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Großgründlach


Großgründlach
Statistischer Bezirk 79
Statistischer Distrikt 790Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Stadt Nürnberg
Höhe: 302 m ü. NN
Fläche: 5,09 km²
Einwohner: 4880 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 960 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 90427
Vorwahl: 0911

Lage des statistischen Bezirks 79 Großgründlach in Nürnberg

Großgründlach ist ein Gemeindeteil von Nürnberg und liegt im Knoblauchsland an der Grenze zu den Stadtgebieten von Fürth und Erlangen. Er gehört zum Statistischen Stadtteil 7 Nordwestliche Außenstadt und bildet zusammen mit Reutles und Kleingründlach den statistischen Bezirk 79.

Namensherkunft

Der Name kommt von dem Regnitz-Nebenfluss Gründlach, der den Ort, in Mühlbach und Gründlach aufgeteilt, durchquert.

Geografie

Der Ort befindet sich nördlich der Stadt nahe der Einflugschneise des Nürnberger Flughafens und ist im Nordosten mit Reutles zusammengewachsen. Im Westen liegt das deutlich kleinere Kleingründlach. Großgründlach hat 4.880 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2009).

Statistische Nachbarbezirke
Neunhof
Boxdorf

Geschichte

Großgründlach wurde 1021 das erste Mal urkundlich erwähnt ("Crintilaha") und ist somit der älteste Stadtteil Nürnbergs, der urkundlichen Erwähnung nach sogar 29 Jahre älter als Nürnberg selbst (1050). Der Ort wurde am 1. Juli 1972 im Rahmen der Gemeindegebietsreform aus dem Landkreis Fürth ausgegliedert (postalisch: 8501 Großgründlach) und nach Nürnberg eingemeindet (postalisch: 8500 Nürnberg 141, später 8500 Nürnberg 90, heute 90427 Nürnberg).[1]

Sehenswürdigkeiten

Ortsbild

Neben anderen historischen Fachwerk- und Steinhäusern macht sich insbesondere das Gasthaus Goldener Schwan an der Hauptstraße imposant bemerkbar: Ein giebelständiges Gebäude mit mächtigem Satteldach, dessen Hausteingiebel von 1776 stammt.

Bemerkenswert sind der ummauerte Kirchhof mit wehrhaftem Kirchenbau (vgl. die Wehrkirche im benachbarten Kraftshof) und das westlich anschließende Barockschloss, welches von einer Quadermauer umgeben ist. Der Kirchhof dient auch heute noch als Friedhof.

Kirche

Der viereckige Turm der Kirche St. Lorenz (St. Laurentius), die bereits 1303 nachweisbar und seit 1348 von Zisterzienserinnen in Nutzung ist (siehe auch Kloster Himmelthron), wurde im Osten über dem Chor (Chorturm) errichtet; die drei unteren Geschosse sind steinsichtig (mit je einer Sonnenuhr an der Ost- und Südseite), das achteckige Glockengeschoss ist verputzt.

Im Innern finden sich Ausstattungsstücke aus verschiedenen Zeiten: Grabplatte, Glasmalereien, barockes Grabdenkmal, Emporenanlage mit Orgel, Türbeschläge.

Im Osten am Ortsausgang von Reutles steht die ebenfalls sehenswerte St.-Felicitas-Kapelle, die vermutlich 1370 gebaut wurde. Der Turm der ganz in rotbraun gestrichenen Kapelle wurde erst 500 Jahre später gebaut.

Schloss

Das Schloss wurde über fast quadratischem Grundriss als zweigeschossiger verputzter Bau um einen Innenhof errichtet. Die Südseite besteht aus neun Achsen, wobei die mittlere Torachse durch einen Risaliten und ein Zwerchhaus im Mansarddach ausgezeichnet ist. Es befindet sich bis heute seit 1766 im Privatbesitz der Haller von Hallerstein und wird daher auch Hallerschloss genannt.

Teile der barocken Garten- und Parkanlage sind erhalten; nach Westen wird eine Allee in die Landschaft geführt (diese Allee wurde 2004 niedergelegt und mit Winterlinden neu gepflanzt).

Verkehr

Eine direkte Anbindung an den ÖPNV mit Bussen nach Nürnberg (Linie 28/29, früher Linie 33), Fürth (Linie 179, früher Linie 83, davor Linie S) und Erlangen (Linie 290) ist gegeben. Eine regelmäßige Busverbindung mit Erlangen besteht zudem mittels Umsteigen zu den Linien 20 und 30 an der Haltestelle Reutleser Straße. Nahezu perfekt ist Großgründlach an das Autobahnnetz angebunden. Die A3 ist innerhalb von 5 Minuten über die Anschlussstelle Erlangen Tennenlohe erreicht und die A73 kann über die Anschlussstellen Erlangen Eltersdorf und Fürth Steinach jeweils innerhalb weniger Minuten erreicht werden.

Der Haltepunkt Großgründlach lag in Kleingründlach an der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg. Er wurde bis zum 2. Juni 1991 von Zügen angefahren. Nach der Aufgabe des Haltepunktes, der davor im Regelverkehr schon selten angefahren wurde ("Zug hält nicht in Großgründlach") wurde einige Jahre danach die Anbindung Großgründlachs an den Bahnhof Vach via Linienbedarfstaxi aufrechterhalten. Auch diese Anbindung wurde mittlerweile eingestellt.

Literatur

  • Dehio: Bayern I: Franken, 2. Aufl., München 1999, S.404f.

Weblinks

 Commons: Großgründlach  – Sammlung von Bildern
 Wikisource: Großgründlach in der Topographia Franconiae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großgründlach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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