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Greene (Einbeck)

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Greene
Stadt Einbeck
Höhe: 104 m
Einwohner: 1561 (1. Jun. 2010)
Eingemeindung: 1. Januar 2013
Eingemeindet nach: Einbeck
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05563

Der Flecken Greene ist eine Ortschaft der Stadt Einbeck.

Geographie

Der Ort liegt direkt an der Leine im Norden des Hube (Höhenzug). Im Ort kreuzen sich die L487 und die Bundesstraße 64. Auch geht die Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen dort durch.

Geschichte

Erste urkundliche Erwähnung durch Otto II. fand der Ort im Jahr 980. Eine Wallburg (Hüburg) auf einer Anhöhe zwischen Greene und Ippensen deutet allerdings auf eine frühere Ansiedlung hin. Der Ort wurde an einem Handelsweg angelegt. Die Leine wurde anfangs per Furt überquert; für 1062 ist aber bereits eine Brücke dokumentiert.

Die Burg Greene wurde 1308 errichtet, sie wurde im Jahr 1495 Sitz des Herzoglichen Amtes Greene im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Jahr 1732 erhielt Greene das Marktrecht durch Ludwig Rudolf. 1807-13 war Greene Hauptort im Kanton Greene.

Ein Postreiter zwischen Braunschweig und Holzminden wurde 1743 von einer fahrenden Post auf gleicher Strecke abgelöst. Man kann davon ausgehen, dass es damals bereits eine Postwärterei in Greene gab. Zu weiteren Details bezüglich der Entwicklung des Postwesens in Greene siehe: Postroute Braunschweig-Göttingen.

Durch die niedersächsische Verwaltungs- und Gebietsreform wurde Greene am 1. März 1974 mit 15 weiteren ehemaligen Gemeinden ein Ortsteil der Gemeinde Kreiensen[1], die zum 1. Januar 2013 mit Einbeck fusionierte.

Im 20. Jahrhundert wurde direkt im Leinetal, am Nordrand von Greene, mit Blick auf den Eisenbahnviadukt und der Greener Burg wurde das Baugebiet „Löberfeld“ [2] ausgewiesen.

Politik

Der Ortsrat von Greene setzt sich zusammen aus zwei Vertretern der SPD, vier der WG Greener Liste und einem der CDU.

Ortsbürgermeister ist Frank-Dieter Pfefferkorn.

Wappen

Das Wappen von Greene zeigt im Hintergrund eine weiße Burg, die symbolisierte Burg Greene, mit blauem Himmel auf grünem Rasen. In der unteren Hälfte ist auf rotem Schild mit blau-weiß gestücktem Schildrand ein steigender Löwe zu sehen, dem Schild der Edelherren von Homburg entsprechend.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Die St. Martinskirche wurde 1439 erbaut an der Stelle einer romanischen Kirche, deren Zerstörung im Jahr 1424 mit Ansprüchen Hildesheims auf das von den Welfen reklamierte Homburger Erbgut zusammenhängt.[3][4] Die Herren von Rauschenplatt stifteten diese Kirche gemäß einer Inschrift an der Südwand. 1575 wurde der Bau um den 8eckigen Turmaufsatz erweitert. 1690 wurden Chorraum und Fenster vergrößert. 1935 bekam der Turm eine neue Schieferdeckung. 1977 fand eine weitere Renovierung statt.
  • historisches evangelisch-lutherische Pfarrhaus am Kirchplatz ist das schönste Haus in Greene mit allerlei Schnitzereien [5].
  • Villa des königlich preußischen Generalleutnant a. D. Wilhelm von Dehn-Rotfelser (1850–1932), Sohn des Architekten der Gemäldegalerie Kassel von 1870 Heinrich von Dehn-Rotfelser[6]
  • Die Burg Greene wurde im Jahr 1308 von den Edlen von Homburg errichtet und 1694 mit der Dezember-Anordnung der Braunschweiger Herzöge Rudolf August und Anton Ulrich aufgegeben. Der Turm beherbergt heute ein Denkmal für die Heimkehrer aus russischen Kriegsgefangenenlagern und die, die dort umgekommen sind.
  • Heimatmuseum im ehemaligen herzoglich braunschweiglichem Domänenhof, Steinweg 24 in Greene. Eine historische Vierflügelanlage aus der Zeit um 1700 mit Freiflächen, ehemaliges Amtshaus 1875/76, von Johann Caspar von Völcker entworfenen, später zeitweise Nutzung als Gefängnis, und ein ehemaliges Scheunengebäude, tiefgreifend umgebaut. Im nördlichen Flügel des Domänengebäudes wurde von 1820 bis 1963 der bekannte Greener Kornbranntwein hergestellt.
  • Das Eisenbahnviadukt (Höhe 34m) wurde 1865 aus Selter Dolomit (Gestein) nach Franz von Rzihas Plänen gebaut.
  • Der Hirschsprung im Greener Wald zwischen Greene und Holtershausen gelegen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Zum 283. Mal wurde vom 2. bis 4. Oktober 2015 der Greener Jahrmarkt auf dem Domänengelände (Amtshof) in Greene abgehalten. Auch dieser wurde wieder eröffnet mit dem obligatorischen Ruf „Prost Jahrmarkt“ [7].
  • Alljährliche findet unter Mithilfe und Aufsicht der Feuerwehr Greene ein Osterfeuer an der "alten Apotheke" in Greene statt. Traditionell erfolgt der Aufbau des dafür notwendigen Gerüstes am Gründonnerstag.

