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Großer Preis der Schweiz


Dieser Artikel befasst sich mit dem Großen Preis der Schweiz in der Formel 1; zu den Grand-Prix-Rennen für Motorräder siehe Großer Preis der Schweiz (Motorrad); zum Großen Preis der Schweiz im Springreiten siehe CSIO Schweiz.
Großer Preis der Schweiz
Bremgarten
Streckendaten
Hauptsponsor: keinen
im Rennkalender: 1950–1954, 1982
Streckenlänge: 7,280 km
Rennlänge: 480,480 km in 66 Runden
Rekorde
Rundenrekord: 2:39,7
(1954, Juan Manuel Fangio, Mercedes-Benz)
Rundenrekord Qualifikation: 2:39,5
(1954, José Froilán González, Ferrari)
Die meisten Siege: Juan Manuel Fangio (2)
Die meisten Poles: Juan Manuel Fangio (3)

Großer Preis der Schweiz, zeitweise auch Grand Prix von Bremgarten, ist der Name eines Rundstreckenrennens, das vom Automobil Club der Schweiz ausgetragen wurde. Von 1950 bis 1954 sowie 1982 war das Rennen Teil der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Das erste Rennen wurde in der Grand-Prix-Saison 1934 auf der Bremgarten-Rundstrecke ausgetragen, bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 war der Große Preis der Schweiz Bestandteil der Rennserie. Rekordgewinner während dieser Zeit war der Deutsche Rudolf Caracciola mit drei Siegen.
Nach dem Krieg wurden zwischen 1947 und 1949 wiederum drei Läufe der Grand-Prix-Saison in Bremgarten ausgetragen; 1950 wurde das Rennen in der Schweiz als Grand Prix von Bremgarten Bestandteil der neu gegründeten Formel 1 und blieb bis 1954 im Rennkalender.

Nach dem schweren Unfall beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1955, bei dem 84 Menschen ums Leben kamen, wurden Rundstreckenrennen in der gesamten Schweiz aus Sicherheitsgründen verboten, was das Ende für den Großen Preis der Schweiz bedeutete.

Dennoch fand in den Formel-1-Saisons 1975 und 1982 jeweils ein Großer Preis der Schweiz statt, beide Rennen wurden auf dem französischen Circuit de Dijon-Prenois ausgetragen. Das Rennen 1975 zählte nicht zur Weltmeisterschaft, 1982 gewann der spätere Weltmeister Keke Rosberg hier sein einziges Rennen in dieser Saison.

Am 21. März 2003 wurde in der Bundesversammlung von Ulrich Giezendanner eine parlamentarische Initiative eingereicht, Rundstreckenrennen wieder zuzulassen. Nachdem der Ständerat am 10. Juni 2009 zum zweiten Mal nicht auf das Geschäft eintrat, wurde die Initiative endgültig abgelehnt und Rundstreckenrennen bleiben in der Schweiz weiterhin verboten.[1] Im Zentrum der Diskussion standen nicht mehr die Sicherheit, sondern umwelt- und verkehrspolitische Überlegungen.[2]

