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Gletscher Islands


Die Gletscher Islands bedecken große Teile der Insel, insgesamt etwa elf Prozent der Landesoberfläche. Sie prägen daher das Landschaftsbild Islands maßgeblich. Das Wort jökull bedeutet im Isländischen Gletscher und ist daher im Namen nahezu jeden Gletschers zu finden.

Interaktion zwischen Gletschern und Vulkanen

Unter praktisch allen Gletschern Islands befinden sich Vulkane. Die bekanntesten und aktivsten dieser Vulkane befinden sich unter dem größten Gletscher, Vatnajökull. Unter ihm liegen u.a. die Vulkane Grímsvötn und Bárðarbunga. Die Caldera der Grímsvötn umfasst ca. 100 km², die der Bárðarbungu immerhin noch etwa 60 km².

Die übergletscherten Vulkane haben zahlreiche Gletscherläufe ausgelöst, Flutwellen, die infolge der Gletscherabschmelzung bei vulkanischen Eruptionen entstehen und teilweise verheerende Ausmaße erreichen. Außerdem ergibt sich aus der Eisdecke über den Vulkanen die Neigung zu phreatomagmatischen Eruptionen..[1]

Die Klimaerwärmung der letzten Jahre lässt auch die isländischen Gletscher ziemlich schnell abschmelzen, so dass Geologen befürchten, die vulkanische Aktivität könne in den nächsten Jahren auf Island zunehmen.[2] Lt. dem Geologen Erik Sturkell haben die Gletscher Islands seit 1890 bis 2011 über 300 km³ an Eis verloren.[1]

Meer und Gletscher

Aufgrund des subarktischen Klimas kalben einige Gletscher fast auf Meereshöhe, dies gilt etwa für den Breiðamerkurjökull, der den bekannten Gletschersee Jökulsárlón und den nahegelegenen Breiðárlón speist.

Die größten Gletscher Islands

Die 13 größten Gletscher Islands
Rang Gletscher Fläche
km²
Volumen
km³
1 Vatnajökull 8300 3000
2 Langjökull 953 195
3 Hofsjökull 925 208
4 Mýrdalsjökull 596 140
5 Drangajökull 160  
6 Eyjafjallajökull 78  
7 Tungnafellsjökull 48  
8 Þórisjökull 32  
9 Eiríksjökull 22  
10 Þrándarjökull 22  
11 Tindfjallajökull 19  
12 Torfajökull 15  
13 Snæfellsjökull 11  

Siehe auch

Literatur

  • Þorleifur Einarsson: Geologie von Island. Gesteine und Landschaften. 3. deutsche Auflage, Verlag Mál og Menning, Reykjavik 1994, ISBN 9979-3-0690-4
  • Ari Trausti Guðmundsson, Halldór Kjartansson: Land im Werden. Ein Abriss der Geologie Islands- Vaka-Helgafell, Reykjavík 2007 ISBN 9979-2-0347-1
  • Ari Trausti Guðmundsson: Volcanoes in Iceland. 10.000 Years of Volcanic History. Vaka-Helgafell, Reykjavík 1996, ISBN 9979-2-0348-X
  • Sigurðsson, Oddur, and Williams, R.S., Jr.: Geographic names of Iceland's glaciers: Historic and modern. U.S. Geological Survey Professional Paper 1746, 2008, 225 p., plus app.
  • Geirsdóttir, Á. 2011. Pliocene and Pleistocene Glaciations of Iceland: A Brief Overview of the Glacial History. In J. Ehlers, P.L. Gibbard and P.D. Hughes, editors: Developments in Quaternary Science, Vol. 15, Amsterdam, The Netherlands, 2011, pp. 199–210. ISBN 978-0-444-53447-7
  • Veðurstofa Íslands: Jöklakort af Íslandi með nafnaskrá, uppfærðum hæðarlínum og hnitum./ Map of the glaciers of Iceland with names, updated contour lines and coordinates. ISBN 978-9979-9975-5-9

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Erik Sturkell: Impact on crustal deformation. Magmatic and tectonic processes of glacier thinning due to climate change. (englisch); Zugriff: 11. August 2011
  2. C. Pagli & F. Sigmundsson: Will present day glacier retreat increase volcanic activity? Stress induced by recent glacier retreat and its effect on magmatism at the Vatnajökull ice cap, Iceland. Geophys. Res. Lett., Vol.: 35, 2008, L09304, doi:10.1029/2008GL033510 .

Weblinks

Fotos und Videos

 Commons: Gletscher Islands  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wissenschaftliche Beiträge

Zur Glaziologie

Zum Vulkanismus

Andere


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gletscher Islands (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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