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Giessbach (Aare)


Gießbach ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für andere Bedeutungen des Namens siehe Gießbach.
Giessbach

Giessbachfälle / Giessbachfall

Daten
Gewässerkennzahl CH: 1862
Lage nahe Axalp, Kanton Bern (Schweiz)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Quellgebiet im Chessel zwischen Gärstenhorn und Wildgärst
Quellhöhe ca. 2505 m[1]
Mündung bei Giessbach in den Brienzersee
Mündungshöhe 564 m ü. M.[1]
Höhenunterschied ca. 1941 m
Länge 9,4 km[2]
Einzugsgebiet 25,3 km²[1]
Abfluss am Pegel Mündung[3]
AEo: 25,3 km²
MQ
Mq
1,51 m³/s
59,7 l/(s km²)

Das Grandhotel (2011)

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Der Giessbach ist ein Schweizer Gebirgsbach im Berner Oberland, der im Kanton Bern nahe der Brienzerer Alpweide Axalp von Süden in den Nordostteil des Brienzersees mündet. Sein Quellgebiet sind die Hochtäler und Becken des Sägistal-Faulhorngebiets. Der Bach stürzt über die imposanten Giessbachfälle (), die sich in Wasserkaskaden mit 14 Stufen über 500 m Höhenunterschied hinunterstürzen, kollektiv auch Giessbachfall genannt. An einer Stelle führt unter dem Wasserfall hindurch ein Fussweg über eine Brücke, den man in der Wassergischt begehen kann.

Geschichte

Der Brienzer Pfarrer Daniel Wyss und der Brienzer Schulleiter Johannes Kehrli erleichterten im 19. Jahrhundert den Gästen des aufkommenden Fremdenverkehrs den Besuch des berühmten Falls. Kehrli erstellte einen Weg vom Seeufer bis zum zweituntersten Fall und stellte eine Sitzbank auf, während Wyss den Zugang zu den oberen Fällen erschloss und in poetischer Weise den vierzehn Wasserfällen Namen verdienter bernischer Helden gab. Von 1856 bis 1870 war Eduard Schmidlin Verwalter im Giessbach.[4] In dieser Zeit legte er die Parkanlagen an und wurde erster Direktor eines im Jahre 1858 erstellten Pensionshauses.

Am Fuss des Wasserfalls liegt das historische Grandhotel Giessbach, welches durch die Giessbachbahn, eine der ältesten Standseilbahnen Europas, mit der Schiffsstation «Giessbach See» der BLS Schifffahrt Berner Oberland verbunden ist. Es wurde 1873 bis 1875 durch die französische Hotelierfamilie Hauser erbaut. Karl Hauser beauftragte den namhaftesten Hotelbauer jener Zeit, Horace Edouard Davinet, mit der Planung eines Neubaues.

1979 schloss das Hotel nach jahrelangem Niedergang seine Pforten. Die ganze ursprüngliche Anlage sollte abgerissen und durch ein modernes Betongebäude im Stil eines "Jumbo-Chalets" ersetzt werden. 1983 gelang es dem Schweizer Umweltschützer Franz Weber, mit Hilfe seiner Vereinigung Helvetia Nostra und der von ihm gegründeten Stiftung Giessbach dem Schweizervolk, die Liegenschaft und das 22 Hektar grosse Grundstück zu erwerben und unter Denkmalschutz zu stellen. In den Folgejahren wurde das Hotel etappenweise restauriert.

Die 14 Fälle

In den Jahren von 1820 bis 1830 erhielten die 14 Wasserfälle die Namen von bekannten Persönlichkeiten aus der Berner Geschichte.[5] Von oben nach unten sind dies:

  1. Berchtold von Zähringen: Gründete im Jahre 1191 die Stadt Bern
  2. Cuno von Bubenberg: Als Schultheiss von Bern in den Jahren 1269–1271 nachgewiesen
  3. Walo von Greyerz: Wohltäter des oberen Spitals in Bern 1374
  4. Die Neunhaupt: Vom 13. bis 15. Jahrhundert ein Geschlecht in Bern
  5. Ulrich von Erlach: Schultheiss von Bern 1446
  6. Peter Wendschatz: Venner (Fähnrich) im Laupenkrieg im Jahre 1339
  7. Rudolf von Erlach: Anführer der Berner im Laupenkrieg im Jahre 1339
  8. Hans Matter: Anführer der Berner in der Schlacht bei St. Jakob an der Birs im Jahre 1444
  9. Niklaus von Scharnachthal: Schultheiss von Bern 1463
  10. Hans Fränkli: Seckelmeister, Exponent im Twingherrenstreit im Jahre 1470
  11. Hans von Hallwyl: Anführer in der Schlacht bei Murten im Jahre 1476
  12. Adrian von Bubenberg: Verteidiger in der Schlacht bei Murten im Jahre 1476
  13. Hans Franz Nägeli: Anführer der Berner bei der Eroberung der Waadt im Jahre 1536
  14. Niklaus Friedrich von Steiger: Letzter Schultheiss von Bern von 1729 bis 1799

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Gewässernetz im WebGis Geoinformationssystem des Kantons Bern
  3. Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Gebietsauslässe. Abgerufen am 3. November 2015.
  4. Kleiner Giessbachrundgang , Informationsseite vom 6. März 2010 auf dampfromantik-nostalgie.ch
  5. Giessbachfälle , auf der Website dampfromantik-nostalgie.ch, abgerufen am 21. Juni 2015

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Giessbach (Aare) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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