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Gilberto Simoni


Gilberto Simoni (* 25. August 1971 in Palù di Giovo) ist ein ehemaliger italienischer Radrennfahrer.

Simoni gilt als einer der besten reinen Kletterer der beginnenden 2000er Jahre. Er konnte zwei mal den Giro d’Italia gewinnen, fünf weitere Male belegte er Podiumsplätze und ist damit neben den Campionissimi Fausto Coppi und Gino Bartali einer der drei Fahrer, die sieben Mal den Giro unter den ersten drei abschlossen.

Erfolge und Dopingverdächtigungen

Simoni wurde 1994 Profi beim Radsportteam Jolly Componibili-Cage. Nachdem er in den Jahren 1999 und 2000 den Giro d’Italia jeweils als Dritter beendete, konnte er die Austragung des Jahres 2001 mit einem Vorsprung von 7:31 Minuten auf Abraham Olano gewinnen

Beim 2002 gewann Simoni die Bergankunft der 11. Etappe in Campitello Matese. Anschließend musste er jedoch nach Bekanntwerden einer wegen Kokain positiven Dopingprobe im vorausgegangenen April das Rennen auf Druck der Organisatoren und anderer Teams verlassen.[1] Er verteidige sich mit der Behauptung, der Befund habe sich aufgrund von Bonbons ergeben, die ihm seine Tante aus Peru mitgebracht habe.[2] Simoni wurde vom italienischen Radsportverband freigesprochen, nachdem die Polizei in den Süßigkeiten Kokain fand.[3]

Simoni gewann den Giro d’Italia 2003 überlegen mit 7:06 Minuten Vorsprung auf Stefano Garzelli, drei Etappen und die Punktewertung. Bei der anschließenden Tour de France 2003 belegte er jedoch nur Rang 84.

Seine Gesamtsiege beim Giro konnte er zwar in den Folgejahren nicht wiederholen, aber sich mehrere Jahre in Folge in den ersten Rängen der Gesamtwertung platzieren: 2004 wurde er Dritter hinter seinem Teamkollegen Damiano Cunego, zu dem eine große Rivalität bestand.[4] Den Giro d’Italia 2005 verlor er mit nur 28 Sekunden Rückstand auf Paolo Savoldelli. Er wurde Dritter des Giro d’Italia 2006, der von Ivan Basso, dem er vorwarf eine Absprache auf der Etappe nach Aprica nicht eingehalten zu haben,[5] gewonnen wurde.

Den Giro d’Italia 2007 beendete Simoni als Vierter. Dabei gewann er die Bergankunft auf dem Monte Zoncolan, einem der schwierigsten Anstiege Europas. Allerdings erweckte das Ergebnis der nach dieser Etappe genommene Dopingprobe Simonis ebenso wie die Proben anderer Fahrer weiteren Verdacht, da diese abnormal niedrige Hormonwerte aufwies, was ein Indiz für die Nutzung Doping maskierender Präparate darstellen kann.[6]

Mountainbikesport und Rücktritt

Seit Herbst 2006 fuhr Gilberto Simoni neben dem Straßenradsport auch Mountainbikerennen und gewann die italienische Meisterschaft Mountainbike-Marathon. Bei den Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften 2008 im italienischen Villabassa/Val di Sole belegte er mit einem Rückstand von 17:44 Minuten auf den Sieger Roel Paulissen Platz 12.

Nach dem Giro d’Italia 2010, bei dem er 69. mit 2:40:14 h Rückstand auf Gewinner Ivan Basso wurde, beendete er seine aktive Laufbahn.

Erfolge

1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2009

Platzierungen bei den Grand Tours

Grand Tour 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Giro d’Italia DNF DNF DNF 58 3 3 1 DNF 1 3 2 3 4 10 24 69
Tour de France - - 116 - - - - - 84 17 - 60 - - - -
Vuelta a España - - - 19 - 29 36 10 - - 50 - - - - -

Einzelnachweise

  1. gazzetta.it vom 25. Mai 2002: «Simoni non può più restare»
  2. faz.net vom 6. Juli 2009: Die Ausreden der Dopingsünder - Fünf Bier, vier Mal Sex und ein toter Zwilling
  3. cyclingnews.com vom 28. Juli 2002:Simoni cleared
  4. cyclingnews.com vom 30. Mai 2004: A tale of two Italians
  5. repubblica.it vom 27. Mai 2006: Impresa di Basso all'Aprica ma è polemica con Simoni
  6. cyclingnews.com vom 25. Juni 2007:Italian paper calls Giro doping test results 'abnormal'

Weblinks

 Commons: Gilberto Simoni  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Kategorien: Italienischer Meister (Radsport) | Giro-d’Italia-Sieger | Geboren 1971 | Mountainbikefahrer | Radsportler (Italien) | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gilberto Simoni (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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