Glatt (Rhein) - LinkFang.de





Glatt (Rhein)


Glatt

Unterlauf kurz vor der Mündung

Daten
Gewässerkennzahl CH: 690
Lage Kanton Zürich, Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Ursprung im Greifensee
Quellhöhe 434 m ü. M.
Quellschüttung[1] MNQ
MQ
1,38 m³/s
4,08 m³/s
Mündung bei Rheinsfelden in den Rhein
Mündungshöhe 335 m ü. M.
Höhenunterschied 99 m
Länge 38,5 km, mit Kemptnerbach 67 km
Einzugsgebiet 417 km²[2]
Abfluss am Pegel Rheinfelden[3]
AEo: 416 km²
Lage: 380 m oberhalb der Mündung
NNQ (2003)
MNQ 1976–2013
MQ 1976–2013
Mq 1976–2013
MHQ 1976–2013
HHQ (1999)
2,43 m³/s
5,47 m³/s
8,32 m³/s
20 l/(s km²)
11,4 m³/s
154 m³/s

Linke Nebenflüsse Breitibach, Sagentobelbach, Leutschenbach, Fischbach
Rechte Nebenflüsse Chimlibach, Chriesbach, Himmelbach

}}

Die Glatt ist ein Fluss im Kanton Zürich von 38,5 Kilometern Länge, der den Greifensee zum Rhein entwässert.

Verlauf

siehe auch: Glatttal

Die Glatt beginnt am Greifensee und mündet bei Rheinsfelden in den Rhein. Es handelt sich dabei um die unteren 38,5 Kilometer eines insgesamt etwa 67 Kilometer langen Flusslaufes, der mit dem in den Pfäffikersee fliessenden Kemptnerbach (im Dialekt Chämtnerbach) beginnt. Zwischen Pfäffikersee und Greifensee trägt der Flusslauf den Namen Ustermer Aa.

Über weite Strecken wurde die Glatt begradigt und reguliert. Die nordöstlichen Ausläufer der Stadt Zürich passierend, wird der Flusslauf stark von der sich ausweitenden Agglomeration bedrängt. In einigen kurzen Abschnitten wurde die Glatt inzwischen wieder renaturiert oder es bestehen zumindest entsprechende Pläne, beispielsweise im Bereich der Eawag in Dübendorf und im Zusammenhang mit der geplanten Verlängerung von Piste 28 am Flughafen Zürich.

Vom Greifensee bis Niederglatt weist der Fluss kaum Gefälle auf. Zur Mündung hin wird der Flusslauf aber immer steiler.[4]

Seit 1822 wird der Fluss bei Rheinsfelden kurz vor der Mündung durch einen 90 Meter langen Stollen direkter zum Rhein geleitet, um Überschwemmungen des Orts zu vermeiden. Für den Bau des Kraftwerks Eglisau-Glattfelden musste die Mündung erneut verlegt werden. Seit 1916 wird der Fluss durch einen 261 Meter langen Stollen geführt, der direkt ins Unterwasser des Kraftwerks mündet.[5]

Geschichte

Die heutige Landschaft des Glatttals wurde in den letzten Eiszeiten durch den Linthgletscher geprägt.[4]

Die Glatt wurde bereits im Mittelalter wirtschaftlich genutzt, indem man sich das relativ starke Gefäll im Unterlauf zum Betrieb von Wassermühlen zu Nutze machte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier auch Strom produziert.

Im 19. Jahrhundert wurde der Fluss praktisch auf der ganzen Länge korrigiert, um Überschwemmungen zu vermeiden.[4]

Fauna

Die ursprünglich als fischreich angesehene Glatt galt lange Zeit durch die Abwässer des Grossraums Zürichs (Flughafen Zürich, Kläranlagen, Landwirtschaft) als sehr stark verschmutzt. Heute wird die Wasserqualität wieder mehrheitlich als gut bis sehr gut beurteilt, problematisch ist in gewissen Flussabschnitten lediglich noch der Anteil an gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC).[6]

Der Hauptfisch ist der Alet, nebenbei sind Barben, Rotaugen, Aale, Karpfen, Schleien, Schneider, Gründling und vereinzelt Bachforellen, Barsche und Hechte anzutreffen. Im Sommer 2006 wurde an der Mündung zum Rhein erstmals auch ein Wels gefangen. Bei Dübendorf werden mittlerweile auch Biber gesichert, für die in der Folge ein Flussabschnitt oberhalb von Dübendorf unter Schutz gestellt wurde. An der Glatt siedeln auch zahlreiche Graureiher und – insbesondere in Greifensee-Nähe – Störche.

Namensgeber

Diverse Ortschaften im Zürcher Unterland wurden nach dem Fluss benannt, so Glattbrugg, Glattfelden, Oberglatt ZH und Niederglatt ZH.

Bilder

Weblinks

 Commons: Glatt  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Greifensee. In: Kanton Zürich. Amt für Wasser, Energie und Luft, Abteilung Gewässerschutz, abgerufen am 25. Februar 2013 (PDF; 131 kB).
  2. Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  3. Messstation Rheinfelden 1976–2013 (PDF) Bundesanstalt für Umwelt BAFU
  4. 4,0 4,1 4,2 Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1–6. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902–1910–346, Stichwort Glatt  (Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <_0000 Scan der Lexikon-Seite ).
  5. 85 Jahre Strom aus Rheinsfelden. In: glattfeldernews.ch. April 2005, abgerufen am 18. Mai 2012.
  6. http://www.awel.zh.ch/internet/baudirektion/awel/de/wasserwirtschaft/messdaten/fg_qualitaet/fg_nordwesten.html

Kategorien: Fluss im Kanton Zürich | Flusssystem Rhein | Fluss in Europa

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Glatt (Rhein) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.