Großer Preis von Österreich - LinkFang.de





Großer Preis von Österreich


Großer Preis von Österreich
Red Bull Ring
Streckendaten
Hauptsponsor: A1 (2000–2003)
Red Bull GmbH (seit 2014)
im Rennkalender: 1964, 1970–1987, 1997–2003, seit 2014
Streckenlänge: 4,326 km
Rennlänge: 307,146 km in 71 Runden
Rekorde
Rundenrekord: 1:08,337
(2003, Michael Schumacher, Ferrari)
Rundenrekord Qualifikation: 1:08,082
(2002, Rubens Barrichello, Ferrari)
Die meisten Siege: Alain Prost (3)
Die meisten Poles: René Arnoux, Niki Lauda (3)

Als Großer Preis von Österreich wurde bisher 26 Mal ein Formel-1-Rennen in Österreich zunächst ein Rennen in der Gemeinde Zeltweg und später im zwei Kilometer entfernten Nachbarort Spielberg im Bezirk Murtal in der Steiermark ausgetragen. Zwischen 1965 und 1969 wurde das Rennen als Sportwagenrennen abgehalten.

1957 fand erstmals auf dem Gelände des nach 1937 errichteten Militärflugplatzes in Zeltweg (Steiermark) ein internationales Rennen für Sportwagen und Prototypen, Grand-Tourisme und Motorräder statt. 1959 fand das erste Formel 2-Rennen statt, der erste Weltmeisterschaftslauf im Jahre 1964. 1960 nahmen u. a. Jack Brabham auf Cooper-Climax und Stirling Moss auf Porsche teil. Im Jahr darauf starteten hier erstmals in Österreich Formel 1-Rennwagen. 1963 wurde das Rennen erstmals als „Großer Preis von Österreich“ ausgetragen, den Jack Brabham auf Brabham-Climax gewann. Jochen Rindt fiel nach einem Motorschaden aus.[1] In diesem Jahr hatte das Rennen keinen Weltmeisterschaftsstatus. Im folgenden Jahr zählte das Rennen zur Automobil-Weltmeisterschaft der FIA für die Formel 1. Die Strecke hatte eine Länge von 3,2 km. Es wurden 105 Runden und somit insgesamt 336 km gefahren. Die schnellste Rennrunde fuhr Dan Gurney in 1:10,56 Min. für das Brabham-Team.

Von 1970 bis 1987 wurden regelmäßig Formel-1-Rennen auf dem 1969 fertiggestellten Österreichring auf dem Gelände der Gemeinden Spielberg und Flatschach ausgetragen. Die Strecke hatte anfangs eine Länge von 5,911 km und wurde 1977 durch den Einbau einer Schikane als Reaktion auf den tödlichen Unfall von Mark Donohue 1975 auf 5,942 km verlängert. Nachdem in der ersten Saison 60 Runden zu absolvieren waren, variierte die Rundenanzahl später zwischen 52 und 54 Rennrunden. Die Strecke galt als absoluter Hochgeschwindigkeitskurs, auf welchem neben Silverstone für einige Jahre immer wieder neue Rekorde für die Durchschnittsgeschwindigkeit einer Runde erzielt wurden. Den Rennrundenrekord auf diesem Kurs hält Nigel Mansell mit 1:28,318 Min., den er sich 1987 auf Williams herausfuhr. In diesem Rennen gab es beim Start zwei große Unfälle mit Millionenschaden, danach verabschiedete sich die Formel 1 von Österreich für zehn Jahre, da die Strecke nicht mehr zeitgemäß war.

