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Groß Glienicke


Der Ort Groß Glienicke ist seit 1945 administrativ getrennt. Der Westteil war eine Gemeinde in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. 2003 wurde er nach Potsdam eingemeindet und bildet nun einen Ortsteil der Stadt. Der Ostteil kam zum West-Berliner Bezirk Spandau und ist nun eine Ortslage im Spandauer Ortsteil Kladow. Beide Teile des Ortes behielten den ursprünglichen Namen; der auf Berliner Seite jedoch in der abweichenden Schreibweise „Groß-Glienicke“ (mit Bindestrich).

Der Potsdamer Ortsteil hat 4529[1] Einwohner und der Berliner 3172. Der Potsdamer Ortsteil hat eine Fläche von 10.25 km² [2].

Geschichte

Groß Glienicke im Havelland wurde 1267 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname wurde von dem slawischen Begriff für Lehm und Ton glina abgeleitet. Die Dorfkirche, ein verputzter Feldsteinbau, entstand im 13./14. Jahrhundert. Kanzel, Altaraufsatz, Patronatsgestühl und andere Ausstattungen der Kirche stammen aus der Zeit um 1680. In der Kirche befinden sich Epitaphien und Grabsteine der vormaligen Gutsherren aus der märkischen Adelsfamilie von Ribbeck, die von 1572 bis 1788 hier residierte. Im früheren Park des Rittergutes ließ die Familie Otto Wollank Anfang des 20. Jahrhunderts historisierende Gebäude und ein Erbbegräbnis errichten. Das Rittergut wurde nach dem Tod der letzten Besitzer, des Ehepaares Otto Wollank und Dorothea Wollank, wegen seiner Schuldenlast 1938 aufgegeben und das Herrenhaus brannte 1945 ab.

Ein Gebietsaustausch zwischen der Sowjetischen Besatzungszone und dem Britischen Sektor Berlins (siehe auch Staaken) bewirkte, dass das Gemeindegebiet ab der Mitte des Groß Glienicker Sees 1945 zum West-Berliner Bezirk Spandau kam und nunmehr als Ortslage Groß-Glienicke zum Ortsteil Kladow gehört. Der brandenburgische Teil bestand als selbstständige Gemeinde weiter und wurde erst am 26. Oktober 2003 nach Potsdam eingemeindet.[3]

Durch den Verlauf der innerdeutschen Grenze wurden der Gutspark und seine Anlagen stark geschädigt. Die Berliner Mauer trennte die zum DDR-Bezirk Potsdam gehörige Gemeinde vom Groß Glienicker See ab. Der See war für West-Berliner ein beliebtes Freizeitziel, den Bürgern auf der anderen Seite der Mauern war selbst der Blick darauf unmöglich. Lediglich der Straßenname Seepromenade erinnerte sie daran, in der unmittelbaren Nähe eines großen Bade- und Freizeitgewässers zu leben. Die Grenze verlief in der Mitte des Sees, so dass es gelegentlich zu Grenzzwischenfällen kam.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten in Groß Glienicke sind:

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung: Einwohner nach Stadtteilen 2015 . Stand: 31. Dezember 2015. Online auf www.potsdam.de.
  2. Groß Glienicke
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003

Literatur

Weblinks

 Commons: Groß Glienicke  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Groß Glienicke (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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