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Glörtalsperre


Glörtalsperre
Glörtalsperre}
Lage: Ennepe-Ruhr-Kreis/ Märkischer Kreis
Zuflüsse: Glör
Abflüsse: GlörVolme
Größere Orte in der Nähe: Breckerfeld, Schalksmühle, Halver
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Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1903–1904
Höhe über Talsohle: 28,3 m
Höhe über Gründungssohle: 32 m
Höhe der Bauwerkskrone: 309,2 m
Bauwerksvolumen: 35.000 m³
Kronenlänge: 168 m
Kronenbreite: 4,5 m
Krümmungsradius: 125 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 308,2 m
Wasseroberfläche 21 ha
Speicherraum 2,1 Mio. m³
Einzugsgebiet 7,2 km²
Bemessungshochwasser: 10 m³/s

Die Glörtalsperre ist eine kleine Talsperre auf der Grenze des Ennepe-Ruhr-Kreises und des Märkischen Kreises in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die Wasserfläche verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf die Städte und Gemeinden Breckerfeld, Schalksmühle und Halver. Gestaut wird die Glör.

Beschreibung

Die Staumauer, eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk, hat eine Länge von 168 m und eine Höhe von 32 m. Die wasserbedeckte Fläche beträgt 21 ha, der Stauinhalt 2,1 Mio. m³ Wasser. Die Staumauer wurde in den Jahren 2000 bis 2003 saniert. Das Wasser war dabei abgelassen. Sie bekam einen Kontrollgang, der hineingesprengt wurde, und vom Kontrollgang ausgehende Drainagen. Die Luftseite wurde mit Spritzbeton ausgebessert, und auch alle Betriebseinrichtungen wurden erneuert.

Die völlig von Wald umgebene Talsperre wird im Osten und Südosten durch die Gemeinde Schalksmühle mit ihren Ortsteilen Reeswinkel und Rotthausen, im Südwesten durch das Halveraner Dorf Glörfeld und im Norden durch das Breckerfelder Dorf Loh eingerahmt und bietet ein Naturstrandbad und einen überregional bekannten Motorradtreff.

Überregional bekannt ist die Glörtalsperre auch für den seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg an jedem Pfingstmontag stattfindenden Waldgottesdienst.

Die Wasserqualität der Glörtalsperre ist hervorragend: Der Einzugsbereich ist kaum landwirtschaftlich genutzt und größtenteils mit Wald bestanden, der mittlere jährliche Wasserdurchfluss beträgt mit 5,5 Millionen m³ beinahe das Dreifache des Stauinhaltes. Der große Wasserdurchfluss ist auch eine Folge des vergleichsweise hohen mittleren Jahresniederschlags von über 1000 mm in dieser Region (nördliches Sauerland, Luvlage bei Nordwestwind).

Die Talsperre wurde in den Jahren 1903/04 im Auftrag der Volmetalsperren-Genossenschaft (heute: Volmewasserverband) nach Entwürfen und unter der Leitung von Professor Otto Intze aus Aachen erbaut. Am 17. November 1904 wurde sie in Betrieb genommen und am 11. Juni 1906 feierlich eingeweiht. Sie sorgt für die Abgabe von Betriebswasser an die wassergetriebenen Werke im Glörtal und im unteren Volmetal sowie für die Aufhöhung der Ruhr bei Niedrigwasser. Die Wasserregulierung der Ruhr ist auch heute noch – neben der Naherholung – ihre Hauptaufgabe. Sie wird seit 1985 vom Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid betrieben.

1997 drohte die Stilllegung der Glörtalsperre, weil die wasserwirtschaftliche Bedeutung in den Hintergrund trat. Allein der hohe Freizeitwert der Anlage rettete sie vor der Zerstörung.

Im April 1929 wurde am Nordwest-Ufer der Talsperre eine Jugendherberge gebaut, die 1982 renoviert worden ist. Seit den 1950er Jahren gewann die Glörtalsperre zunehmend an Bedeutung als Freizeit- und Erholungsschwerpunkt.

1975 bis 1984 wurde die Glörtalsperre mit Fördermitteln des Regionalverband Ruhr ausgebaut. Es wurden ein Badeufer, ein Sanitärgebäude mit DLRG-Station und eine verbesserte Erschließung geschaffen. Darüber hinaus befinden sich außer der Jugendherberge Breckerfeld ein Gastronomie-Betrieb und ein großer Parkplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum See.

Ein Wanderweg mit 3,4 Kilometer Länge ist rund um die Glör angelegt. Er ist auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet.

Wassersport

Der Fischbesatz wird seit langem vom ASV Glörtalsperre e. V. gehegt.

Eine Besonderheit der Glörtalsperre ist der Hundebadestrand, an dem Hund und Besitzer dem Badevergnügen frönen können.

Bilder

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Glörtalsperre  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Glörtalsperre (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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