwe Wallbaum (Hrsg.): Historische Statistik der preußischen Provinz Ostfriesland. (Quellen zur Geschichte Ostfrieslands, Bd. 16), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1998, ISBN 3-932206-08-8.
  • Günther Möhlmann (Bearb.): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden 1271–1530. (Quellen zur Geschichte Ostfrieslands, Bd. 2), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1955, ohne ISBN.
  • Eberhard Rack: Kleine Landeskunde Ostfriesland., Isensee Verlag, Oldenburg 1998, ISBN 3-89598-534-1.
  • Heinrich Schmidt: Politische Geschichte Ostfrieslands. (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. 5), Verlag Rautenberg, Leer 1975, ohne ISBN.
  • Theodor Schmidt: Untersuchung der Statistik und einschlägiger Quellen zu den Bundestagswahlen in Ostfriesland 1949-1972. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1978, ohne ISBN.
  • Wolfgang Schwarz: Die Urgeschichte in Ostfriesland., Verlag Schuster, Leer 1995, ISBN 3-7963-0323-4.
  • Karl-Heinz Sindowski et al.: Geologie, Böden und Besiedlung Ostfrieslands (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. 1), Deichacht Krummhörn (Hrsg.), Verlag Deichacht Krummhörn, Pewsum 1969, ohne ISBN.
  • Menno Smid: Ostfriesische Kirchengeschichte. (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. 6), Verlag Deichacht Krummhörn, Pewsum 1974 ohne ISBN.
  • Eckhard Wassermann: Siedlungsgeschichte der Moore. In: Karl-Ernst Behre, Hajo van Lengen (Hrsg.): Ostfriesland. Geschichte und Gestalt einer Kulturlandschaft., Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1995, ISBN 3-925365-85-0, S. 93–112.
  • Harm Wiemann/Johannes Engelmann: Alte Wege und Straßen in Ostfriesland. (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd. 8), Verlag Deichacht Krummhörn, Pewsum 1974, ohne ISBN.

Weblinks

 Commons: Großheide  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014  (Hilfe dazu).
  2. Die Entfernungen wurden ausgemessen mit Hilfe eines Tools auf den Seiten des Niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie , abgerufen am 18. Januar 2012.
  3. Eberhard Rack: Kleine Landeskunde Ostfriesland, Isensee Verlag, Oldenburg 1998, ISBN 3-89598-534-1, S. 24.
  4. Günter Roeschmann: Die Böden Ostfrieslands, in: Karl-Heinz Sindowski et al.: Geologie, Böden und Besiedlung Ostfrieslands (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Band 1), Deichacht Krummhörn (Hrsg.), Selbstverlag, Pewsum 1969, ohne ISBN, S. 51–106, hier S. 96 sowie kartografische Beilage.
  5. Theodor Janssen: Gewässerkunde Ostfrieslands. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 130 ff.
  6. www.entwaesserungsverband-norden.de: Beachtliches , abgerufen am 8. Oktober 2013.
  7. Quelle: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen , direkter Link auf die Seite nicht möglich. Vorgehensweise: Anklicken von „Regionaldatenbank“, ohne Anmelden „Weiter“, als Gast „Weiter“, Auswählen „Flächenerhebung“ und „Zeit und Region festlegen“, Anklicken „Einheits/Samtgemeinde“, Auswählen von Großheide (lfd. Nr. 452007), Anklicken von „Tabelle erstellen und anzeigen“, abgerufen am 27. Dezember 2011.
  8. Eberhard Rack: Kleine Landeskunde Ostfriesland. Isensee Verlag, Oldenburg 1998, ISBN 3-89598-534-1, S. 115
  9. www.destatis.de: Flächennutzung , abgerufen am 14. Februar 2012.
  10. Die Gemeinde Großheide – Hinweis: die Ortsteile werden in den Unterabschnitten aufgezählt , abgerufen am 16. Dezember 2012
  11. Thomas Huntke: Vegetationsökologische Untersuchungen zur Entwicklung des Naturschutzgebiets Lengener Meer (Landkreis Leer) - eine Fallstudie zur Effizienz des Naturschutzes von Hochmooren, Dissertation, Universität Oldenburg, 2008 (online ), Seiten 7/8 (PDF-Datei; 40,3 MB).
  12. Günther Möhlmann (Bearb.): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden 1271–1530. (Quellen zur Geschichte Ostfrieslands, Band 2), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1955, ohne ISBN, S. 47f.
  13. Eberhard Rack: Siedlung und Besiedlung des Altkreises Norden, Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 71.
  14. Walter Deeters: Ostfriesland im Dreißigjährigen Krieg, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 78 (1998), S. 32-44, hier: S. 39.
  15. Darauf hatte bereits der ostfriesische Geschichtsschreiber Tileman Dothias Wiarda in Band 5 seiner „Ostfriesischen Geschichte“ (Aurich 1795) hingewiesen: „Da indessen durch die langjährigen Einquartierungen diese Kontributionen fast völlig wieder in der Provinz verzehrt wurden, und das Geld immer in Circulation blieb, so läßt sich das aufgeworfene Rätsel einigermaßen auflösen.“ Zitiert in: Walter Deeters: Ostfriesland im Dreißigjährigen Krieg, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 78 (1998), S. 32-44, hier: S. 43.
