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Gisela Bulla


Gisela Elisabeth Bulla, geb. Gottschalk (* 6. März 1932 in Hamburg), ist eine deutsche Archäologin, Autorin und ehemalige Politikerin.[1][2] Sie verfasste mehrere Bücher zum Thema Haustiere.[3] Von März 1995 bis September 2000 war sie zudem Bundesvorsitzende der Tierschutzpartei.

Leben

Ab ihrem sechsten Lebensjahr wohnte Gisela Bulla in München.[4] Sie promovierte 1972 an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Klassischer Archäologie mit der Dissertation Typologische Darstellung griechischer Innenhofhäuser.[5][3] Bis 1976 arbeitete sie als Verlagslektorin. Seither ist sie freie Autorin. Unter ihrem Geburtsnamen verfasste sie populäre Bücher zu den Pharaonen, den römischen Kaisern und den Kaisern von China. Des Weiteren schrieb sie eine Reihe von Büchern zum Thema Heimtierhaltung mit den Schwerpunkten Katzen und Ratten beziehungsweise Tiermissbrauch. 1984 verfasste sie zusammen mit Sina Walden das Werk Endzeit für Tiere, das vor allem in Tierrechtskreisen eine gewisse Bekanntheit erlangte.[6] Darüber hinaus schrieb sie Artikel für Zeitschriften wie die Emma.[7] Sie ist verheiratet und lebt zurzeit in München sowie auf Malta.

Politisches Engagement

Bereits ab den 1970er Jahren lebte Gisela Bulla vegetarisch. In den 1990er Jahren trat sie der 1993 gegründeten Tierschutzpartei bei. Auf dem dritten Bundesparteitag, der am 11. März 1995 in Braunschweig stattfand, wurde sie als Nachfolgerin von Ingeborg Bingener zur Bundesvorsitzenden gewählt.[8] Auf den Bundesparteitagen von 1997 und 1998, die beide in Würzburg abgehalten wurden, wurde sie jeweils im Amt bestätigt. Zur Bundestagswahl 1998 wurde Bulla einstimmig zur Spitzenkandidatin gewählt.[9] Bei der Europawahl von 1999 war sie ebenfalls Spitzenkandidatin ihrer Partei.[2] Bei Letzterer erreichte die Tierschutzpartei ein Wahlergebnis von 0,7 %, wodurch sie erstmals an der staatlichen Parteienfinanzierung teilnahm.[10] Ihre letzte Wiederwahl als Parteivorsitzende fand auf dem siebten Bundesparteitag am 16. Januar 1999 in Hannover statt. Wahlbündnisse mit anderen Parteien lehnte sie während ihrer Amtszeit ab, um den Gedanken des Tierschutzes nicht zu verwässern.[4]

Am 8. September 2000, einen Tag vor dem achten Bundesparteitag in Berlin, trat sie von diesem Amt zurück, da sie am Folgetag zur stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesschiedsgerichts der Partei gewählt wurde. Der erste stellvertretende Bundesvorsitzende Egon Karp übernahm daraufhin ein Jahr lang kommissarisch die Leitung der Partei, ehe am 29. September 2001 Jürgen Gerlach zu ihrem Nachfolger als Parteivorsitzender gewählt wurde.[11]