Wirtschaft und Infrastruktur

  • Fischaufstiegsanlage von 2010/11 am ca. 50 m langen Streichwehres der Leine (sog. Leinewehr es, bzw. Überfall) in Greene. Dieses Querbauwerk ermöglicht hier den wandernden Fischen und Wirbellosen einen durchgängigen Aufstieg im Fischpass. Auch war dieser Bau eine der Voraussetzungen für die Wasserrechtliche Betriebserlaubnis für die Turbine der Wasserkraftanlage Greene im unmittelbar nahen ca. 100 m langen vormaligen Mühlengrabens, der mit Stahlspundwänden und Stahlbeton erneuert wurde. Dieser historische Mühlengraben ermöglichte früher den Betrieb einer Mühle und treibt seitdem eine Turbine zur Stromerzeugung an [8][9][10][11][12]
  • Ein alter Aussiedlerhof in Greene, Unter dem Hirschsprung 3, wurde 2011 zu einer modernen Reitanlage mit Schwerpunkt Westernreiten umgebaut. So setzt sich in Greene die alte Verbundenheit mit Pferden fort, war doch in Greene über 130 Jahre von 1829 bis 1960 eine der ältesten Deckstationen des Herzoglich´-Braunschweigischen Gestüts untergebracht.
  • historisches Elektrizitätswerk von Greene war das als erstes Überlandwerk im Herzogtum Braunschweig. Es wurde von Christian Strote im Jahre 1902 in der Marktstraße 18 an der Leine gebaut und versorgte damals dank der Wasserkraft der Leine 30 Ortschaften der Umgegend mit Strom und Licht. Vordem stand dort ein sehr altes Mühlengebäude. Um 1880 wurde zunächst die Ölmühle und dann 1901 die dortige Sägemühle stillgelegt, sowie 1923 auch noch eine dortige Mahlmühle. Nach dem II. Weltkrieg übernahm die Hannover-Braunschweigische Stromversorgungs-AG ([HASTRA]) die Stromversorgung dieses Überlandwerkes. Im Jahr 1999 fusionierte die Hastra zur [Avacon AG], die mehrheitlich (61,6 %) im Besitz der [E.ON] Beteiligungs GmbH ist und im Juni 2005 zur E.ON Avacon AG umfirmierte. In der historischen Halle in Greene wurde danach ein Zweigbetrieb der Werkzeugfabrik Carl Bruns-Kreiensen eingerichtet, der bis Kriegsende Tragflächen für das Focke-Wulf Flugzeug Ta 154 herstellte [13].
  • Das 1972 erbaute, mit 29°C Wassertemperatur beheizte, Hallenbad Greene mit einer Wasserfläche von 10 x 25 m wurde bis 1993 von der Gemeinde Kreiensen betrieben. Als das Bad geschlossen werden sollte, übernahm die Bürgerinitiative der Förderverein Hallenbad Greene e.V. den Badebetrieb.
  • Seit 1839 wird der Wasserstand der Leine an der Pegelstation in Greene zwecks erkennbarer Hochwassergefahren aufgezeichnet. Aktuell besteht ein Pegelhaus in einer massiven Einfriedung [14].

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

 Commons: Greene (Einbeck)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Greene in der Topographia Braunschweig Lüneburg (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 269.
  2. Das neue Bauplatzgebiet „Löberfeld“ in Greene
  3. Franziskus Lubecus,Reinhard Vogelsang Göttinger Annalen: von den Anfängen bis zum Jahr 1588 1994 S. 148
  4. Friedrich W. Ebeling Die deutschen Bischöfe bis zum Ende des sechszehnten Jahrhunderts, Band 1 1858 S. 520
  5. historisches evangelisch-lutherische Pfarrhaus in Greene
  6. Villenbauherr Wilhelm von Dehn-Rotfelser (1850-1932) , Sohn des Heinrich von Dehn-Rotfelser
  7. 283. Greener Jahrmarkt
  8. Fischaufstiegsanlage (FAL) am Leine-Wehr in Greene
  9. Bilder zur Fischaufstiegsanlage (FAL) am Leine-Wehr in Greene
  10. [ &kal_Nummer=639 Aufnahmen im Bereich der Fischaufstiegsanlage (FAL) von Greene aus 2011]
  11. Phto auf Greener E-Werkes
  12. Historische Aufnahme von 1941 der Alten Mühle und des E-Werkes von Greene
  13. Geheime Rüstungsprojekte in Südniedersachsen und Thüringen während der NS-Zeit
  14. Greener Pegel

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Greene (Einbeck) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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