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Gries (Graz)


Gries
5. Stadtbezirk von Graz
Basisdaten [1]
Fläche: 5,05 km²
Einwohner: 26.517 (1. Jänner 2012)
Bevölkerungsdichte: 5.201 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 8020, 8053, 8055
Geografische Lage: }}
Lage in Graz
Bezirksamt: Bahnhofgürtel 85
8020 Graz
Bezirksvorsteher: Johann Haidinger (ÖVP)[2]
1. Bezirksvorsteher-Stv.: Gertrude Schloffer (KPÖ)[2]
2. Bezirksvorsteher-Stv.: Gerhard Macher (SPÖ)[2]
Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinien: 1, 3, 5, 6, 7
Buslinien: 30–35, 39, 40, 50, 67/E
N1, N2, N3, N5, N6, N7, N8
Foto

Griesplatz bei Nacht

Der Bezirk Gries ist der 5. Grazer Stadtbezirk.

Lage

Er grenzt im Norden an den 4. Bezirk Lend (Grenze: Annenstraße, Eggenbergerstraße), im Osten an die Bezirke 1., Innere Stadt (Graz) und 6., Jakomini (Grenze: Mur), im Süden an die Bezirke 7., Liebenau (Graz), 17., Puntigam (Grenze: Tiergartenweg, Herrgottwiesgasse, Lauzilgasse, Triesterstraße, Hans-Groß-Gasse) und im Westen an die Bezirke 14., Eggenberg (Graz), 15., Wetzelsdorf und 16., Straßgang.

Geschichte

Der althochdeutsche Flurname Gries bezieht sich auf ein Kiesgeschiebe oder einen Flur mit groben Sand wie es in Uferstrecken der Mur häufig vorkommt. Durch seine exponierte, ungeschützte Lage vor den Stadtmauern und wegen der Hochwassergefahr wurde der Gries lange Zeit hindurch von Flößern, einfachen Handwerkern und Händlern als billiges Wohn- und Gewerbegebiet genützt. Erst im 17. Jahrhundert begann sich die feste Bebauung durchzusetzen. Der Bezirk hat seinen multikulturellen Charakter über die Jahrhunderte erhalten. Bis heute ist er auch für seine Rotlicht-Szene bekannt.

Verkehr

Das Zentrum des Bezirks ist der Griesplatz. Dieser ist der zentrale Umsteigepunkt von den städtischen Buslinien 31, 32, 33, 39, 40 und 67 zu verschiedenen regionalen Buslinien in die West- und Südsteiermark. Mit Ausnahme der Buslinie 67 führen alle anderen Buslinien vom Griesplatz direkt zum Jakominiplatz.

Im Bezirk liegt auch die Strafvollzugsanstalt Karlau.

Bildung

Kultur

Die Galerie K5 der Kulturvereinigung Murvorstadt am Griesplatz ist Anlaufstation im Bezirk Gries für Kunstinteressierte und Künstler aus Graz und der Steiermark. Regelmäßige Ausstellungen tragen zum besonderen Flair des Platzes bei.[4]

Sehenswürdigkeiten

Der stadteinwärtige Nordteil des Bezirks gehört zum UNESCO-Welterbe Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg.

Bauwerke

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gries
  • Altersheimkirche
  • Bürgerspitalkirche
  • Kirche Don Bosco
  • Elisabethinenkirche
  • Zentralfriedhofskirche
  • Kirche St. Andrä
  • Triestersiedlung, erbaut 1930 unter Bürgermeister Vinzenz Muchitsch. Bei der erstmals umfassenden Sanierung der aus den 1920er Jahren stammenden Gemeindebauten (mit Mietwohnungen) wurde an einer Stelle die weiße Bemalung mit „LSR“ und Pfeil schräg hinunter zu einem Kellerfenster an der Triesterstrasse – als wohl eine der allerletzten in Österreich – als denkmalgeschützt erhalten und nicht mit Wärmedämmung abgedeckt. Eine analoge Markierung an der Rückseite desselben Blocks im Westen zu Vinzenz-Muchitsch-Gasse hin lautete auf „NA“, wie Notausgang. „LSR“ war in dieser Art in den 1970er Jahren noch an einigen alten Wohnblöcken in Österreichs Städten zu lesen, manche der betroffenen Kellerfensteröffnungen waren zusätzlich mit einem 8 cm dicken, massiven, seitlich angeschlagenen Betonflügel verschlossen, was auf die Adaptierung des Kellerraums als Luftschutzraum bei Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg hinweist. Die höher liegende Bemalung mit den bis zu 1 m langen Pfeilen und 30 cm hohen Lettern sollte wohl Suchmannschaften den Weg zu Eingeschlossenen weisen, wenn Häuser teilweise zu Schutthäufen aus Ziegeln und Holzbalken eingestürzt sind.

Einzelnachweise

  1. Bezirke auf graz.at
  2. 2,0 2,1 2,2 Bezirksräte im Bezirk Gries auf graz.at
  3. Pädagogischer Panther 2002 , elternbrief.at
  4. Website Murvorstadt

Kategorien: Stadtbezirk von Graz | Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg | Gries (Graz)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gries (Graz) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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