Gileppe-Talsperre - LinkFang.de





Gileppe-Talsperre


Gileppe-Talsperre
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Lage: Belgien
Zuflüsse: Gileppe u. a. Bäche aus dem Hohen Venn
Abflüsse: Gileppe → WeserOurthe
Größere Städte in der Nähe: Eupen
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Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1867–1878 / 1967–1971
Höhe über Talsohle: 64 m
Höhe über Gründungssohle: 68m
Höhe der Bauwerkskrone: 305 m
Bauwerksvolumen: 260.000 m³ (alte Mauer), 1,433 Mio m³ (neuer Damm)
Kronenlänge: 416 m
Kronenbreite: 19 m
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 300 m
Wasseroberfläche 1,3 km²
Speicherraum 26,5 Mio. m³
Der Sandsteinlöwe, Ansichtskarte um 1910

Die Gileppe-Talsperre ist eine Talsperre in Belgien in der Nähe von Eupen. Der Hauptzufluss ist der im Hohen Venn entspringende gleichnamige Bach. Ihre ursprüngliche Bestimmung war die Regulierung der Brauchwassermengen für die Textilindustrie im Tal der Weser.

Staumauer

Die ursprüngliche Staumauer war Europas älteste Beton-Staumauer. Vorangehende Studien und die Planung lagen in den Händen des Lütticher Ingenieurs Eugène Bidaut (1808–1868). Die Talsperre wurde durch König Leopold II. am 28. Juli 1878 eingeweiht. Die Wasseraufnahmekapazität des Stausees betrug damals 13 Mio. m³, die Fläche 86 ha.

Erhöhung

Zwischen 1951 und 1953 wurde ein 2,5 km langer Stollen gegraben, um der Talsperre das Wasser der Soor zuzuführen, die natürlicherweise bei Eupen in die Hill fließt. Von 1967 bis 1971 wurde die Stauhöhe um mehr als 15 m (von 51,76 m auf 68 m) erhöht und nun nicht mehr als Gewichtsstaumauer, sondern als Steinschüttdamm ausgebaut. Ihre Kapazität beträgt seitdem 26,5 Mio m³ bei einer Fläche von 130 ha. Sie gehört zu einem Trinkwasserverbund mit der Wesertalsperre in Eupen.

Der Löwe

Das Wahrzeichen ist ein 13,5 m hoher Sandsteinlöwe, der aus 180 Blöcken besteht und 300t schwer ist. Er steht auf der Dammkrone und ist nach Nord-Osten, zur damaligen Kreisstadt Eupen und zur ehemaligen preußischen Grenze hin ausgerichtet, die ca. 5 km entfernt war. Der ausführende Künstler war Antoine-Félix Bouré (1831–1883). Im Oktober 2000 wurde der Löwe vollständig restauriert.[1]

Tourismus

In den 1970er Jahren beschloss die Provinz Lüttich den Bau eines 77,60 m hohen Aussichtsturmes. Der Bau dauerte wegen finanzieller und politischer Probleme von 1976 bis 1982, danach blieb die Anlage aus den gleichen Gründen bis 1996 ungenutzt. Bei der Inbetriebnahme des Aussichtsturms stellte sich heraus, dass der größte Teil der Aussicht wegen nicht berücksichtigter Baumhöhen durch Wälder und die Hügel der Umgebung verdeckt wird. Die Betreiber wechselten seit 1997 mehrfach. Seit 2007 liegt der Betrieb des Aussichtsturmes samt Museum und Restaurant in den Händen eines ehrenamtlichen Vereins. Anfang 2008 wurde im Auftrag des Wallonischen Ministeriums für Kultur und Tourismus ein Tourismuscenter mit Museum und Präsentationsraum, sowie eine an Wochenenden geöffnete Cafeteria mit Fahrradverleih in Betrieb genommen.

Weblinks

 Commons: Gileppe  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Info Tafel zur Talsperre

Kategorien: Steinschüttdamm | Stausee in Belgien | See in der Provinz Lüttich | Talsperre in der Provinz Lüttich | Stausee in Europa | Gewichtsstaumauer | Erbaut in den 1970er Jahren | Erbaut in den 1870er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gileppe-Talsperre (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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