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Giovanni Battista Vitali


Giovanni Battista Vitali (* 18. Februar 1632 in Bologna; † 12. Oktober 1692 ebenda) war ein italienischer Komponist und Kapellmeister des Barock.

Leben

Vitali war vermutlich für einen kurzen Zeitraum ein Schüler von Maurizio Cazzati, der ab 1657 Kapellmeister an der Kirche San Petronio in Bologna war. Hier erhielt Vitali ab 1658 eine Anstellung als Sänger und als Spieler des „Violone da brazzo“ (Violone) [1][2]. Nach der Veröffentlichung seines Opus 1, wurde er 1666 in die "Accademia Filarmonica" aufgenommen und war ab 1673 für kurze Zeit Kapellmeister an San Rosario. Am Hofe des Herzogs Francesco II. von Este in Modena wurde er 1674 Vizekapellmeister, 1684 wurde er zum Kapellmeister ernannt. Er war ebenfalls Mitglied der "Accademia dei Dissonati" in Modena. 1686 gab er das Amt des Kapellmeisters an Giovanni Antonio Gianettini (1648–1721) ab, blieb jedoch bis an sein Lebensende Vizekapellmeister.

Sein Sohn Tomaso Antonio Vitali, genannt Vitalino, wurde sein Nachfolger als Kapellmeister am Hof in Modena, war ebenfalls ein Komponist und Violinvirtuose.

Werk

Seine Veröffentlichungen hatten einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der barocken Triosonate. Vitalis Ideen zur Verbindung von Themen und Tonarten innerhalb eines Satzes sowie die Verwendung von Tanzrhythmen brachte die Entwicklung der Triosonate erheblich voran und inspirierten spätere Komponisten wie Arcangelo Corelli und Henry Purcell. Sie nutzten diese als Grundlage für die barocke Triosonate.

Vitali komponierte ebenfalls kirchliche und weltliche Kantaten und Sonaten, Oratorien, Psalmen, Hymnen aber auch zahlreiche Tanzmusiken. 1689 schrieb er eine 60 Instrumentalstücke umfassende didaktische Sammlung "Artificii musicali constitute a contrapuntal tour de force".

  • op.1 Correnti e balleti da camera a tre (Bologna 1666)
  • op.2 Sonate a due violine e basso continuo (Bologna 1667)
  • op.3 Balletti, correnti alla francese, gaglarde e brando per ballare a quattro instrumenti (Bologna 1667)
  • op.4 Balletti, correnti, gighe, allemande, e sarabande per uno o due violini e basso continuo (Bologna 1668)
  • op.5 Sonate per più strumenti (Bologna 1669)
  • op.7 Varie partite del passamezo, ciacona, capricii e passagalii per due violini e basso continuo (Modena 1682)
  • op.8 Balletti, correnti e caprici per camera a due violini e violone ò spinetta (Modena 1683)
  • op.9 Sonate da chiesa a due violini e basso continuo (Venedig 1684)
  • op.11 Varie sonate alla francese e all'itagliana a sei strumenti (Modena 1685)
  • op.12 Balli in stile francese a cinque strumenti (Modena 1685)
  • op.13 Artificii musicali ne quali se contengono canoni in diverse maniere, contrapunti dopii, invention curiose, capricii, e sonate (Modena 1689)
  • op.14 posth. Sonate da camera a due violini e violone (Modena 1692) Bestehend aus 41 Tänzen.

Weblinks

Quellenangabe

  1. Alfred Planyavsky und James Barket: The Baroque Double Bass Violone
  2. http://www.cello.org/Newsletter/Articles/celloetymology.htm


Kategorien: Violonist | Person (Bologna) | Geboren 1632 | Gestorben 1692 | Italienischer Komponist | Komponist (Barock) | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni Battista Vitali (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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