Mitte der 1990er Jahre wurde die Rennstrecke völlig umgebaut. Sie wurde modernisiert, die Sicherheitseinrichtungen (vor allem Auslaufzonen, die auf der alten Strecke völlig fehlten, wurden durch eine Verengung der Kurven geschaffen, außerdem war die neue Strecke erheblich breiter) wurden erneuert, sie bekam ein neues Teilstück und wurde auf 4,319 km verkürzt. Außerdem wurde die Strecke in A1-Ring umbenannt und gehörte nun vollständig zu Spielberg. Von 1997 bis 2003 fanden auf dem A1-Ring erneut Formel-1-Rennen statt. Im Jahr 2002 wurde die Streckenlänge im Zuge kleiner Umbauarbeiten nochmals geringfügig auf 4,326 km verändert, ein EU-weites Tabakwerbeverbot läutete jedoch im darauffolgenden Jahr eine erneute Pause ein.[2]

Danach wurde das Gelände an Dietrich Mateschitz verkauft. Er begann 2004 mit dem Umbau des Geländes in ein Motorsportzentrum. Jedoch wurde unmittelbar nach Beginn der Abbrucharbeiten das Projekt im Zuge einer negativen Umweltverträglichkeitsprüfung gestoppt und so war zeitweise nicht klar, wie das Gelände in Zukunft genutzt werden solle, da sich Red Bull nicht bereit zeigte, das Projekt nur eingeschränkt zu realisieren. Im Zuge des Wahlkampfes vor der Landtagswahl 2005 zeigte sich die Politik wieder bemüht, um „das Projekt Spielberg zu retten“. Am 15. Mai 2011 wurde die Strecke als Red Bull Ring unter dem neuen Eigentümer Dietrich Mateschitz wieder neu eröffnet.

Drei Jahre später kehrte auch die Formel 1 wieder nach Spielberg zurück. Das erste Rennen fand am 22. Juni 2014 statt.

Rekordsieger ist bis heute Alain Prost mit drei Siegen in den Saisons 1983, 1985 und 1986.

