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Gitta Trauernicht


Brigitte „Gitta“ Trauernicht-Jordan (* 30. April 1951 in Emden) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war von 2000 bis 2003 Sozialministerin des Landes Niedersachsen und von 2004 bis Juli 2009 Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein.

Ausbildung und Beruf

Nach der Mittleren Reife machte Gitta Trauernicht zunächst eine Ausbildung zur Chemielaborantin und Chemietechnikerin und war danach in verschiedenen Firmen der Lebensmittelüberwachung und der Medizintechnik in Emden und Bonn tätig. Auf dem Zweiten Bildungsweg holte sie das Abitur nach und absolvierte anschließend ein Studium der Soziologie, der Erziehungswissenschaft und der Deutschen Philologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, welches sie als Magister Artium beendete. Ihre Promotion zum Dr. phil. erfolgte 1989 am Fachbereich Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Technischen Universität Berlin mit der Arbeit „Ausreisserinnen und Trebegängerinnen – theoretische Erklärungsansätze, Problemdefinitionen der Jugendhilfe, strukturelle Verursachung der Familienflucht und Selbstaussagen der Mädchen“. Von 1984 bis 1989 war sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und später als Geschäftsführerin am Institut für soziale Arbeit e.V. in Münster tätig. Danach war sie von 1989 bis 1995 als Senatsdirektorin Leiterin des Amtes für Jugend der Freien und Hansestadt Hamburg.

Gitta Trauernicht ist verheiratet und hat eine Tochter.

Partei

Gitta Trauernicht ist seit 1987 Mitglied der SPD.

Abgeordnete

Sie war von 2003 bis 2004 Mitglied des Landtages von Niedersachsen.

Seit 2005 gehört sie dem Landtag von Schleswig-Holstein an und war in der 17. Legislaturperiode (2009–2012) stellvertretende Landtagspräsidentin. Sie ist bei allen drei Landtagswahlen über die Landesliste in den Landtag eingezogen.

Von 2012 bis 2014 war sie stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Am 31. Oktober 2014 legte sie ihr Landtagsmandat nieder.

Öffentliche Ämter

1995 wurde sie als Staatsrätin für Schule, Jugend und Berufsbildung in den von Henning Voscherau geführten Hamburger Senat berufen.

Nach der Bürgerschaftswahl 1997 wurde sie zur Chefin der Senatskanzlei und zur Staatsrätin für den Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt.

Am 13. Dezember 2000 wechselte sie als Ministerin für Frauen, Arbeit und Soziales des Landes Niedersachsen in die von Ministerpräsident Sigmar Gabriel geführte Landesregierung. Nachdem die SPD die Landtagswahl 2003 verloren hatte, schied sie am 4. März 2003 aus der Regierung aus.

Am 26. Mai 2004 wurde sie dann als Ministerin für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz in die von Ministerpräsidentin Heide Simonis geleitete Landesregierung des Landes Schleswig-Holstein berufen. Sie war seit der missglückten Wiederwahl von Heide Simonis am 17. März 2005 nur noch geschäftsführend im Amt.

Seit dem 27. April 2005 gehörte sie dem von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) geführten Kabinett der Großen Koalition als Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Senioren an. Nach dem Bruch der Großen Koalition im Juli 2009 wurde Trauernicht ebenso wie alle anderen SPD-Minister am 20. Juli 2009 mit Ablauf des 21. Juli 2009 von Peter Harry Carstensen aus ihrem Amt in der Landesregierung entlassen.[1] Ihr Nachfolger als Sozialminister wurde Christian von Boetticher (CDU).

Kabinette

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen entlässt sozialdemokratische Ministerinnen und Minister , Pressemitteilung vom 20. Juli 2009


Kategorien: Person (Emden) | Staatsrat (Hamburg) | Arbeitsminister (Niedersachsen) | Frauenminister (Niedersachsen) | Sozialminister (Niedersachsen) | Sozialminister (Schleswig-Holstein) | Landtagsabgeordneter (Schleswig-Holstein) | Landtagsabgeordneter (Niedersachsen) | Geboren 1951 | SPD-Mitglied | Politiker (21. Jahrhundert) | Politiker (20. Jahrhundert) | Deutscher | Frau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gitta Trauernicht (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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