Grünlücke - LinkFang.de





Grünlücke


Die Grünlücke bezeichnet den Bereich zwischen 490 und 620 nm des Sonnenlichtes, welcher außerhalb des Absorptionsspektrums von Chlorophyll a und b liegt.

Absorption

Da Chlorophyll die Lichtquanten außerhalb dieser Grünlücke in den Blättern und Gräsern absorbiert, wird nur der Spektralbereich um 500 nm remittiert. Dieser Farbreiz verursacht beim Menschen die Farbvalenz Grün. Dies erklärt, warum Pflanzen für das menschliche Auge grün erscheinen. Die chemische Struktur von Chlorophyll bedingt diese für eine Photosynthese ungenutzte Energie. Die stammesgeschichtliche Entwicklung des Chlorophylls als Energiespender für höhere Pflanzen unterlag noch weiteren Einflüssen. Bekanntermaßen besitzen auch nicht alle Tiere den Sichtbarkeitsbereich wie der Mensch.[1]

Ökologische Bedeutung

Eine Folge der Grünlücke ist, dass die an der Wasseroberfläche lebenden (grünen) Algen Licht aus diesem Spektralbereich nicht absorbieren. Deshalb können sich in tieferen Gewässerschichten noch Cyanobakterien, Glaucophyta, Cryptophyta und Rotalgen entwickeln. Diese nutzen zur Energiegewinnung aus Licht andere Prozesse und haben sich durch die Bildung von Phycobiliproteiden an die Absorption dieser speziellen Wellenlängen angepasst.

Nachweis

Theodor Wilhelm Engelmann wies die Grünlücke in einem Bakterienversuch (Engelmannscher Bakterienversuch) nach, der nach ihm benannt wurde. Dabei diente ein Prisma der Spektralzerlegung des Sonnenlichtes. Danach brachte er in unterschiedliche Bereiche des Spektrums die fädige Grünalge Spirogyra. So wurden einige der Algen mit rotem, andere mit blauem und wieder andere mit grünem Licht bestrahlt. Die aufgefangene Menge des jeweils durch Photosynthese produzierten Sauerstoffs zeigte, dass die dem grünen Licht ausgesetzten Spirogyra photosynthetisch erheblich inaktiver waren. Des Weiteren setzte er aerotaktische Bakterien zu, deren Vorhandensein vor allem im blauen und roten Bereich festzustellen war, während der grüne Bereich annähernd frei von ihnen blieb. Hier setzten die nicht arbeitenden Algen keinen Sauerstoff frei.

Einzelnachweise

  1. Dieter Heinrich, Manfred Hergt: dtv-Atlas zur Ökologie. dtv, München 1990, ISBN 3-423-03228-6.

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Grünlücke (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.