Ergebnisse

Auflage Jahr Strecke Klasse Sieger Zweiter Dritter Pole-Position Schnellste Runde
01 1963 Zeltweg F1 Australien Jack Brabham (Brabham-Climax) Vereinigte Staaten Tony Settember (Scirocco-BRM) Niederlande Carel Godin de Beaufort (Porsche) Vereinigtes Konigreich Jim Clark (Lotus-Climax) Australien Jack Brabham (Brabham-Climax)
02 1964 Zeltweg F1 Italien Lorenzo Bandini (Ferrari) Vereinigte Staaten Richie Ginther (B.R.M.) Vereinigtes Konigreich Bob Anderson (Brabham-Climax) Vereinigtes Konigreich Graham Hill (B.R.M.) Vereinigte Staaten Dan Gurney (Brabham-Climax)
1965 bis 1969 Als Sportwagenrennen ausgetragen
08 1970 Spielberg F1 Belgien Jacky Ickx (Ferrari) Schweiz Clay Regazzoni (Ferrari) Deutschland Rolf Stommelen (Brabham-Ford) Osterreich Jochen Rindt (Lotus-Ford) Belgien Jacky Ickx (Ferrari) und
Schweiz Clay Regazzoni (Ferrari)
09 1971 Spielberg F1 Schweiz Joseph Siffert (B.R.M.) Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi (Lotus-Ford) Australien Tim Schenken (Brabham-Ford) Schweiz Joseph Siffert (B.R.M.) Schweiz Joseph Siffert (B.R.M.)
10 1972 Spielberg F1 Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi (Lotus-Ford) Neuseeland Denis Hulme (McLaren-Ford) Vereinigte Staaten Peter Revson (McLaren-Ford) Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi (Lotus-Ford) Neuseeland Denis Hulme (McLaren-Ford)
11 1973 Spielberg F1 Schweden Ronnie Peterson (Lotus-Ford) Vereinigtes Konigreich Jackie Stewart (Tyrrell-Ford) Brasilien 1968 Carlos Pace (Surtees-Ford) Brasilien 1968 Emerson Fittipaldi (Lotus-Ford) Brasilien 1968 Carlos Pace (Surtees-Ford)
12 1974 Spielberg F1 Argentinien Carlos Reutemann (Brabham-Ford) Neuseeland Denis Hulme (McLaren-Ford) Vereinigtes Konigreich James Hunt (Hesketh-Ford) Osterreich Niki Lauda (Ferrari) Schweiz Clay Regazzoni (Ferrari)
13 1975 Spielberg F1 Italien Vittorio Brambilla (March-Ford) Vereinigtes Konigreich James Hunt (Hesketh-Ford) Vereinigtes Konigreich Tom Pryce (Shadow-Ford) Osterreich Niki Lauda (Ferrari) Italien Vittorio Brambilla (March-Ford)
14 1976 Spielberg F1 Vereinigtes Konigreich John Watson (Penske-Ford) Frankreich Jacques Laffite (Ligier-Matra) Schweden Gunnar Nilsson (Lotus-Ford) Vereinigtes Konigreich James Hunt (McLaren-Ford) Vereinigtes Konigreich James Hunt (McLaren-Ford)
15 1977 Spielberg F1 Australien Alan Jones (Shadow-Ford) Osterreich Niki Lauda (Ferrari) Deutschland Bundesrepublik Hans-Joachim Stuck (Brabham-Ford) Osterreich Niki Lauda (Ferrari) Vereinigtes Konigreich John Watson (Brabham-Ford)
16 1978 Spielberg F1 Schweden Ronnie Peterson (Lotus-Ford) Frankreich Patrick Depailler (Tyrrell-Ford) Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari) Schweden Ronnie Peterson (Lotus-Ford) Schweden Ronnie Peterson (Lotus-Ford)
17 1979 Spielberg F1 Australien Alan Jones (Williams-Ford) Kanada Gilles Villeneuve (Ferrari) Frankreich Jacques Laffite (Ligier-Ford) Frankreich René Arnoux (Renault) Frankreich René Arnoux (Renault)
18 1980 Spielberg F1 Frankreich Jean-Pierre Jabouille (Renault) Australien Alan Jones (Williams-Ford) Argentinien Carlos Reutemann (Williams-Ford) Frankreich René Arnoux (Renault) Frankreich René Arnoux (Renault)
19 1981 Spielberg F1 Frankreich Jacques Laffite (Ligier-Matra) Frankreich René Arnoux (Renault) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Brabham-Ford) Frankreich René Arnoux (Renault) Frankreich Jacques Laffite (Ligier-Matra)
20 1982 Spielberg F1 Italien Elio de Angelis (Lotus-Ford) Finnland Keke Rosberg (Williams-Ford) Frankreich Jacques Laffite (Ligier-Matra) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Brabham-Ford) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Brabham-Ford)
21 1983 Spielberg F1 Frankreich Alain Prost (Renault) Frankreich René Arnoux (Ferrari) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Brabham-BMW) Frankreich Patrick Tambay (Ferrari) Frankreich Alain Prost (Renault)
22 1984 Spielberg F1 Osterreich Niki Lauda (McLaren-TAG Porsche) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Brabham-BMW) Italien Michele Alboreto (Ferrari) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Brabham-BMW) Osterreich Niki Lauda (McLaren-TAG Porsche)
