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Großenstein


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: GreizVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Am Brahmetal
Höhe: 288 m ü. NHN
Fläche: 14,47 km²
Einwohner: 1224 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07580
Vorwahl: 036602
Kfz-Kennzeichen: GRZ, ZR
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 023
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 17
07580 Großenstein
Webpräsenz: www.vg-brahmetal.de
Bürgermeisterin: Karin Liebschner
}

Großenstein ist eine Gemeinde im Norden des thüringischen Landkreises Greiz. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Am Brahmetal und befindet sich unweit von Ronneburg im Sprottetal.

Geographie

Geographische Lage

Durch die Gemeinde fließt die Großensteiner Sprotte. Das Gemeindegebiet wird nach der naturräumlichen Gliederung des Landes Thüringen dem Rand des Altenburger Lössgebiets zugerechnet. Das Gemeindegebiet wird jenseits der Siedlungsfläche fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt. Die nächsten Städte sind Ronneburg (3 km südlich), Gera (5 km westlich) und Schmölln (7 km östlich).

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Bethenhausen, Brahmenau, Korbußen, Reichstädt, Schwaara und die Stadt Ronneburg im Landkreis Greiz sowie Löbichau und Wildenbörten im Landkreis Altenburger Land.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich in Baldenhain, Großenstein, Mückern und Nauendorf auf.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Großenstein im Jahre 1294 unter den Namen Stegen, später auch als Stein und seit Ende des 16. Jahrhunderts als Großenstein. Bis zur Reformation war die Kirche des Ortes dem vogtländischen Kloster Cronschwitz inkorporiert. Bis 1918 gehörten Großenstein, Baldenhain und Mückern zu Sachsen-Altenburg und waren seit 1900 dem Landratsamt Ronneburg zugehörig.[2] Nauendorf gehörte zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie.[3] 1922 gingen die Orte an den Landkreis Gera.

Einwohnerentwicklung

1910 hatten die Orte zusammengenommen 1514 Einwohner.[2][3] 1933 waren es aufkumuliert 1528 Einwohner.[4]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 1.410
  • 1995: 1.414
  • 1996: 1.423
  • 1997: 1.431
  • 1998: 1.436
  • 1999: 1.460
  • 2000: 1.482
  • 2001: 1.474
  • 2002: 1.450
  • 2003: 1.446
  • 2004: 1.436
  • 2005: 1.420
  • 2006: 1.395
  • 2007: 1.381
  • 2008: 1.364
  • 2009: 1.340
  • 2010: 1.307
  • 2011: 1.278
  • 2012: 1.295
  • 2013: 1.283
  • 2014: 1.257
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat wird immer von zwölf Mitgliedern besetzt, die zuletzt zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl bestimmt wurden, die Wahlbeteiligung lag bei 53,3 % (-3,5 %).[5] In den Jahren 1994 und 1999 waren im Gemeinderat mit der SPD und der FDP noch zwei politische Parteien vertreten.

Bürgermeister

1994 setzte sich Rolf Steffens von der FDP mit 86,2 % der Stimmen im ersten Wahlgang gegen weitere Mitbewerber durch. Die Wiederwahl erfolgte 1999 mit 82,2 %. 2004 wurde Ulrich Tröger (Pro Kommune) mit 65,0 % im ersten Wahlgang zum neuen Bürgermeister gewählt. Seit 2010 ist Karin Liebschner mit 96,2 % der Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt.

Wappen und Flagge

Blasonierung: „Auf silbernen Grund ein grüner Lindenbaum, der mit einem goldenen Schild, darin ein schwarzer linksschreitender Kiebitz, belegt ist, beseitet von zwei schwarzen Rauten; im grünen Schildfuß ein silberner Wellenbalken.“

Die Flagge der Gemeinde ist grün/weiß gespalten und trägt das Gemeindewappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

In der nach einem Feuer 1759 wiederaufgebauten Großensteiner Pfarrkirche mit 450 Sitzplätzen befindet sich die größte je gebaute zweimanuale barocke Poppe-Orgel mit 33 klingenden Registern. Der Turm der Kirche wurde erst 1785 fertiggestellt. Die drei Glocken wurden von der Glockengießerfamilie Ulrich in Apolda gegossen.[6] [7]

Daneben fallen 13 Vierseitenhöfe und zahlreiche Fachwerkhäuser auf. Seit 1999 gibt es ein Heimatmuseum. Sehr zentral im Ort ist das Umgebindehaus am Schmiedeberg von 1755 zu finden, das Kulturdenkmal des Freistaates Thüringen ist und 2000 mit dem Thüringer Denkmalschutzpreis ausgezeichnet wurde.

Die Großensteiner Bockwindmühle wurde in den 1980er Jahren in das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Blankenhain umgesetzt.[8]

Regelmäßige Veranstaltungen

Zu den jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen zählen das Maibaumsetzen in Nauendorf und das Schützenfest in Großenstein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Großenstein liegt an der Landesstraße L 1081 von Chursdorf bei Seelingstädt über Ronneburg nach Pölzig und zur sachsen-anhaltischen Landesgrenze bei Heuckewalde. Die Kreisstraße K 113 führt direkt zum Nachbarort Korbußen, die K 114 verbindet Großenstein über Nauendorf mit Brahmenau. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle befindet sich an der BAB 4 bei Gera-Leumnitz. Der Omnibusbetrieb Günter Herzum bedient die Gemeinde im Öffentlichen Personennahverkehr über die an Werktagen außer samstags verkehrende Buslinie 211 Gera–Ronneburg–Reichstädt–Großbraunshain–Beiersdorf. Ein Anschluss an den Schienenpersonennahverkehr bestand bis 1972 an der Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg. Seit 1978 wird ein Teil der Strecke von der Wismut-Werkbahn für den Transport von Sand aus Kayna genutzt. Die nächste Bahnstation befindet sich etwa drei Kilometer entfernt in Ronneburg, wo Regional-Express-Verbindungen nach Zwickau, Altenburg und ErfurtGöttingen bestehen.

Weblinks

 Commons: Großenstein  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 - Herzogtum Sachsen-Altenburg - Landratsamt Ronneburg. Abgerufen am 23. Oktober 2012.
  3. 3,0 3,1 Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 - Fürstentum Reuß jüngerer Linie - Landratsamt Gera. Abgerufen am 23. Oktober 2012.
  4. Stadt und Landkreis Gera. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Abgerufen am 23. Oktober 2012.
  5. Kommunalwahlergebnisse 2014
  6. Kirche zu Großenstein. Jürgen Matthes Schwaara, abgerufen am 23. Oktober 2012.
  7. Evangelische Kirche Mitteldeutschland-Kirchenkreis Altenburg-Land Abgerufen im Internet am 27. Dezember 2013
  8. Werner Dietzel: Mühlen zwischen oberer Saale und Thüringer Becken Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2012, ISBN 978-3-86777-453-6, S.163

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großenstein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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