Grafenberg (Landkreis Reutlingen) - LinkFang.de





Grafenberg (Landkreis Reutlingen)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: ReutlingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 422 m ü. NHN
Fläche: 3,51 km²
Einwohner: 2563 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 730 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72661
Vorwahl: 07123
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 029
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bergstraße 30
72661 Grafenberg
Webpräsenz: www.grafenberg.de
Bürgermeisterin: Annette Bauer
}

Grafenberg ist eine Gemeinde etwa 11 km nordöstlich von Reutlingen im Landkreis Reutlingen. Sie gehört zur Metropolregion Stuttgart. Zur Gemeinde Grafenberg gehören außer dem gleichnamigen Dorf Grafenberg keine weiteren Ortschaften.

Geographie

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Grafenberg, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Esslingen bzw. zum Landkreis Reutlingen

Großbettlingen, Frickenhausen, Kohlberg (Kreis Esslingen), Metzingen, Riederich (Kreis Reutlingen) und Bempflingen (Kreis Esslingen).

Geschichte

Archäologische Spuren weisen auf Menschen der Michelsberger Kultur und damit auf eine erste Besiedlung während der Jungsteinzeit um 3.500 v. Chr. hin. Etwa 500 v. Chr. siedelten sich auf der Gemarkung des Ortes die Kelten an. Grafenberg wurde 1246 erstmals urkundlich in einem Schreiben des Pfarrers an Papst Innozenz IV. erwähnt. Damals hatten die Grafen von Urach die Herrschaftsrechte im Ort, die sie aber schrittweise an die Grafen von Württemberg verkauften.

Der Ort gehörte zunächst zum Oberamt Nürtingen und dann bis 1973 zum Landkreis Nürtingen. Nach dessen Auflösung im Zuge der Kreisreform kam Grafenberg als einzige Gemeinde nicht zum Landkreis Esslingen, sondern zum Landkreis Reutlingen.

Religionen

Seit Einführung der Reformation in Württemberg ist auch Grafenberg evangelisch-lutherisch geprägt. Auch heute noch gibt es im Ort lediglich eine evangelische Kirchengemeinde. Die katholischen Christen sind der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Metzingen zugeordnet. Etwa 62 Prozent der Einwohner sind evangelisch-lutherisch, 20 Prozent römisch-katholisch und die restlichen 18 Prozent gehören anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen (1603+1648), Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Stichtag Einwohnerzahl
1603 202
1648 135
1. Dezember 1871 ¹ 660
1. Dezember 1900 ¹ 650
17. Mai 1939 ¹ 847
13. September 1950 ¹ 1.172
6. Juni 1961 ¹ 1.284
27. Mai 1970 ¹ 1.592
25. Mai 1987 ¹ 2.277
31. Dezember 1995 2.479
31. Dezember 2000 2.689
31. Dezember 2005 2.625
31. Dezember 2010 2.614

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Grafenberg hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
46,07 %
39,65 %
14,27 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,03 %p
+2,75 %p
-2,63 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FWV Freie Wählervereinigung 46,07 5 46,1 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 39,65 5 36,9 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 14,27 2 16,9 2
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 57,41 % 60,9 %

Bürgermeister

  • von 1981 bis 2013: Holger Dembek (Freie Wähler)
  • seit 2013: Annette Bauer

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die Amtszeit von Annette Bauer begann am 1. Oktober 2013.

Wappen

Blasonierung: In Gold auf rotem Schildfuß drei grüne Rebstöcke an drei grünen Pfählen. Das Wappen wurde vermutlich im 19. Jahrhundert angenommen.

Städtepartnerschaften

Partnergemeinde ist seit 1982 die französische Gemeinde Puiseux-en-France.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Das Rathaus wurde 1816 als Schule erbaut
  • Evangelische Michaelskirche, 1246 erstmals erwähnt
  • Zehntscheuer, 1811 erbaut
  • Grafenberger Kelter von 1480

Musik

  • Gesangverein Liederkranz 1877 e. V.
  • Harmonikaorchester Grafenberg e. V., gegründet 1967
  • Musikverein Grafenberg e. V., gegründet 11. April 1926

Sport

  • Tennisclub Grafenberg e. V. gegründet 1979
  • Turn- und Sportverein Grafenberg 1903 e. V.

Kultur

  • Arbeitskreis Kelter

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die B 313 (PlochingenStockach) verbindet die Gemeinde im Norden mit der Autobahn A 8 und im Süden mit Reutlingen. Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 219.

Bildung

In Grafenberg selbst gibt es eine reine Grundschule. Die Hauptschüler besuchen die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule in Großbettlingen. Realschule und Gymnasium werden vorwiegend in Metzingen besucht. Grafenberg hat drei Kindergärten.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Friedrich Volz (1944–1988), Politiker (CDU) und Landtagsabgeordneter

Literatur

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 244–258.
  • Sönke Lorenz, Andreas Schmauder, Manfred Wassner, Rainer Loose: Grafenberg: Archäologie, Geschichte und Gegenwart, Festschrift zur 750-Jahrfeier, Tübingen, 1996, ISBN 3-00-000611-7

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).

Weblinks

 Commons: Grafenberg (Landkreis Reutlingen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Grafenberg – in der Beschreibung des Oberamts Nürtingen von 1859

Kategorien: Ort im Landkreis Reutlingen | Grafenberg (Landkreis Reutlingen) | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Grafenberg (Landkreis Reutlingen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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