Werke

  • als Herausgeberin: Als der Großvater die Großmutter nahm. Ein amüsantes Kaleidoskop des Ewig-Weiblichen. Was illustrierte Frauenzeitschriften aus drei Jahrhunderten über Sitten, Mode, Flirt, LIebe, Luxus und das Leben der "guten alten Zeit" in amüsanten Bildern und Texten auss. Scherz Verlag, Bern 1978, ISBN 3-86047-407-3.
  • Katzen. Heyne, München 1980, ISBN 3-453-41344-X.
  • Rucksack und Wanderschuh. 1000 Tips für Wanderfreunde. Heyne, München 1985, ISBN 3-453-41644-9.
  • Die kluge Ratte. Porträt eines Außenseiters. Wunderlich Verlag, Reinbek 1986, ISBN 3-8052-0424-8.
  • Katzenkorb und Vogelkäfig. 1000 Tips für den richtigen Umgang mit Haustieren. Heyne, München 1986, ISBN 3-453-41544-2.
  • Katzenlexikon. Von A wie Anschleichen bis Z wie Zauberkatzen. Rowohlt Verlag, Reinbek 1986, ISBN 978-3-499-60547-5.
  • mit Sina Walden: Endzeit für Tiere. Ein Aufruf zu ihrer Befreiung. Rowohlt Verlag, Reinbek 1992, ISBN 3-499-19310-8.
  • Meine Katze. Richtig verstehen, gesund ernähren, artgerecht halten. Naturbuch Verlag, Augsburg 1993, ISBN 978-3-89440-108-5.
  • Natürliche Heilung durch Aromatherapie. Alte und neue Rezepte für Gesundheit und Wohlgefühl. Natürliche Duftstoffe gegen Magenschwerden, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Südwest Verlag, München 1996, ISBN 978-3-517-01743-3.
  • Ratten als Heimtiere. Richtig pflegen und verstehen. Gräfe & Unzer, München 1998, ISBN 978-3-7742-1258-9.
  • Die Katze, das rätselhafte Wesen. Richtig verstehen, gesund ernähren, artgerecht halten. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1999, ISBN 3-86047-407-3.
  • Ratten. Gräfe & Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-3699-2.
  • Im Reich der Bastet. Roman. Fouqué, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-8267-5349-6.

Publikationen unter ihrem Geburtsnamen Gisela Gottschalk

  • Die großen Pharaonen. Ihr Leben – ihre Zeit – ihre Kunstwerke. Scherz, Bern 1979, ISBN 3-89350-078-2.
  • Die großen Cäsaren. Ihr Leben – ihre Taten – ihre Zeit. Scherz, Bern 1979, ISBN 3-88199-154-9.
  • Chinas große Kaiser. Ihre Geschichte – ihre Kultur – ihre Leistungen. Die chinesischen Herrscherdynastien in Bildern, Berichten und Dokumenten. Pawlak, Herrsching am Ammersee 1985, ISBN 3-88199-229-4.

Weblinks

  Wikiquote: Gisela Bulla – Zitate

Einzelnachweise

  1. Wie alles begann – meine ganz persönlichen Erinnerungen - Dr. Ingeborg Gräßer, Vorsitzende des Landesverbands Nordrhein-Westfalen (Memento vom 28. Dezember 2003 im Internet Archive)
  2. 2,0 2,1 Wahlbewerber der Partei Tierschutz sortiert nach Listenplatz. (Memento vom 10. März 2003 im Internet Archive) bundeswahlleiter.de
  3. 3,0 3,1 DNB 120339560
  4. 4,0 4,1 Die Tierschutzpartei stellt sich vor. In: euroveg.eu. Abgerufen am 9. April 2015.
  5. DNB 740986562
  6. Nelly Moia: Für die Tiere. 1992, S. 69 (books.google.de ).
  7. Frauen und Katzen. In: emma.de. Abgerufen am 9. April 2015.
  8. Paul Lucardie: Mensch Umwelt Tierschutz (Die Tierschutzpartei). In: Frank Decker, Viola Neu (Hrsg.): Handbuch der deutschen Parteien. 2007, S. 331.
  9. Landeslisten-Vorschläge bei der Bundestagswahl 1998 im Bundesland Bayern (Memento vom 18. Dezember 2002 im Internet Archive)
  10. 27. September 2003 - 10 Jahre Tierschutzpartei - Zusammenfassung der 2. stellvertretenden Bundesvorsitzenden anlässlich des Jubiläumsparteitags in FfM. (Memento vom 31. Dezember 2003 im Internet Archive) tierschutzpartei.de
  11. 27.09.2003 Chronik der Tierschutzpartei. (Memento vom 24. Februar 2004 im Internet Archive) tierschutzpartei.de


Kategorien: Parteivorsitzender der Tierschutzpartei | Geboren 1932 | Deutscher | Frau | Autor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gisela Bulla (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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