Ergebnisse

Auflage Jahr Strecke Sieger Zweiter Dritter Pole-Position Schnellste Runde
I 1934 Bremgarten Deutsches Reich NS Hans Stuck (Auto Union) Deutsches Reich NS August Momberger (Auto Union) Dritte Französische Republik René Dreyfus (Bugatti) Deutsches Reich NS Hans Stuck (Auto Union) Deutsches Reich NS August Momberger (Auto Union)
II 1935 Bremgarten Deutsches Reich NS Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz) Italien 1861 Luigi Fagioli (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Bernd Rosemeyer (Auto Union) Italien 1861 Achille Varzi (Auto Union) Deutsches Reich NS Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz)
III 1936 Bremgarten Deutsches Reich NS Bernd Rosemeyer (Auto Union) Italien 1861 Achille Varzi (Auto Union) Deutsches Reich NS Hans Stuck (Auto Union) Deutsches Reich NS Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Bernd Rosemeyer (Auto Union)
IV 1937 Bremgarten Deutsches Reich NS Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Hermann Lang (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Manfred von Brauchitsch (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Bernd Rosemeyer (Auto Union)
V 1938 Bremgarten Deutsches Reich NS Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz) Vereinigtes Konigreich Richard Seaman (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Manfred von Brauchitsch (Mercedes-Benz) Vereinigtes Konigreich Richard Seaman (Mercedes-Benz) Vereinigtes Konigreich Richard Seaman (Mercedes-Benz)
VI 1939 Bremgarten Deutsches Reich NS Hermann Lang (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Rudolf Caracciola (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Manfred von Brauchitsch (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Hermann Lang (Mercedes-Benz) Deutsches Reich NS Hermann Lang (Mercedes-Benz)
1940 bis 1946 kein Großer Preis der Schweiz
VII 1947 Bremgarten Frankreich 1946 Jean-Pierre Wimille (Alfa Romeo) Italien Achille Varzi (Alfa Romeo) Italien Carlo Felice Trossi (Alfa Romeo) Frankreich 1946 Jean-Pierre Wimille (Alfa Romeo) Frankreich 1946 Jean-Pierre Wimille (Alfa Romeo)
VIII 1948 Bremgarten Italien Carlo Felice Trossi (Alfa Romeo) Frankreich 1946 Jean-Pierre Wimille (Alfa Romeo) Italien Luigi Villoresi (Maserati) Frankreich 1946 Jean-Pierre Wimille (Alfa Romeo) Frankreich 1946 Jean-Pierre Wimille (Alfa Romeo)
IX 1949 Bremgarten Italien Alberto Ascari (Ferrari) Italien Luigi Villoresi (Ferrari) Frankreich 1946 Raymond Sommer (Talbot-Lago) Italien Giuseppe Farina (Maserati) Italien Giuseppe Farina (Maserati)
X 1950 Bremgarten Italien Giuseppe Farina (Alfa Romeo) Italien Luigi Fagioli (Alfa Romeo) Frankreich 1946 Louis Rosier (Talbot-Lago) Argentinien Juan Manuel Fangio (Alfa Romeo) Italien Giuseppe Farina (Alfa Romeo)
XI 1951 Bremgarten Argentinien Juan Manuel Fangio (Alfa Romeo) Italien Piero Taruffi (Ferrari) Italien Giuseppe Farina (Alfa Romeo) Argentinien Juan Manuel Fangio (Alfa Romeo) Argentinien Juan Manuel Fangio (Alfa Romeo)
XII 1952 Bremgarten Italien Piero Taruffi (Ferrari) Schweiz Rudolf Fischer (Ferrari) Frankreich 1946 Jean Behra (Gordini) Italien Piero Taruffi (Ferrari) Italien Piero Taruffi (Ferrari)
XIII 1953 Bremgarten Italien Alberto Ascari (Ferrari) Italien Giuseppe Farina (Ferrari) Vereinigtes Konigreich Mike Hawthorn (Ferrari) Argentinien Juan Manuel Fangio (Maserati) Italien Alberto Ascari (Ferrari)
XIV 1954 Bremgarten Argentinien Juan Manuel Fangio (Mercedes-Benz) Argentinien José Froilán González (Ferrari) Deutschland Hans Herrmann (Mercedes-Benz) Argentinien José Froilán González (Ferrari) Argentinien Juan Manuel Fangio (Mercedes-Benz)
1955 bis 1974 kein Großer Preis der Schweiz
XV 1975 Dijon Schweiz Clay Regazzoni (Ferrari) Frankreich Patrick Depailler (Tyrrell) Deutschland Jochen Mass (McLaren) Frankreich Jean-Pierre Jarier (Shadow) Frankreich Jean-Pierre Jarier (Shadow)
1976 bis 1981 kein Großer Preis der Schweiz
XVI 1982 Dijon Finnland Keke Rosberg (Williams) Frankreich Alain Prost (Renault) Osterreich Niki Lauda (McLaren) Frankreich Alain Prost (Renault) Frankreich Alain Prost (Renault)
seit 1983 kein Großer Preis der Schweiz
Legende
Abkürzung Klasse Kommentar
F1 Formel 1 Formel-1-Weltmeisterschaft ab 1950
F2 Formel 2
FL Formula libre Fahrzeugklasse in der Regel vom Veranstalter ausgeschrieben
SW Sportwagen
TW Tourenwagen
GP Grand-Prix-Fahrzeuge
↓ Durchgehende graue Linien zeigen an, wann in der Geschichte auf einem neuen Kurs gefahren wurde. ↓
Einträge mit hellrotem Hintergrund waren keine Läufe zur Automobil- bzw. Formel-1-Weltmeisterschaft.
Einträge mit gelbem Hintergrund waren Läufe zur Europameisterschaft.

Einzelnachweise

  1. Amtliches Bulletin
  2. SVG Art. 52

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großer Preis der Schweiz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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