23 1985 Spielberg F1 Frankreich Alain Prost (McLaren-TAG Porsche) Brasilien 1968 Ayrton Senna (Lotus-Ford) Italien Michele Alboreto (Ferrari) Frankreich Alain Prost (McLaren-TAG Porsche) Frankreich Alain Prost (McLaren-TAG Porsche)
24 1986 Spielberg F1 Frankreich Alain Prost (McLaren-TAG Porsche) Italien Michele Alboreto (Ferrari) Schweden Stefan Johansson (Ferrari) Italien Teo Fabi (Benetton-BMW) Osterreich Gerhard Berger (Benetton-BMW)
25 1987 Spielberg F1 Vereinigtes Konigreich Nigel Mansell (Williams-Honda) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Williams-Honda) Italien Teo Fabi (Benetton-Ford) Brasilien 1968 Nelson Piquet (Williams-Honda) Vereinigtes Konigreich Nigel Mansell (Williams-Honda)
1988 bis 1996 kein Großer Preis von Österreich
26 1997 Spielberg F1 Kanada Jacques Villeneuve (Williams-Renault) Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes) Deutschland Heinz-Harald Frentzen (Williams-Renault) Kanada Jacques Villeneuve (Williams-Renault) Kanada Jacques Villeneuve (Williams-Renault)
27 1998 Spielberg F1 Finnland Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes) Deutschland Michael Schumacher (Ferrari) Italien Giancarlo Fisichella (Benetton-Playlife) Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes)
28 1999 Spielberg F1 Vereinigtes Konigreich Eddie Irvine (Ferrari) Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes) Finnland Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) Finnland Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) Finnland Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes)
29 2000 Spielberg F1 Finnland Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes) Brasilien Rubens Barrichello (Ferrari) Finnland Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes)
30 2001 Spielberg F1 Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes) Deutschland Michael Schumacher (Ferrari) Brasilien Rubens Barrichello (Ferrari) Deutschland Michael Schumacher (Ferrari) Vereinigtes Konigreich David Coulthard (McLaren-Mercedes)
31 2002 Spielberg F1 Deutschland Michael Schumacher (Ferrari) Brasilien Rubens Barrichello (Ferrari) Kolumbien Juan Pablo Montoya (BMW Williams) Brasilien Rubens Barrichello (Ferrari) Deutschland Michael Schumacher (Ferrari)
32 2003 Spielberg F1 Deutschland Michael Schumacher (Ferrari) Finnland Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) Brasilien Rubens Barrichello (Ferrari) Deutschland Michael Schumacher (Ferrari) Deutschland Michael Schumacher (Ferrari)
2004 bis 2013 kein Großer Preis von Österreich
33 2014 Spielberg F1 Deutschland Nico Rosberg (Mercedes) Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton (Mercedes) Finnland Valtteri Bottas (Williams-Mercedes) Brasilien Felipe Massa (Williams-Mercedes) Mexiko Sergio Pérez (Force India-Mercedes)
34 2015 Spielberg F1 Deutschland Nico Rosberg (Mercedes) Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton (Mercedes) Brasilien Felipe Massa (Williams-Mercedes) Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton (Mercedes) Deutschland Nico Rosberg (Mercedes)
35 2016 Spielberg F1 Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton (Mercedes) Niederlande Max Verstappen (Red Bull-TAG Heuer) Finnland Kimi Räikkönen (Ferrari) Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton (Mercedes) Vereinigtes Konigreich Lewis Hamilton (Mercedes)
Legende
Abkürzung Klasse Kommentar
F1 Formel 1 Formel-1-Weltmeisterschaft ab 1950
F2 Formel 2
FL Formula libre Fahrzeugklasse in der Regel vom Veranstalter ausgeschrieben
SW Sportwagen
TW Tourenwagen
GP Grand-Prix-Fahrzeuge
↓ Durchgehende graue Linien zeigen an, wann in der Geschichte auf einem neuen Kurs gefahren wurde. ↓
Einträge mit hellrotem Hintergrund waren keine Läufe zur Automobil- bzw. Formel-1-Weltmeisterschaft.
Einträge mit gelbem Hintergrund waren Läufe zur Europameisterschaft.

Weblinks

 Commons: Austrian Grand Prix  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Internationales Auto- und Motorradrennen am Flugplatz Zeltweg 1963. Technisches Museum Wien, abgerufen am 8. Juni 2015.
  2. Ringrunde. In: Printausgabe 14./15. Mai 2011. DER STANDARD, 13. Mai 2011, abgerufen am 8. Juni 2015.

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großer Preis von Österreich (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.