Grünlilie - LinkFang.de





Grünlilie


Grünlilie

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)
Gattung: Chlorophytum
Art: Grünlilie
Wissenschaftlicher Name
Chlorophytum comosum
(Thunb.) Jacques

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) (umgangssprachlich wegen der häufigen Verwendung in Büroräumen auch Beamtengras oder Beamtenpalme, aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu den Landesfarben auch Sachsenlilie) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Agavengewächse (Agavoideae). Sie ist in Südafrika beheimatet. Seit etwa 1850 verwendet man die Grünlilie als Zimmerpflanze in Europa und dem Rest der Welt. Sie ist in vielen tropischen und subtropischen Gebieten verwildert.[1]

Beschreibung

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) wächst als horstbildende, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 cm. Die knollenförmigen Wurzeln sind 5 bis 10 cm lang. Die in Rosetten stehenden Laubblätter sind 20 bis 45 cm lang und 6 bis 25 mm breit.[1] Die Laubblätter sind bei Wildform grün und können je nach Kultursorte vollständig grün sein oder grün-weiße bis grün-gelbe Streifen aufweisen.

Die ausgebreiteten bis liegenden und später hängenden, verzweigten Blütenstandsschäfte sind 30 bis 75 cm lang. Ein bis sechs Blüten, von denen die meisten sich nicht vollständig entwickeln, stehen in Bündeln in einem Blütenstand zusammen. Die unteren Tragblätter sind bei einer Länge von 5 bis 8 cm pfriemlich und die oberen sind eiförmig-zugespitzt. Die aufsteigenden Blütenstiele sind 4 bis 8 mm lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs freien Blütenhüllblätter sind grün oder weiß, 6 bis 9 mm lang und dreinervig. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern mit 3 bis 5 mm langen Staubfäden und etwa 3,5 mm langen Staubbeuteln vorhanden. Der Griffel ist 3 bis 8 mm lang.[1] In Kultur eher selten, platzen die kleinen Kapselfrüchte auf und geben meistens drei schwarze, etwa 2,5 Millimeter große Samen frei.

Die 10 bis 12 mm lang gestielte Kapselfrucht besitzt eine Länge von 4 bis 10 mm.[1]

Verwendung als Zierpflanze

Wegen ihrer Anspruchslosigkeit sind die Sorten von Chlorophytum comosum oft als Zimmerpflanze zu finden. Die gärtnerische Vermehrung kann bei den buntlaubigen Sorten nicht durch Samen erfolgen, sondern nur vegetativ durch Teilen größerer Pflanzen, oder die Ableger – auch Kindel genannt – werden von der Mutterpflanze abgenommen und eingepflanzt. Ableger bilden sich zum einen an Ausläufertrieben, zum anderen an den langen, abgeblühten Blütensprossachsen, die sich mit zunehmendem Gewicht zu Boden senken. Diese jungen Pflanzen bewurzeln sehr leicht, sie bilden meist schon in der Luft die ersten Wurzeln.

Die Grünlilie besitzt eine besonders gute Fähigkeit, die Formaldehyd-Konzentration in Innenräumen zu senken und wurde daher in einer wissenschaftlichen Studie zur Luftverbesserung in Niedrigenergiehäusern vorgeschlagen.[2]

Sorten

  • Chlorophytum comosum, wie bei der Wildform, grüne Blätter ohne Zeichnung
  • Chlorophytum comosum 'Variegatum', ein oder mehrere weiße Streifen, der breiteste meist entlang der Blattader, als Zimmerpflanze sehr verbreitet
  • Chlorophytum comosum 'Bonnie' kam 1999 auf den Markt, wie 'Variegatum', allerdings mit stark gekräuselten Blättern
  • Chlorophytum comosum 'Ocean' (eigentlich Chlorophytum (comosum) bichetii oder Chlorophytum (comosum) laxum), kam 2002 auf den Markt. Hellgrüne Blätter mit weißem Rand.
  • Chlorophytum comosum 'Picturatum', gelber Mittelstreifen

Bilder

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Eintrag in der New South Wales Flora Online.
  2. B. C. Wolverton, Rebecca C. McDonald, Jr. E. A. Watkins: Foliage Plants for Removing Indoor Air Pollutants from Energy-Efficient Homes. In: Economic Botany. Band 38, Nr. 2, 1984, S. 224–228, JSTOR 4254614 .

Weblinks

 Commons: Grünlilie (Chlorophytum comosum)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Grünlilie (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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