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Großbartloff


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: EichsfeldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Westerwald-Obereichsfeld
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 13,77 km²
Einwohner: 935 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37359
Vorwahl: 036027
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 041
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Str. 16
37359 Küllstedt
Webpräsenz: www.grossbartloff.de
Bürgermeister: Winfried König (CDU)
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Großbartloff ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Westerwald-Obereichsfeld.

Geographische Lage

Großbartloff liegt im Obereichsfeld südlich des Höhenzugs Westerwald im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal ungefähr 15 Kilometer südlich von Heilbad Heiligenstadt. Umgeben wird die Ortslage von zahlreichen Bergen der Obereichsfelder Muschelkalkplatte, wie dem Eichberg im Südwesten, dem Schimberg (457,1 m) im Nordwesten, dem Klusberg (443,2 m) im Norden und dem Heiligenberg (435,0 m) im Südosten. Weiter östlich in Richtung Mühlhausen liegt das Thüringer Becken. Durchflossen wird das Dorf von der Lutter, einem nördlichen Zufluss der Frieda.

Geschichte

Großbartloff wurde 1306 erstmals urkundlich erwähnt. Bei einem Brand wurde das Dorf 1640 nahezu vollständig zerstört. 1740 wurde die heutige Kirche erbaut. Jahrhundertelang gehörte das Dorf zum Verwaltungsbereich von Kurmainz. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen (Kanton Großbartloff). Ab 1815 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.

Am 7. und 9. April 1945 erhielt Großbartloff US-amerikanischen Artilleriebeschuss. Die Kirche bekam drei Volltreffer, zahlreiche Wohngebäude wurden zerstört. Vier Zivilpersonen starben, darunter zwei Kinder. Am 9. April wurde der Ort dann kampflos besetzt.[2]

Von Juli 1945 bis 1949 gehörte der Ort zur sowjetischen Besatzungszone SBZ und wurde ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Großbartloff von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen. Ein Hochwasser am 23. Juli 2004 richtete schwere Sachschäden an.

Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Großbartloff im Rahmen des Baus der Kanonenbahn einen Eisenbahnhaltepunkt. Er wurde in den 1990er Jahren stillgelegt.

Wappen

Blasonierung: „Geteilt von Rot über Silber; oben ein schwebender bedachter silberner Torbogen mit Mauer, im Torbogen ein sechsspeichiges silbernes Rad; unten je drei stilisierte schrägrechte und schräglinke grüne Wacholderblätter, belegt mit zwei und darüber einer schwarzen Wacholderbeere mit je drei dreieckigen Blütenblättern.“

Sport

In Großbartloff gibt es im Fußball-Juniorenbereich ab der Saison 2011/12 eine Spielgemeinschaft mit der JSG Büttstedt/Küllstedt unter dem Namen JSG Westerwald. Die erste Mannschaft um Trainer Wolfgang Döring (ehemals FC Rot-Weiß Erfurt) spielt in der 1. Kreisklasse Staffel 2, ist dort sehr erfolgreich und verpasste in der Saison 2010/11 nur knapp den Aufstieg. Es gibt auch einen Badminton- und einen Tischtennisverein.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 1.035
  • 1995: 1.033
  • 1996: 1.048
  • 1997: 1.042
  • 1998: 1.027
  • 1999: 1.022
  • 2000: 1.025
  • 2001: 1.012
  • 2002: 1.031
  • 2003: 1.026
  • 2004: 1.020
  • 2005: 1.005
  • 2006: 1.010
  • 2007: 1.002
  • 2008: 0980
  • 2009: 0953
  • 2010: 0943
  • 2011: 0929
  • 2012: 0932
  • 2013: 0923
  • 2014: 0932
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Großbartloff setzt sich aus acht Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[3]

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Winfried König (CDU) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[4]

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten Großbartloffs gehört der am Ostrand des Dorfs gelegene und etwa 10 Meter hohe Lutterwasserfall.

Literatur

  • Norbert Degenhard: Familienbuch der katholischen Pfarrgemeinde Großbartloff (Kreis Heiligenstadt), 1683 - 1875. Leipzig: AMF 2010 (= Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher der AMF 6)

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Eduard Fritze: Die letzten Kriegstage im Eichsfeld. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2002. ISBN 3-936030-06-5. S.190
  3. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 10. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks

 Commons: Großbartloff  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Großbartloff (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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