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Gossersweiler-Stein


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche WeinstraßeVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Annweiler am Trifels
Höhe: 285 m ü. NHN
Fläche: 8,6 km²
Einwohner: 1365 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76857
Vorwahl: 06346
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 033
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Messplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
Webpräsenz: www.gossersweiler-stein.de
Ortsbürgermeister: Stefan Renno
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Gossersweiler-Stein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels an, innerhalb der sie mit rund 1400 Einwohnern die drittgrößte Ortsgemeinde bildet. Gossersweiler-Stein ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie

Die Gemeinde liegt im Wasgau, der vom Südteil des Pfälzerwaldes und vom Nordteil der Vogesen gebildet wird, im Zentrum des Gossersweilerer Tals. Sie besteht aus den beiden Ortsteilen Gossersweiler und Stein. Am östlichen Siedlungsrand von Gossersweiler entspringt der Kaiserbach.

Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Völkersweiler, Waldrohrbach, Silz (Pfalz), Vorderweidenthal, Darstein, Dimbach (Pfalz) und Lug (Pfalz). Markante Erhebungen auf der Gemeindegemarkung sind der Rötzenberg (459 m), der Dimberg (418 m) an der Gemarkungsgrenze zu Dimbach und Lug und der Eichelberg (406 m). Darüber hinaus befinden sich innerhalb der Gemeindegrenzen mehrere Felsformationen wie die Isselmann-Steine, die Drei Felsen, der Engelsmannfelsen und der Krimhildenstein.

Geschichte

Die beiden Orte Gossersweiler und Stein gehörten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Kurpfalz. Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) waren beide Orte von 1798 bis 1814 dem Kanton Annweiler im Département Donnersberg zugeordnet und wurden von der Mairie in Schwanheim verwaltet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen waren die Pfalz und damit auch die Gemeinden Gossersweiler und Stein zunächst Österreich zugeordnet worden. In einem 1816 geschlossenen Staatsvertrag trat Österreich die Region an das Königreich Bayern ab. Der nunmehr bayerische Kanton Annweiler gehörte im neu geschaffenen Rheinkreis vorläufig noch zu dem aus dem vorherigen Arrondissement gebildeten Bezirk Zweibrücken und kam am 1. August 1816 zum Bezirk Landau. Nach der Untergliederung der Bezirke in Landkommissariate (1818) gehörten die beiden Orte zum Landkommissariat Bergzabern, aus dem 1939 der Landkreis Bergzabern entstand.

Im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselten Gossersweiler und Stein in den neugeschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. Am 1. März 1970 wurden die bislang eigenständigen Gemeinden Gossersweiler und Stein nur neuen Gemeinde Gossersweiler-Stein zusammengelegt.[3] Zwei Jahre später wurde letztere der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gemeindegebiet von Gossersweiler-Stein; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 876
1835 1.037
1871 993
1905 929
1939 1.116
1950 1.108
Jahr Einwohner
1961 1.189
1970 1.276
1987 1.308
1997 1.445
2005 1.472
2014 1.365

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Gossersweiler-Stein besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU UWG WGR Gesamt
2014 6 10 16 Sitze
2009 6 10 16 Sitze
2004 5 11 16 Sitze

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot zwei übereinanderstehende schwebende angetatzte silberne Kreuze“.

Gemeindepartnerschaften

Seit November 1984 besteht eine Partnerschaft zur französischen Gemeinde Schoenenbourg.

Bauwerke

Insgesamt acht Objekte in der Gemeinde - davon drei in Gossersweiler und fünf in Stein - stehen unter Denkmalschutz, darunter die beiden Kirchen sowie die an der Gemarkungsgrenze zu Völkersweiler liegende Jergenkapelle. Einen halben Kilometer südlich des Siedlungsgebiets von Stein befindet sich unweit der Grenze zu Silz eine weitere Kapelle.

Wirtschaft und Infrastruktur

Einrichtungen

Am östlichen Ortsrand von Gossersweiler befindet sich ein Gewerbegebiet. Am Fuß des Engelsmannfelsen sind etwas außerhalb der Siedlungsgebiete der beiden Ortsteile die Grundschule Gossersweiler-Stein, die Berglandhalle und die örtliche Freiwillige Feuerwehr angesiedelt. Erstere wird von etwa 180 Schülern besucht, ihr Einzugsgebiet umfasst zusätzlich die Gemeinden Völkersweiler, Waldrohrbach, Waldhambach, Silz und Münchweiler. Vor Ort existieren insgesamt 24 Vereine, darunter mehrere Sportvereine wie der SV Gossersweiler-Stein und der Turnverein Gossersweiler Tal. Südwestlich von Stein befindet sich zudem das Anfang der 1970er Jahre errichtete Feriendorf Eichwald, das unter anderem ein Hallenbad und eine Tennishalle beherbergt.

Tourismus

Gossersweiler-Stein ist möglicher Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbike-Touren im Pfälzerwald. Vier Kilometer entfernt liegt die Burgruine Lindelbrunn. Auch die Ruine Landeck und der Trifels liegen in der näheren Umgebung. Die Wege sind durch den Pfälzerwaldverein ausgeschildert. Mit dem Anschluss an das regionale Radwegenetz sind Tagestouren an die Südliche Weinstraße, ins Elsass oder in das Dahner Felsenland möglich. Weitere Ausflugsziele sind das Schuhdorf Hauenstein und das Biosphärenhaus bei Fischbach.

Medien

Einmal pro Monat erscheint im Ort eine sogenannte „Dorfzeitung“.

Verkehr

Nächstgelegener Bahnhof ist der Bahnhof Annweiler am Trifels.

Persönlichkeiten

  • Philipp Hammer (1837–1901), katholischer Priester, überregional bekannter Prediger und Volksredner.

Weblinks

 Commons: Gossersweiler-Stein  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 , Seite 177 (PDF; 2,6 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gossersweiler-Stein (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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