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Grüningen ZH


ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Grüningenf zu vermeiden.
Grüningen
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Hinwil
BFS-Nr.: 0116
Postleitzahl: 8627
Koordinaten:
Höhe: 502 m ü. M.
Fläche: 8,77 km²
Einwohner: 3358 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 326 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
13,0 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.grueningen.ch

Blick auf das Städtchen Grüningen

Karte

Grüningen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Hinwil des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen

Blasonierung

In Grün ein steigender silberner, goldgezungter und bewehrter Löwe

Der Löwe als Tier auf dem Gemeindewappen lässt sich erstmals 1370 auf einem Siegel nachweisen. Wahrscheinlich ist das Wappentier auf den Habsburger Löwen zurückzuführen, denn Grüningen war 1274–1408 österreichisch. Der grüne Hintergrund weist auf den Namen Grüningen. Das Stadtwappen stimmt auch mit dem der späteren zürcherischen Landvogtei überein. Alle zeitgenössischen Unterlagen (Wappenbücher, Wappenscheiben, Landkarten, Siegel etc.) zeigen den Löwen auf dem grünen Hintergrund.

Geographie

Die Gemeinde liegt an der nordöstlichen Flanke des Pfannenstiel im von flachen Hügeln durchzogenen Talboden des Zürcher Oberlands, zwischen Pfannenstiel und Bachtel. Höchster Punkt der im Schnitt auf etwa 500 m ü. M. liegenden Gemeinde ist der Schlüssberg (554 m ü. M. ), der tiefste Punkt ist mit 453 m ü. M. an der Stelle wo der Aabach das Gemeindegebiet nach Gossau ZH verlässt und gleichzeitig den Namen in Grüningerbach ändert.

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Gossau ZH und Bubikon; Hombrechtikon und Oetwil am See im Bezirk Meilen, sowie Egg im Bezirk Uster, mit nur etwa 380 Metern gemeinsamer Grenze.

Den Kern der Gemeinde bildet das Städtchen Grüningen (Stedtli), welches seit dem Mittelalter das Stadtrecht besitzt. Die beiden grösseren Dörfer Binzikon und Itzikon liegen unmittelbar südlich respektive östlich der Kernsiedlung. Die Ortschaften Adletshausen (Adletshusen) und Bächelsrüti liegen am südöstlichen respektive nordwestlichen Rand der Gemeinde. Weitere Siedlungen sind Weiler und Einzelhöfe, darunter Buechholz, Büel, Reipen, Richttanne, Holzhusen und Niggenberg.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 674
1739 1040
1850 1695
1900 1207
1950 1450
1970 2079
1990 2597
2000 2811
2010 3165

Die Bevölkerung in Grüningen ist grossmehrheitlich deutschsprachig.

Religion

Am 31. Dezember 2011 gehörten 50,1 Prozent der Bevölkerung der evangelisch-reformierten Kirche und 22,5 Prozent der römisch-katholischen Kirche an.[3]

In Grüningen gibt es auch die Freikirche Chrischona.[4]

Politik

Gemeindepräsidentin ist die Parteilose Susanna Jenny-Rohrbach (Stand 2014).

(parteilos).[5]

Mitglieder des Grüninger Gemeinderats (2014–2018)
Name Amtsantritt Funktion Partei
Susanna Jenny-Rohrbach 2003 / 2006 Gemeindepräsidentin Parteilos
Walter Pfister 2006 Vizepräsident und Hochbau FDP
Sonja Schmid-Althaus 2006 Sicherheit SVP
Markus Hugger 2006 Tiefbau SVP
Marianne von Euw 2014 Fürsorge und Liegenschaften SVP
Rubino Marconi 2014 Finanzen und Werke FDP
Beat Wolfensperger 2014 Gesundheit Parteilos

Geschichte

Wichtige Eckdaten aus der Geschichte:

  • 1038 Erste urkundliche Erwähnung
  • 1370 Grüningen erhält das Stadtsiegel, was Stadtrecht bedeutet
  • 1408 Übernahme durch die Stadt Zürich, Errichtung der Landvogtei Grüningen. Sie umfasste fast den ganzen Südosten der Landschaft Zürich, vom Pfannenstiel bis zum Schnebelhorn und vom Hörnli an den Zürichsee. Ausser Kyburg war Grüningen die einzige Landvogtei, die bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft im Besitze eines eigenen Blutgerichtes war.
  • 1551 Erster Städtchenbrand
  • 1610 Bau einer Kirche und Bildung einer eigenen Pfarrei
  • 1685 Zweiter Städtchenbrand
  • 1798 Ende der Landvogtei. Heinrich Lavater aus Zürich verliess als letzter Landvogt das Schloss Grüningen.
  • 1802 Bildung der Politischen Gemeinde
  • 1831 Zuteilung zum neuen Bezirk Hinwil
  • 1844 Bau des Dammes ("Im Jahre 1844, da wurde mit der Staates Kraft, für immer diese Brück' gemacht. Es war kein Eingang hier zuvor, man musste oben durch das Tor.") und der Strasse Stedtli-Binzikon
  • 1903 Eröffnung der Wetzikon-Meilen-Bahn (WMB)
  • 1950 Stilllegung der WM und Gründung der Verkehrsbetriebe Zürcher Oberland (VZO)
  • 1970 Kirchenbrand
  • 1976 Für besondere Verdienste um den Ortsbildschutz erhielt Grüningen vom Schweizer Heimatschutz den Wakkerpreis

Verkehr

Von 1903 bis 1950 lag Grüningen an der Wetzikon–Meilen-Bahn.

Es existieren folgende Buslinien, die durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) bedient werden:

Persönlichkeiten

  • Hermann Gessler, Habsburger Landvogt in Grüningen, war Vorbild für die Person des Hermann Gessler im Wilhelm Tell Mythos
  • Konrad Grebel, Mitbegründer der Täuferbewegung

Sehenswürdigkeiten

Von 1903 bis 1950 führte die Wetzikon-Meilen-Bahn als Tram durch das Städtchen. Heute verläuft dort die Buslinie Oetwil am See-Wetzikon der Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland. Der Abschnitt der Hauptstrasse im ehemals befestigten Teil heisst „Stedtligasse“. An der nordöstlichen Strassenseite stehen die Gasthöfe Bären und Hirschen.

Museen

  • Schlossmuseum
  • Zinnfigurenmuseum
  • Imkereimuseum

Märkte

Grüningen ist für seine Märkte weit herum bekannt:

  • Frühlingsmarkt am letzten April-Wochenende
  • Herbstmarkt am Samstag/Sonntag der Woche 40; historisches Markttreiben auf dem Chratzplatz und im Herrenbaumgarten
  • Weihnachtsmarkt am ersten Adventssonntag

Literatur

  • Markus Brühlmeier: Grüningen. Geschichte und Geschichten. Zürcher Oberland Buchverlag, Wetzikon 2008, ISBN 978-3-85981-231-4.
  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049 .

Weblinks

 Commons: Grüningen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Grüningen in der Topographia Helvetiae, Rhaetiae et Valesiae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  4. http://www.chrischona-grueningen.ch/ (abgerufen am 27. Februar 2012).
  5. grueningen.ch: [1] , Zugriff am 31. März 2014, erschienen am 31. März 2014 im Zürcher Oberländer

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Grüningen ZH (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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