  16. Walter Deeters: Ostfriesland im Dreißigjährigen Krieg, in: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 78 (1998), S. 32-44, hier: S. 38.
  17. Karl Heinrich Kaufhold; Uwe Wallbaum (Hrsg.): Historische Statistik der preußischen Provinz Ostfriesland (Quellen zur Geschichte Ostfrieslands, Band 16), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1998, ISBN 3-932206-08-8, S. 388.
  18. Eberhard Rack: Siedlung und Besiedlung des Altkreises Norden, Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 77.
  19. Helmut Sanders: Wiesmoor — Seine Kultivierung und Besiedlung von den Randgemeinden aus. Verlag Mettcker & Söhne, Jever 1990, ISBN 3-87542-006-3, S. 22 ff.
  20. Eberhard Rack: Siedlung und Besiedlung des Altkreises Norden, Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 73.
  21. Eberhard Rack: Siedlung und Besiedlung des Altkreises Norden, Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 72 f.
  22. Großefehn hatte 1858 insgesamt 2513 Einwohner, Warsingsfehn 1678 und (West-)Rhauderfehn 2240. Zahlen aus: Otto Aden: Entwicklung und Wechsellagen ausgewählter Gewerbe in Ostfriesland von der Mitte des 18. bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts (Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 40), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1964, o. ISBN , S. 200.
  23. Eberhard Rack: Siedlung und Besiedlung des Altkreises Norden, Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 73.
  24. Otto Aden: Entwicklung und Wechsellagen ausgewählter Gewerbe in Ostfriesland von der Mitte des 18. bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts (Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 40), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1964, o. ISBN , S. 201.
  25. Hinrich Gast (Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft): Arle , pdf-Datei, S. 6/7, abgerufen am 9. Februar 2013.
  26. www.grossheide.de: Berumerfehn , abgerufen am 9. Februar 2013.
  27. www.schloss-grossheide.de: Geschichte , abgerufen am 9. Februar 2013.
  28. Bericht aus dem Ostfriesischen Kurier vom 21. Juli 2012, archiviert in der Pressedatenbank (PDF; 935 kB) der Gemeinde-Homepage, abgerufen am 9. Februar 2013.
  29. Hans Bernhard Eden: Die Einwohnerwehren Ostfrieslands von 1919 bis 1921. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 65 (1985), S. 81–134, hier S. 94, 98, 103, 114.
  30. Bericht aus dem Ostfriesischen Kurier vom 7. April 2012, archiviert in der Pressedatenbank (PDF; 692 kB) der Gemeinde-Homepage, abgerufen am 9. Februar 2013.
  31. Beatrix Herlemann: Die ostfriesische Landwirtschaft im Nationalsozialismus. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 81 (2001), S. 205–216, hier: S. 205f.
  32. Beatrix Herlemann: Die ostfriesische Landwirtschaft im Nationalsozialismus. In: Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands, Bd. 81 (2001), S. 205–216, hier: S. 209f.
  33. www.grossheide.de: Menstede-Coldinne , abgerufen am 3. September 2011.
  34. 34,0 34,1 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 264.
  35. www.grossheide.de: Die Gemeinde Großheide , abgerufen am 1. September 2011.
  36. Tatjana Gettkowski: Großheide zieht mehr ältere Leute als Familien an. In: Ostfriesen-Zeitung, 27. Januar 2010, abgerufen am 9. Juli 2011.
  37. Zu den folgend genannten Wahlergebnisse siehe Theodor Schmidt: Untersuchung der Statistik und einschlägiger Quellen zu den Bundestagswahlen in Ostfriesland 1949-1972. Ostfriesische Landschaft, Aurich 1978, kartografischer Anhang.
  38. Klaus von Beyme: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland: Eine Einführung, VS Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-33426-3, S. 100, eingesehen bei Google Books , 10. April 2012.
  39. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten , abgerufen am 26. November 2011
  40. Gemeinde Großheide – Zusammensetzung des Gemeinderats , abgerufen am 27. November 2011
  41. 41,0 41,1 Gemeinde Großheide – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2011 , abgerufen am 27. November 2011
  42. Abwärtstrend bei Wahlbeteiligung gestoppt. In: ndr.de. 12. September 2011, archiviert vom Original am 25. August 2013, abgerufen am 2. Dezember 2014.
  43. Gemeinde Großheide – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2006 , abgerufen am 27. November 2011
  44. Rot-grünes Bündnis in Großheide , Ostfriesen-Zeitung, 4. November 2011, abgerufen am 7. November 2011.
  45. Gemeinde Großheide – Gesamtergebnis der Stichwahl zum Bürgermeister am 15. Juni 2014 , abgerufen am 6. November 2014
  46. www.landkreis-aurich.de: Ergebnis der Landtagswahl 2013 , abgerufen am 21. Januar 2013.
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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großheide (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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