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Großbettlingen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: EsslingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 358 m ü. NHN
Fläche: 4,23 km²
Einwohner: 4300 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1017 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72663
Vorwahl: 07022
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 022
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schweizerhof 2
72663 Großbettlingen
Webpräsenz: www.grossbettlingen.de
Bürgermeister: Martin Fritz
}

Großbettlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen im Bundesland Baden-Württemberg, rund 5 km von Nürtingen und 6 km von Metzingen entfernt.

Geografie

Geografische Lage

Großbettlingen liegt im Erms-Steinach-Albvorland in einer Höhenlage von 304 m an der Kläranlage bis 407 m auf dem Geigersbühl. Auf der Markung Großbettlingen mündet der Baumbach in die Autmut.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Nürtingen-Raidwangen und Nürtingen im Nordosten, Frickenhausen im Osten, Grafenberg (Landkreis Reutlingen) im Süden, Bempflingen im Südwesten und Altdorf im Westen.

Historische Geografie

Zu Großbettlingen gehören außer dem Dorf Großbettlingen keine weiteren Orte. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt die abgegangene Ortschaft Stetten.

Geschichte

Großbettlingen wurde erstmals 1356 gesichert als in maiori Betlingen urkundlich erwähnt. Frühere Nennungen (um 1120) im Zusammenhang mit den Klöstern in Zwiefalten und Hirsau sowie im Zusammenhang mit den Herren von Boihingen als Grundeigentümer (um 1140) sind unsicher, da sie sich auch auf Kleinbettlingen beziehen können. Großbettlingen unterstand damals den Grafen von Urach und kam Ende des 13. Jahrhunderts an Württemberg, zu dem es bis zur Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehörte.

Die Gemeinde gehörte seit 1938 zum damals neugebildeten Landkreis Nürtingen. Im Zuge der Kreisreform 1973 ging sie mit diesem im Landkreis Esslingen auf.

Religionen

Seit der Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts ist Großbettlingen evangelisch geprägt. Erst der Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg führte wieder zu einer nennenswerten Zahl römisch-katholischer Christen, die 1968 eine eigene Kirche bekamen. Seit 1948 gibt es auch eine eigenständige neuapostolische Gemeinde im Ort.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1600 250
1650 40
1750 250
3. Dezember 1834¹ 565
3. Dezember 1861¹ 585
1. Dezember 1900¹ 554
17. Mai 1939¹ 597
29. Oktober 1946¹ 736
13. September 1950¹ 781
Jahr Einwohnerzahlen
6. Juni 1961¹ 1413
27. Mai 1970¹ 2434
25. Mai 1987¹ 3464
31. Dezember 1995 3734
31. Dezember 2000 4091
31. Dezember 2005 4103
31. Dezember 2010 4181
31. Dezember 2011 4196

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Großbettlingen hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:[2] Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 53,71 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,89 %
33,49 %
19,50 %
6,12 %
Frauenliste
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+0,37 %p
+0,54 %p
-7,04 %p
+6,12 %p
Frauenliste
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FW Freie Wähler, Unabhängige Wählervereinigung 40,89 5 40,52 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,49 5 32,95 4
FRAUEN Frauenliste Großbettlingen 19,50 3 26,54 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 6,12 1
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 53,71 % 57,60 %

Wappen

Blasonierung: „In Silber (Weiß) auf grünem Schildfuß eine große zwischen zwei kleinen grünen Linden.“

Das seit 1694 in Siegeln nachweisbare Drei-Linden-Motiv wird heute mit den drei Linden auf dem Geigersbühl in Verbindung gebracht, die Mörike literarisch verewigt hat. Das Gemeindewappen wurde 1952 durch die Landesregierung verliehen.

Die Gemeindeflagge hat die Farben Grün-Weiß (Grün-Silber). Die Verleihung der Flaggenfarben erfolgte 1968 durch das Innenministerium.

Wirtschaft und Infrastruktur

Etablierte Wirtschaftszweige am Ort sind die Werkzeugtechnik, die elektronische und digitale Steuerungstechnik, die Solarindustrie, sowie der Modellanlagenbau. Das neu erschlossene Gewerbegebiet "Im Rammert" wird für zusätzliche Impulse sorgen.

Bildung

Großbettlingen verfügt über eine Grundschule, die in ihrer Tradition auf eine erstmals im Jahre 1600 genannte Schule zurückgeht. Außerdem gibt es zwei kommunale und einen römisch-katholischen Kindergarten.

Ver- und Entsorgung

Das Stromnetz in der Gemeinde wird von der EnBW Regional AG betrieben.[3] Das Erdgasnetz wird von der FairEnergie GmbH betrieben, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Reutlingen GmbH und der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH.[4]

Die Gemeinde ist Mitglied im Zweckverband Filderwasserversorgung. Großbettlingen hat als erste Gemeinde die Betriebsführung der örtlichen Trinkwasserversorgung an die Filderwasserversorgung übertragen. Bereits vor Jahren wurde die Förderung von Eigenwasser im Autmuttal eingestellt und die Pumpstation außer Betrieb genommen.

Zur Reinigung des Abwassers wird eine eigene Kläranlage betrieben.

Für die Abfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Esslingen zuständig. Es bestehen getrennte Sammlungen für Biomüll, Hausmüll und Papier. Verpackungen werden im Rahmen des Grünen Punktes in sogenannten gelben Säcken gesammelt. Sperrmüll wird gegen Abgabe eines von zwei Gutscheinen jährlich kostenlos abgeholt oder kann zu einer Entsorgungsstation gebracht werden. Bei den Entsorgungsstationen können auch Elektro- und Metallschrott sowie andere wiederverwertbare Stoffe abgegeben werden.

Bauwerke

Sehenswert ist insbesondere das 1812 erbaute Rathaus.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 283–295.
  • Christoph J. Drüppel: Großbettlingen – Geschichte der Gemeinde am Geigersbühl. Scripta, Ostfildern 1986, ISBN 3-923827-06-7.
  • Der Landkreis Esslingen. – herausgegeben vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 2, Seite 3

Weblinks

 Commons: Großbettlingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Groß-Bettlingen – in der Beschreibung des Oberamts Nürtingen von 1859

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  3. BDEW (Hrsg.): Karte der Stromnetzbetreiber 2012. Frankfurt 2012.
  4. BDEW (Hrsg.): Karte der Gasnetzbetreiber 2012. Frankfurt 2012.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großbettlingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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